Modernes IT-Training im Fokus
Shownotes
In dieser Episode spicht Wolfgang Schoch mit Collin Rogowski über die inovex Academy, dem Weiterbildungsangebot von inovex rund um IT-Technologien und Methoden. Dafür werfen sie einen Blick auf die Entstehung und was den Grundstein für das didaktische Konzept der Academy legte: „Training from the Back of the Room“ – praxisnah, interaktiv und radikal fokussiert auf den Wissenstransfer.
Wolfgang und Collin diskutieren darüber, warum die Trainer:innen keine Vollzeit-Dozent:innen sind, sondern als Expert:innen direkt aus den Projekten kommen und wie genau diese Praxiserfahrung in die individuelle Gestaltung von Kundentrainings einfließt. So kann moderne IT-Weiterbildung aussehen, um in einer dynamischen Branche wirklich nachhaltig zu wirken.
Für diese Folge von Digital Future gibt es ein vollständiges Transkript. Dieses Transkript wurde automatisiert erzeugt und nicht nachbearbeitet oder korrekturgelesen. Es wird daher sicher Fehler enthalten. Das Transkript ist als Ergänzung zu verstehen, um beispielsweise die Inhalte durchsuchbar zu machen. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort aus der Folge.
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Wolfgang: Willkommen bei Digital Future, dem Podcast über Technologie,
Wolfgang: Zusammenarbeit und Unternehmenskultur.
Wolfgang: Ich bin Wolfgang Schoch, Software Engineer bei Inovex. Und ich bewege mich seit
Wolfgang: vielen Jahren durch die IT.
Wolfgang: Als Entwickler, Suchtechnologie-Nerd, Berater und auch mal im Vertrieb.
Wolfgang: Kurz, ich kenne die Branche aus mehr als nur einer Perspektive.
Wolfgang: Und in diesem Podcast spreche ich mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichsten
Wolfgang: Bereichen. Menschen, die täglich an realen Problemen arbeiten,
Wolfgang: technisch, organisatorisch und kulturell.
Wolfgang: Gemeinsam schauen wir hinter die Kulissen. Wie arbeiten wir eigentlich?
Wolfgang: Was funktioniert gut und was nicht? Und was bedeutet moderne Technologie in
Wolfgang: unserem Alltag wirklich?
Wolfgang: In dieser Folge spreche ich mit meinem Kollegen Colin Rogowski über die InnoVex Academy.
Wolfgang: In der Academy sind alle Trainingsangebote von InnoVex angesiedelt.
Wolfgang: Es gibt hier fertige Trainings zu vielen verschiedenen Themen,
Wolfgang: die regelmäßig stattfinden und sowohl externen als auch internen Teilnehmenden offenstehen.
Wolfgang: Darüber hinaus erstellt die Academy aber auch maßgeschneiderte Trainings für unsere Kunden.
Wolfgang: Colin hat die Academy vor über zehn Jahren aufgebaut und wir unterhalten uns
Wolfgang: darüber, wie das Konzept damals ausgesehen hat und wie sich alles bis heute entwickelt hat.
Wolfgang: Und jetzt geht's los. Viel Spaß beim Zuhören.
Wolfgang: Hallo Colin, ich habe mal nachgeschaut. Wir sind jetzt zum zweiten Mal schon
Wolfgang: zusammen hier im Podcast.
Wolfgang: Es ist schon ein paar Jahre her, da haben wir uns über das schöne Thema Agilität unterhalten.
Wolfgang: Und ja, heute sprechen wir wieder über ein schönes Thema und es beginnt wieder mit A.
Wolfgang: Und ja, es ist kein Zufall, aber ich bin sehr gespannt, was du zu erzählen hast.
Wolfgang: Colin, bevor wir uns über die InnoVex Academy unterhalten, kannst du dich mal
Wolfgang: kurz vorstellen für alle, die dich noch nicht kennen?
Collin: Ja, sehr gerne. Freut mich übrigens hier zu sein. Danke nochmal für die Einladung, Wolfgang.
Collin: Ja, ich bin Colin. Ich bin seit fast 15 Jahren bei InnoVex, komme aus dem Münsterland
Collin: und bin von Haus aus Informatiker, sage ich immer.
Collin: Also ich habe mal Computerlinguistik und Künstliche Intelligenz studiert und
Collin: bin da so mit agilen Methoden in Berührung gekommen.
Collin: Deswegen haben wir uns auch ja vor ein paar Jahren darüber unterhalten.
Collin: Das hat mich dann eine ganze Zeit beschäftigt in diversen Rollen,
Collin: bis ich dann eben hier bei InnoVex gelandet bin,
Collin: wo ich tatsächlich mit meinem Einstieg vor 15 Jahren auch die InnoVex Academy
Collin: gegründet habe, über die wir ja heute reden werden.
Wolfgang: Ja, Colin, dann lass uns doch direkt mal in der Zeit zurückspringen. So ungefähr 15 Jahre.
Wolfgang: Ich habe damals schon bei Innerwex gearbeitet. Ich glaube, ich habe kurz vor dir angefangen, oder?
Collin: Das kann sein, ja.
Wolfgang: Ja, bei mir war es Anfang 2011. Ich glaube im März oder so.
Collin: Ja, nicht im April. Siehste, guck mal. Einen Monat auseinander.
Wolfgang: Genau. Du hast bei uns angefangen und du hast gerade schon gesagt,
Wolfgang: damals hat es auch mit der Academy angefangen. Die wurde durch dich aufgebaut.
Wolfgang: Nimm uns doch mal ein bisschen zurück in der Zeit. Wie war das damals,
Wolfgang: als du angefangen hast und was war so deine Aufgabe oder vielleicht auch deine
Wolfgang: Mission mit dieser Academy?
Collin: Ja, vielleicht kann ich da ganz kurz ein bisschen persönlich werden sozusagen.
Collin: Also ich habe ja gesagt, ich war als Agilist in verschiedenen Rollen unterwegs und ich habe da,
Collin: weil ich schon länger auch da gearbeitet habe und mich als Agilist und mich
Collin: da auch schon ein bisschen auskannt habe, habe ich aber noch so ein paar Zertifizierungen
Collin: nachholen wollen und habe ein Scrum-Training besucht.
Collin: Und das war ein sehr einschneidendes Erlebnis für mich, weil dieses Scrum-Training
Collin: irgendwie anders war als alle anderen Trainings, die ich so kennengelernt hatte.
Collin: Das war hochgradig interaktiv.
Collin: Man hat extrem viel gemeinsam erarbeitet.
Collin: Es gab keine PowerPoint-Folien, die irgendwie gezeigt wurden.
Collin: Es gab ganz viel Übungen und Spiele. und ich fand das inhaltlich spannend und
Collin: ich habe dann auch die Zertifizierung und so gemacht, aber was eben am nachhaltigsten gewirkt hat,
Collin: war tatsächlich diese Methodik und diese Art, Wissen zu vermitteln.
Collin: Und ich habe dann irgendwie für mich überlegt, warum sind eigentlich nicht alle Trainings so?
Collin: Also warum sind nicht auch sehr technisch Trainings, warum sind die nicht so
Collin: aufgebaut, weil der Lerneffekt.
Collin: Eben viel höher aus meiner Perspektive und das war eben meine Erkenntnis damals,
Collin: dass man da eben viel mehr lernt als in anderen technischen Trainings,
Collin: die ich auch so dann während und nach meinem Studium mal irgendwie genossen
Collin: habe, wo es eben sehr viel darum ging, einfach möglichst viel Wissen in möglichst
Collin: kurzer Zeit irgendwie darzustellen.
Collin: Also riesige Folienschlachten, PowerPoint-Decks mit 300 Slides und so,
Collin: die dann da in zwei Tagen durchgeflippt wurden.
Collin: Und das war dann so die Idee, dass ich gesagt habe, sowas würde ich eigentlich gerne machen.
Collin: Also ich würde gerne dafür sorgen, dass es diese Art von Trainings eben irgendwo gibt.
Collin: Und dann habe ich den Stefan Müller, unseren Inhaber von InnoVex kennengelernt.
Collin: Und der hat eben gesagt, ja, dann mach das doch mit mir zusammen.
Collin: Also lass uns das doch bei InnoVex aufbauen. Und so ist genau die Academy entstanden.
Collin: Also mit dieser Vision, wohnen.
Collin: Trainings anzubieten oder Wissen zu vermitteln, was, also unser Leitsatz ist,
Collin: Wissen zu vermitteln, was man nicht aus Büchern lernen kann.
Collin: Also das heißt eben tatsächlich, Wissen auf eine Art und Weise zu vermitteln,
Collin: die sehr praxisorientiert ist und
Collin: eben einer gewissen Methodik oder einer didaktischen Vorstellung folgt.
Wolfgang: Das ist super spannend, wie du das erzählst, denn da kam ja dann damals für
Wolfgang: dich schon einiges zusammen und es war ja auch dann, je nachdem wie man es betrachtet,
Wolfgang: entweder Glück oder Zufall, dass sich das dann so für dich entwickelt hat, oder?
Collin: Ja, es war auf jeden Fall Zufall, dass ich quasi den Stefan sozusagen kennengelernt
Collin: habe und dass er eben auch Interesse hatte, das dann hier aufzubauen.
Collin: Nee, das auf jeden Fall.
Collin: Genau, und Zufall war es sicherlich auch, dass ich dann dieses Training genossen
Collin: habe und dass mich das angesprochen hat. Ja, definitiv.
Wolfgang: Das ist eine coole Origin-Story, muss ich sagen. Die kannte ich übrigens noch gar nicht.
Collin: Ja, siehst du mal.
Wolfgang: Ja, und wie war das dann am Anfang? Du hast bei uns dann damals angefangen, 2011.
Wolfgang: Und wie bist du dann vorgegangen? Gab es bei InnoVex damals schon irgendwelche
Wolfgang: Trainings, die wir angeboten haben, die du dann irgendwie umgebaut hast oder
Wolfgang: vielleicht modernisiert hast?
Collin: Nee, also es gab in dem Sinne noch keine Trainings.
Collin: Es gab immer schon mal Leute, die jetzt dann in einem Kundenprojekt vielleicht
Collin: auch mal den anderen Entwicklern beim Kunden oder so was erklärt haben,
Collin: was beigebracht haben und dafür
Collin: vielleicht auch schon mal ein bisschen Material oder so erstellt haben.
Collin: Aber so richtig konsequent und auch vor allen Dingen auch als Angebot auf der
Collin: Webseite gab es es noch nicht.
Collin: Ich habe dann quasi von mir aus ja die agile Trainings mitgebracht,
Collin: habe dann gesagt, also ich bin auf jeden Fall hier auch einer der Trainer und was aber dann so das.
Collin: Konzept war, was wir dann etabliert haben und was sich tatsächlich auch durchgezogen
Collin: hat und jetzt auch aktuell unser größter USP ist, würde ich sagen, also auch das ist,
Collin: wo das meiste positive Kundenfeedback zu bekommen ist, dass wir genau keine
Collin: Vollzeittrainer haben.
Collin: Das heißt, am Anfang bin ich eben hingegangen und habe einfach geguckt,
Collin: wer hat vielleicht Lust,
Collin: Trainings zu geben, wer ist Experte in irgendeinem Gebiet und habe dann eben
Collin: geschaut, dass ich mit denen zusammen Trainingsmaterialien entwickelt habe,
Collin: eben genau auf Basis von diesem didaktischen Konzept,
Collin: was ich mir initial mal überlegt habe und was wir dann gemeinsam quasi weiterentwickelt haben.
Collin: Und diese Leute, diese Trainer haben dann eben für ihre jeweilige Fachdomäne
Collin: eben eine Handvoll bis maximal zehn Trainings pro Jahr gegeben und sind aber
Collin: eben dadurch als Trainer immer noch Fachexperten gewesen und sind es dann auch
Collin: eben dauerhaft geblieben,
Collin: weil sie eben die meiste Zeit in unseren Kundenprojekten mit ihrer jeweiligen
Collin: Fachexpertise in ihrer Fachdomäne arbeiten.
Collin: Und damit eben als Trainer wirklich.
Collin: Aus der Praxis kommen und praxisnah die Inhalte vermitteln können und nicht
Collin: irgendwann abgehängt werden und sagen, ich mache ja nur noch Trainings und deswegen
Collin: kenne ich das eigentlich alles nur noch so aus der Theorie und aus dem Lehrbuch,
Collin: sondern eben immer das so darstellen können, wie es denn dann wirklich auch
Collin: in der Praxis abläuft, wie die Methoden da angewendet werden.
Wolfgang: Das ist sehr spannend. Also der eine Teil,
Wolfgang: dass die ganzen Trainerinnen und Trainer, dass die hauptsächlich fachlich arbeiten in Projekten,
Wolfgang: in Kundenprojekten und da auch dann irgendwo am Puls der Zeit sind,
Wolfgang: auch wirklich diese Hands-on-Erfahrung sammeln und dadurch auch ihre Fachexpertise
Wolfgang: erstmal aufbauen und dann auch ausbauen und erhalten können.
Wolfgang: Das ist schon mal ein spannender Aspekt. Jetzt hast du gerade aber noch was
Wolfgang: anderes erwähnt und zwar das didaktische Konzept, das du entwickelt hast.
Wolfgang: Und ich glaube, da müssen wir mal ein bisschen tiefer reingehen,
Wolfgang: damit wir und auch ich verstehen, was damit eigentlich gemeint ist.
Collin: Ja, also ich muss ich auch sagen, ich will mich da nicht mit fremden Federn schmücken.
Collin: Ich habe das Konzept mir nicht komplett from scratch ausgedacht.
Collin: Ich habe das eher sozusagen mitgebracht. Das basiert auf einem Konzept,
Collin: was nennt sich Training from the back of the room.
Collin: Und die Idee ist, dass man im Endeffekt sein, also es gibt quasi drei wesentliche Bestandteile davon.
Collin: Es gibt immer die Connections, die Concepts und die Concrete Practices.
Collin: Und die Idee ist, dass man Verbindungen aufbaut,
Collin: also die Teilnehmenden bauen Verbindungen auf zum Material und zu den anderen
Collin: Lernern, das sind quasi Connections, erfahren etwas über Konzepte und haben
Collin: dann aber die Gelegenheit durch konkrete Übungen,
Collin: also das ist quasi die Concrete Practice,
Collin: Das dann tatsächlich schon zu verfestigen. Und das passiert mit jedem Trainingsmodul.
Collin: Und ein Trainingsmodul ist so eine Dreiviertelstunde bis so anderthalb Stunden,
Collin: wo eben ein Konzept dann tatsächlich eben vermittelt wird.
Collin: Und das heißt also, die Idee ist, dass man eben als Teilnehmender in so einem
Collin: Training wirklich immer aktiv mitarbeitet und nicht einfach nur sich hinsetzt
Collin: und Sachen hört und dann denkt, man hat es verstanden,
Collin: sondern tatsächlich eben immer für sich die Gelegenheit hat zu überprüfen.
Collin: Habe ich das Konzept, was gerade vermittelt wurde, denn jetzt wirklich verstanden,
Collin: indem ich jetzt das gleich in einer Übung anwende und dadurch dann eben merke,
Collin: habe ich es verstanden, ergeben sich jetzt hier vielleicht noch Fragen,
Collin: die ich dann wieder stellen kann an den Trainer.
Wolfgang: Ja, das erinnert mich persönlich so ein bisschen an dieses Konzept,
Wolfgang: dass, ich weiß den Namen nicht, aber dass, wenn man Informationen nur hört,
Wolfgang: kann man sich nur ein bisschen was merken.
Wolfgang: Wenn man sich die mitschreibt von der Hand, kann man sich ein bisschen mehr merken.
Wolfgang: Und wenn man darüber nachdenkt oder ein Beispiel macht, dann prägt es sich besser
Wolfgang: ein. Also ich kann es aus meiner persönlichen Erfahrung bestätigen,
Wolfgang: wenn ich nur was höre, dann habe ich es in der Stunde wieder vergessen.
Wolfgang: Und wenn ich es mir wirklich auch mitschreibe in meinen Notizen oder dann mich
Wolfgang: selber damit beschäftige und versuche zumindest das Ganze zu durchdringen oder
Wolfgang: ein Beispiel mache oder mit einer
Wolfgang: Kollegin diskutiere, dann bleibt bei mir immer viel, viel mehr hängen.
Collin: Ja, und das ist auch genau etwas, was mir eben immer sehr wichtig ist,
Collin: dass das unser oberstes Ziel bei den Trainings ist, dass die Leute das wirklich,
Collin: dass die es verstehen und dadurch quasi wirklich lernen.
Collin: Während es eben auch heute immer noch und damals noch mehr eben wirklich Trainings
Collin: gibt, die versuchen eben einfach ganz viel Wissen zu machen.
Collin: Also übermitteln, nenne ich jetzt mal, ich sage bewusst nicht vermitteln,
Collin: sondern übermitteln, um zum Beispiel auf eine Prüfung vorzubereiten.
Collin: Also wo dann gesagt wird, naja, also jetzt musst du einfach diese 200 Sachen,
Collin: musst du einfach auswendig wissen für eine Woche und dann machst du die Prüfung
Collin: und dann kriegst du dann eine Zertifizierung und dann hast du dein Ziel erreicht.
Collin: Und das ist bei uns eben anders.
Collin: Also wir würden zum Beispiel sagen, wir haben auch Trainings,
Collin: die auf eine Prüfung vorbereiten, aber das ist in der Regel dann so,
Collin: dass wir sagen, da musst du dich schon nochmal selber hinsetzen,
Collin: um dich auf die Prüfung vorzubereiten.
Collin: Das ist nicht die Aufgabe des Trainings, dir wirklich jedes einzelne,
Collin: jeder einzelne Vokabel oder jedes einzelne Konzept, was in dieser Prüfung vorkommen kann,
Collin: dann wirklich komplett vorzubeten, dass du sagst, ich kann aus dem Training
Collin: rausgehen und eins zu eins die Prüfung machen, sondern wir wollen, dass du.
Collin: Die wesentlichen Sachen wirklich verstanden hast, sodass du die selber in der
Collin: Praxis anwenden kannst und oder,
Collin: dass du selber danach dann auch weitergehen kannst und selbstgesteuert weiter
Collin: lernen kannst, weil du jetzt so diese initiale Hürde, wo du vielleicht auch,
Collin: wo die Domäne für dich komplett neu ist und du auch gar nicht weißt,
Collin: welche Fragen muss ich hier eigentlich stellen, wonach muss ich eigentlich googeln
Collin: oder was muss ich jetzt eigentlich Chat-GPT fragen, um irgendwie weiterzukommen,
Collin: dass diese initiale Hürde eben genau überwunden wird, weil die Grundlagen verstanden sind.
Collin: Und das funktioniert eben genau mit so einem Konzept viel, viel besser,
Collin: als wenn man einfach nur alles, was es so in der Domäne zu wissen gibt, dann präsentiert.
Wolfgang: Ja, vor allem, wenn du neu bist in einem Thema, dann wirst du ja oft auch erschlagen,
Wolfgang: wenn du so diese riesengroße Menge hast und vor allem auch ganz viele Details
Wolfgang: gleich am Anfang hast, die natürlich alle spannend sind.
Wolfgang: Aber mir fällt es super schwer, neue Themen so ganz zu erfassen,
Wolfgang: wenn ich mit lauter Details überflutet werde und nicht weiß,
Wolfgang: was ist jetzt wirklich das wichtige Grundlagenkonzept, was brauche ich denn
Wolfgang: jetzt wirklich für eine Basis,
Wolfgang: vor allem um, du hast es gerade schon angesprochen, auch diese Unknown-Unknowns zu kennen.
Wolfgang: Weil das ist, finde ich, immer das Schwierigste oder das Gefährlichste.
Wolfgang: Du möchtest dich mit einem Thema beschäftigen, aus deiner Eigeninitiative heraus,
Wolfgang: aber du weißt nicht, nach was muss ich dann suchen, was muss ich bei Google eintippen.
Wolfgang: Und wenn ich das nicht weiß, dann fällt es mir halt wirklich,
Wolfgang: wirklich, wirklich schwer, mich da irgendwo einzuarbeiten.
Collin: Ja.
Collin: Und das ist tatsächlich, also wenn ich vielleicht da noch einen Schritt tiefer
Collin: gehen darf, das ist auch was, was wir zum Beispiel, wenn wir uns jetzt anschauen,
Collin: wie unsere Übungen, Übungsaufgaben designt sind.
Collin: Ich meine, viele Trainings, die es da draußen am Markt gibt,
Collin: haben auch Übungsaufgaben. Aber oft habe ich das gesehen, dass Übungsaufgaben
Collin: im Endeffekt den Teilnehmer und Teilnehmerinnen sagen, was sie tun sollen.
Collin: Also klicke hier, gib das in diese Box ein, gib das auf der Kommandozeile ein
Collin: und dann passiert folgendes. und das ist bei uns eben anders.
Collin: Bei uns, es wird quasi gesagt, hier ist ein Ziel, was du erreichen sollst.
Collin: Erreiche dieses Ziel und wir geben dann manchmal noch Hinweise,
Collin: also die sind aber auch in den Unterlagen dann oft quasi erst noch eingeklappt.
Collin: Das heißt also, die Idee ist dann, dass man da erst,
Collin: drauf zugreift, wenn man es alleine nicht schafft. Oder wir geben Handouts und
Collin: Unterlagen, wo eben diese Konzepte nochmal erklärt werden, wo man dann nochmal nachlesen kann.
Collin: Aber das ist genau, dient genau dazu, diese Un- und Un-Knowns rauszufinden.
Collin: Weil ich habe vielleicht das Gefühl, ich habe es verstanden,
Collin: nachdem ich das Konzept gehört habe.
Collin: Aber erst, wenn ich damit konfrontiert werde, zu sagen, so, jetzt verwende das
Collin: mal, um ein Ziel zu erreichen, merke ich, dass ich vielleicht an ein,
Collin: zwei Details doch noch nicht verstanden habe, was ich da jetzt eigentlich genau tun muss.
Collin: Und wenn ich aber eben gesagt kriege, was ich tun soll, dann hilft mir das nicht.
Collin: Also dann mache ich dann ein Copy-Paste oder gebe genau das ein und habe immer
Collin: noch das Gefühl, ich hätte alles verstanden.
Collin: Aber sobald ich dann das erste Mal in der Praxis bin und es leicht anders ist
Collin: und ich eine leichte Variation machen muss, stehe ich wieder da und weiß dann
Collin: doch nicht, wie ich es handhaben soll.
Wolfgang: Ja, und ich finde, wenn du dich jetzt mit so einem Thema beschäftigst und du
Wolfgang: verstehst vielleicht diese ein, zwei Punkte nicht, der Rest ist dir vielleicht
Wolfgang: klar auf Basis deiner Vorerfahrung.
Wolfgang: Oder whatever, aber du verstehst diese zwei Punkte nicht und du machst es halt,
Wolfgang: weil es dann irgendwie so in deiner Anleitung steht,
Wolfgang: dann bringt es dir halt oftmals echt wenig, weil wenn du dich mit den zwei Punkten
Wolfgang: beschäftigst und das kann für dich vielleicht ja auch echt super intensiv sein
Wolfgang: und du kannst vielleicht auch daran verzweifeln und also ich spreche jetzt von mir,
Wolfgang: ich hatte schon sowas oft, dass ich dachte, hä, wie funktioniert das?
Wolfgang: Ich kapiere es einfach nicht und ich google es dann und lese mir so ein Buch
Wolfgang: durch und denke, hm, ich verstehe es immer noch nicht, aber wenn ich den Weg
Wolfgang: zu Ende gehe und dann irgendwann an den Punktbunden, wo ich sage, ah ja, klar,
Wolfgang: natürlich, das hängt ja so zusammen. Also die Dinge vergesse ich auch nicht mehr.
Collin: Ja, und da kommt jetzt auch wieder der Trainer ins Spiel oder die Trainerin.
Collin: Also das ist da, das ist genau jetzt die sozusagen dann der Trick dadurch,
Collin: dass wir jetzt diese Fachexperten haben.
Collin: Weil wenn du jetzt da in so einem Training sitzt und du kommst jetzt gerade
Collin: nicht weiter, dann kommt der Trainer bei dir oder die Trainerin kommt bei dir
Collin: vorbei und sagt, okay, du hängst gerade Wolfgang und dann, weil sie eben
Collin: Und weil sie quasi diese Domäne so gut kennt, weil sie so viele verschiedene
Collin: Kundenprojekte in dieser Domäne schon gesehen hat, ist die Wahrscheinlichkeit
Collin: sehr hoch, dass sie genau etwas finden kann,
Collin: was auf deine Vorerfahrungen anspielt und sagt, ah, guck mal,
Collin: das ist so ähnlich wie das und das, weil das kennst du doch,
Collin: das hast du doch da und da schon gefunden.
Collin: Das heißt also, es ist dann wirklich eben eine Individualunterstützung und holt die Leute quasi da ab,
Collin: also die Teilnehmenden da ab, wo sie aktuell stehen, was ihre Vorerfahrung angeht,
Collin: aber auch was eben so die Domäne und so angeht.
Collin: Wenn wir ein Training haben, was nur für einen Kunden ist, also wo alle Teilnehmenden
Collin: von einem Kunden kommen.
Collin: Nehmen wir mal als Beispiel, wir machen ein Training für Power BI für eine Fluggesellschaft.
Collin: In unserem Power BI Training kriegen die Teilnehmenden tatsächlich einen Datensatz
Collin: und müssen für diesen Datensatz dann Power BI Reports bauen.
Collin: Also genau wie ich das gerade beschrieben habe, man kriegt eben Ziele vorgeben,
Collin: bau doch mal einen Report, der das und das darstellt, hier sind die Daten.
Collin: Versuch das mal irgendwie hinzukriegen.
Collin: Und was wir dann gerne machen ist tatsächlich dann die Daten für Flug,
Collin: also passend für eine Fluggesellschaft vorher zu generieren,
Collin: die Trainingsdaten, also die Daten, die wir in der Übung verwenden.
Collin: Also zum Beispiel eben da Verkehrsdaten von Flugzeugen und so zu nehmen,
Collin: weil man dann eben genau die Leute in ihrer Domäne irgendwie abholt und das ganz viele,
Collin: ganz konkrete Fragen erzeugt, die sonst eben gar nicht aufgekommen wären,
Collin: wenn wir jetzt irgendwie den Klassiker genommen hätten und man nimmt jetzt irgendwie
Collin: Verkaufsdaten von irgendwoher. Ja, ja.
Collin: Aber so kommen eben genau dann Fragen auf, weil sie plötzlich irgendwie feststellen,
Collin: ah ja, genau mit den Daten hatte ich schon mal vor ein paar Jahren irgendwie
Collin: zu tun. Wie würde ich denn jetzt dann das und das machen?
Collin: Weil vor ein paar Jahren hatte ich genau das Problem beim Matching von diesen
Collin: Daten und wie würde ich das jetzt machen? Und das kann ich jetzt den Trainer fragen.
Collin: Und weil der Trainer sich eben mit Power BI insgesamt auskennt und weil der
Collin: viele Jahre Projekterfahrung mit Power BI hat, wird der genau diese Frage beantworten
Collin: können, auch wenn es jetzt eigentlich streng genommen gar nicht zu dem Trainingsstoff gehört.
Collin: Am Ende hilft es aber alles dabei, das Ganze besser zu verstehen und zu verstehen
Collin: eben in dem Sinne, ich gehe hier aus diesem Training raus und kann tatsächlich
Collin: in der Praxis anfangen, irgendwie damit zu arbeiten.
Wolfgang: Ja, ich meine, da stellt sich ja die Frage, was ist eigentlich das Ziel vom Training?
Wolfgang: Jetzt hast du gerade schon angesprochen, dass man auch Trainings macht,
Wolfgang: die individuell für einzelne Kunden geschaffen sind und aus meiner Perspektive
Wolfgang: würde ich sagen, wenn ein Training für einen Kunden gemacht wird,
Wolfgang: dann ist das Ziel, dass der Kunde zufrieden ist.
Wolfgang: Und das kann sein, dass der komplette Trainingsstoff vermittelt wird.
Wolfgang: Das kann doch aber auch sein, dass der Kunde dann merkt im Training,
Wolfgang: er hat ganz spezifische Fragen, die jetzt vielleicht gar nicht so super viel
Wolfgang: mit den ganzen Programmpunkten zum Thema, in dem Beispiel Power BI, zu tun haben,
Wolfgang: sondern vielleicht gibt es ja auch Fragen zu irgendwelchen Konzepten oder so,
Wolfgang: die der Trainer beantworten kann.
Collin: Ja, das ist tatsächlich auch was, was wir sehr oft anwenden,
Collin: Was wir anbieten und dann auch durchführen, ist, dass wir sagen,
Collin: wir kombinieren ein Training mit einem Workshop.
Collin: Also in der einfachsten Variante ist es, dass man wirklich sagt,
Collin: wir machen jetzt mal ein zweitägiges Training und danach einen eintägigen Workshop.
Collin: Und bleiben wir in der Domäne Power BI, dann würde eben genau in diesen zwei
Collin: Tagen Training, würden eben so die Grundlagen vermittelt, was hat man für Möglichkeiten,
Collin: wie funktioniert das, was sind eben die grundlegenden Konzepte.
Collin: Und in dem Workshop würde man dann hingehen und sagen, so, was machen wir jetzt?
Collin: Also jetzt haben wir das alle gelernt.
Collin: Wir wissen jetzt, wir verstehen jetzt, was die Anwendungsfälle,
Collin: was Möglichkeiten sind, was sind jetzt genau unsere Anwendungsfälle?
Collin: Und das macht dann dieselbe Person.
Collin: Also das ist dann der Trainer, der dann genau diesen Workshop moderiert.
Collin: Und oder auch natürlich nicht nur moderiert, sondern auch da eben als Experte
Collin: oder Expertin mit dabei ist und dann eben genau dieser Gruppe hilft zu sagen,
Collin: wie können wir das jetzt eigentlich hier am besten anwenden,
Collin: wie können wir das Ganze aufsetzen.
Collin: Das gibt es auch, dass wir das als fließenden Übergang gestalten,
Collin: also dass man immer sagt,
Collin: wir gucken uns zwei, drei Konzepte erstmal so in der Theorie an und danach nehmen
Collin: wir uns aber gleich mal zwei Stunden und sagen, okay, was heißt denn das jetzt
Collin: für uns, also wo können wir das denn jetzt bei uns genau einbauen.
Collin: Also das ist was, was wir in diesem Inhouse-Kontext nennen wir das,
Collin: also wenn man eben ein Training exklusiv für einen Kunden durchführt,
Collin: was wir da ziemlich oft machen.
Wolfgang: Das ist dann aber schon auch ein bisschen aufwendiger in der Vorbereitung, oder?
Wolfgang: So ein spezialisiert zugeschnittenes Training für den Kunden,
Wolfgang: weil da werde ich mir erstmal anschauen müssen, vielleicht in der Vorbereitung,
Wolfgang: was macht der Kunde eigentlich, was hat er da vielleicht für Daten, für Technologie,
Wolfgang: werde vielleicht vorher ein paar Gespräche führen müssen, um so herauszufinden,
Wolfgang: in welche Richtung das geht,
Wolfgang: um dann wirklich mein Training auch maßgeschneidert zu, vielleicht nicht unbedingt
Wolfgang: vorzubereiten oder zu erstellen, aber zumindest anzupassen für die ganzen Anforderungen
Wolfgang: von so einem Kunden, oder?
Collin: Ja, wobei das, also sag ich mal, das kann man, ist fließend wie,
Collin: also oder, ja, es ist fließend, wie aufwendig das tatsächlich ist.
Collin: Also ich, man kommt, man kann schon auch,
Collin: Und signifikante Anpassungen machen mit, sagen wir mal, ein bis zwei Personentagen
Collin: Vorbereitung im Vorfeld.
Collin: Ein bisschen was in dieser Richtung wird man eben immer brauchen.
Collin: Also auch genau, wie du es gerade beschrieben hast.
Collin: Man setzt sich dann eben mal mit Teilnehmenden oder eben Repräsentanten von
Collin: denen vorher zusammen und fragt eben so, wo kommt ihr her, was habt ihr für
Collin: Vorwissen, was interessiert euch besonders und passt das Ganze dann entsprechend an.
Collin: Aber es hält sich eben, gerade wenn es jetzt um eher eine einmalige Durchführung
Collin: geht und man jetzt nicht gleich so ein ganzes Programm aufsetzt, wo man sagt,
Collin: wir entwickeln jetzt hier ein maßgeschneidertes Training, was wir dann irgendwie
Collin: dutzende Male beim Kunden über die Jahre ausführen werden,
Collin: hält sich das schon in Grenzen, würde ich sagen.
Wolfgang: Ja und wie entstehen denn generell so die Trainings, die wir haben?
Wolfgang: Also wenn man auf die Website schaut, da gibt es ein Portfolio von,
Wolfgang: wie viele Themen haben wir da aktuell? Vielleicht so zehn?
Collin: Ja, eher 30. Also wir haben ein relativ großes Portfolio tatsächlich.
Collin: Und wie das entsteht, ist tatsächlich
Collin: auch wieder über unsere Trainer und Trainerinnen in aller Regel.
Collin: Also das heißt, oder sagen wir mal zukünftige. Also das heißt,
Collin: wie es meistens passiert, ist, dass sich jemand, ein Kollege,
Collin: eine Kollegin bei mir oder bei jemand anders aus dem Team Academy meldet und sagt, ich bin ein.
Collin: Ich habe eine Idee. Also ich bin irgendwie Fachexperte in Technologie XY und
Collin: ich hätte irgendwie Lust, das Ganze auch weiter zu vermitteln.
Collin: Und ich könnte mir auch vorstellen, dass es da Bedarf gibt, weil das vielleicht
Collin: eben gerade was ist, was jetzt so ein bisschen so einen Hype erzeugt als Technologie.
Collin: Oder weil man eben vielleicht auch sagt, ich habe da irgendwie einen anderen
Collin: Ansatz als das, was es da draußen irgendwo gibt.
Collin: Und das ist dann oft genau der Startpunkt. Und dann setzen wir uns eben zusammen
Collin: und gucken uns mal so ein bisschen den Markt gemeinsam an und schauen,
Collin: was gibt es denn da draußen schon?
Collin: Wird das irgendwie so reinpassen? Glauben wir, dass es da genug Nachfrage geben
Collin: wird? Wie würden wir uns differenzieren?
Collin: Und entwickeln dann gemeinsam ein grobes Konzept für so ein Training und eine
Collin: Agenda und nehmen das dann in unser Portfolio auf.
Wolfgang: Und wenn ich jetzt als Trainer zu dir komme und ich sage, Colin,
Wolfgang: guck mal hier, ich glaube, das Thema XML ist ganz groß, da brauchen wir vielleicht ein Training.
Wolfgang: Ich bin absoluter XML-Experte, ich spreche das fließend, ich habe da Lust drauf.
Wolfgang: Jetzt bin ich aber als XML-Experte vielleicht kein Experte für Didaktik etc.
Wolfgang: Also um vielleicht mal so dieses klassische Informatik-Klischee so ein bisschen
Wolfgang: auch aufzugreifen. Ich bin super tief drin in der Materie.
Wolfgang: Boah, aber ich habe keine Ahnung, wie ich das jetzt irgendwie,
Wolfgang: du hast fast von Modulen erzählt und von Training from the back of the room und Konzepten.
Wolfgang: Habe ich noch nie gehört in meinem Leben. Aber ich brenne für XML.
Wolfgang: Was für eine Unterstützung kann ich da erfahren? Oder gibt es da vielleicht
Wolfgang: ein Training für Trainer bei uns?
Collin: Ja, gibt es tatsächlich. Wir sind da dann auf der Meta-Ebene unterwegs.
Collin: Wir haben ein Train-the-Trainer-Training, also ein TTTT.
Wolfgang: Ja, wer das zehnmal aussprechen kann, ohne sich zu versprechen, der ist sehr, sehr gut.
Collin: Und das macht tatsächlich unser Kollege, der Uli, der war ja vor zwei Podcasts bei dir.
Collin: Da habt ihr auch drüber gesprochen. Der ist ja auch Trainer für ISAQB-Trainings,
Collin: für Software-Architektur-Trainings.
Collin: Und aber eben auch, weil er wirklich ja seit Jahrzehnten Trainings macht,
Collin: ein extrem erfahrener Trainer ist, bietet er bei uns eben auch dieses Train-the-Trainer-Training an.
Collin: Und da werden genau diese Grundlagen vermittelt.
Collin: Also das heißt, da geht es genau um, was heißt eigentlich Training from the
Collin: back of the room, was sind da die Ideen. ist natürlich auch eat your own dog food.
Collin: Das heißt, dieses Train-the-Trainer-Training ist natürlich auch ein Back-of-the-Room-Training.
Collin: Das heißt, mit sehr viel Übungen, mit.
Collin: Wo man dann eben auch mal so ein Trainingmodul ausarbeitet, vor den anderen
Collin: teilnehmenden hält, dazu Feedback kriegt.
Collin: Und das kann oft eben ein sehr guter Startpunkt sein, wenn man,
Collin: wie du gesagt hast, eben sich vielleicht, wenn man ein bisschen unsicher ist
Collin: oder sagt, ich habe da noch nicht viel Erfahrung, ich habe da noch nicht woanders
Collin: diese Erfahrung gesammelt.
Collin: Und generell ist es aber immer ein sehr individueller Weg, wie man bei uns quasi
Collin: dann tatsächlich Trainer oder Trainerin wird,
Collin: weil es gibt dann ja neben dieser didaktischen Weiterbildung gibt es ja dann
Collin: auch noch oft, wenn man jetzt sagt,
Collin: man geht vielleicht in eine bestehende Trainer-Community rein.
Collin: Also ich möchte jetzt Power BI Trainer werden. Das geht natürlich auch.
Collin: Also man muss natürlich nicht gleich mit einer neuen Idee kommen,
Collin: sondern man kann sagen, also Power BI Trainings gibt es schon,
Collin: aber es interessiert mich. Ich würde das auch gerne, gerne machen.
Collin: Dann kommt man ja in eine bestehende TrainerInnen-Community rein und dann muss
Collin: man sich eben auch angucken, wie kommt man da quasi up to speed.
Collin: Ja, also wie kriege ich jetzt am besten raus, wie diese Tradings ablaufen?
Collin: Wie beschäftige ich mich mit den Unterlagen?
Collin: Und das regeln wir dann eigentlich immer mit dem.
Collin: Mit dem Kandidaten, der Kandidatin und dem Teamlead von der Kandidatin dann
Collin: eben gemeinsam, was da der beste Weg ist.
Wolfgang: Ja, das finde ich echt gut, weil erstmal jenseits der Klischees,
Wolfgang: ich kann mich noch gut erinnern in meinem Studium, da ging es damals auch darum,
Wolfgang: dass man ab und zu mal eine Präsentation hält.
Wolfgang: Und da gab es immer Leute, die waren da super gut drin und so unerschrocken
Wolfgang: und haben keine Nervosität gezeigt zumindest.
Wolfgang: Es gab aber auch immer Leute, die da einfach wenig Erfahrung hatten und sich
Wolfgang: da sehr schwer getan haben.
Wolfgang: Und ich kenne das aber so auch aus dem Erwachsenenleben, dass manche Leute,
Wolfgang: die haben da einfach mehr, weiß nicht, vielleicht mehr Erfahrung,
Wolfgang: vielleicht auch ein kleines bisschen mehr Talent, wobei ich glaube,
Wolfgang: hauptsächlich ist es vielleicht Erfahrung.
Wolfgang: Andere Leute hatten vielleicht nie oder nur selten halt die Situation,
Wolfgang: dass wir mal vor Leuten sprechen oder Leuten was erklären und da finde ich es
Wolfgang: eigentlich ganz cool, wenn man,
Wolfgang: den Leuten halt trotzdem da irgendwie so eine Handreichung gibt und sagt,
Wolfgang: hey wenn du Lust hast und die Expertise mitbringst und die Motivation,
Wolfgang: dann kannst du es halt lernen.
Collin: Ja.
Wolfgang: Weil ich glaube sowas ist sicherlich ja auch für, weiß nicht,
Wolfgang: für den Projektalltag ganz spannend, wenn du so eine Qualifikation da zusätzlich
Wolfgang: hast, das kann dir ja im Alltag einfach helfen.
Collin: Total, also das ist auch Auch was, was so ein Nebeneffekt davon ist,
Collin: dass wir als InnoVex die InnoVex Academy haben.
Collin: Also wir haben das jetzt ganz bewusst vom Design ist es so, dass alle unsere
Collin: Trainingsmaterialien, alle Unterlagen, die Übungsaufgaben und so,
Collin: die sind für alle InnoVexler zugreifbar.
Collin: Also das heißt, das sind jetzt nicht geschlossene Folder in irgendwelchen Systemen,
Collin: wo dann immer nur die TrainerInnen drauf zugreifen können, sondern da können
Collin: alle zugreifen und es ist explizit eben auch gewünscht, dass wenn man jetzt...
Collin: In einem Projekt ist und man sagt, ach, also ich müsste meinen Kollegen eigentlich
Collin: mal diese eine spezielle Sache erklären,
Collin: ja, und dass man dann eben auch einfach mal nachguckt und dann vielleicht genau
Collin: so ein Modul findet, also da kommt eben diese modulare Bauweise unserer Trainings eben,
Collin: da hilft da sehr und dann eben sagt, komm, dann lass uns doch mal im Team für
Collin: zwei Stunden zusammensetzen und dann nehmen wir dieses eine Modul und arbeiten
Collin: uns da mal gemeinsam durch.
Collin: Das heißt also, das ist dann auch ein Mehrwert für alle unsere Projekte.
Wolfgang: Ja, das ist auf jeden Fall spannend und ich meine im Zweifel oder wenn da noch Fragen übrig bleiben,
Wolfgang: da kann ich auch schauen, welche Kollegin, welche Kollege das eigentlich mal
Wolfgang: erstellt oder wer hält das Training und kann die Person ja dann auch mal ganz
Wolfgang: kurz fragen, wie funktioniert die eine Sache, habe ich vielleicht nicht verstanden oder so.
Collin: Definitiv. Also wir hatten das ja eben von In-House-Trainings.
Collin: Wir haben ja auch noch die sogenannten offenen Trainings.
Collin: Also das heißt, das sind Trainings, die wir bei uns auf der Webseite stehen
Collin: haben mit konkreten Terminen, wo man sich dann als Einzelperson anmelden kann,
Collin: wo dann auch die Teilnehmerinnen gemischt sind, wo die aus verschiedenen Unternehmen
Collin: kommen und dann da teilnehmen.
Collin: Und da können auch unsere Kollegen dann teilnehmen.
Collin: Also das heißt, alle unsere offenen Trainings stehen auch allen internen Mitarbeitenden zur Verfügung.
Collin: Und das heißt, da kann man sich dann auch natürlich intern weiterbilden,
Collin: wenn einen das interessiert.
Wolfgang: Das heißt, die offenen Trainings, das ist alles, was da mit Termin auf der Website
Wolfgang: draufsteht, wo ich einfach schauen kann, ah, hier Training XY,
Wolfgang: vielleicht XML-Training in Köln, kann ich mich einfach anmelden,
Wolfgang: kann ich dann als externer Teilnehmender einfach dann...
Wolfgang: Ganz normal wie bei jedem anderen Trainingsanbieter einfach.
Collin: Genau, man meldet sich dann eben ganz einfach an. Also XML-Training in Köln
Collin: haben wir jetzt aktuell noch nicht, aber ich sehe schon, du wirfst da deinen Hut in den Ring.
Collin: Ich komme dann danach mal auf dich zu. Vielleicht ist XML, das gibt es ein Revival.
Wolfgang: Ich habe in meinem Studium ein Praktikum gemacht und da musste ich mit so einer
Wolfgang: modernen Science-Fiction-Technologie arbeiten, die hieß J2EE.
Wolfgang: Die älteren Zuhörenden kennen das vielleicht noch. Und da hatte ich mir als
Wolfgang: Vorbereitung fürs Praktikum ein
Wolfgang: Buch gekauft, das hat so tausend Seiten gehabt, das hieß J2E in 21 Days.
Collin: Das war so eine ganze Reihe, die kenne ich auch noch, diese Buchreihe.
Wolfgang: Die 21 Days, komplett wahnsinnig, weil selbst wenn man schnell liest,
Wolfgang: ist es glaube ich unmöglich, einfach diese Anzahl der Seiten zu konsumieren in 21 Tagen.
Wolfgang: Und da war ein Riesenkapitel über XML, das war damals im J2E-Kosmos eine Schlüsseltechnologie. Ja.
Wolfgang: Genau, also offene Trainings, ganz normal, wie man es von jedem Trainingsanbieter kennt.
Wolfgang: Ich schaue, wann ist ein Termin, ich melde mich an, ich nehme daran teil.
Wolfgang: Entweder allein oder vielleicht, wenn ich jetzt eine Firma habe mit zwei,
Wolfgang: drei Leuten, kann ich zwei, drei Leute anmelden.
Wolfgang: Ansonsten kann man solche Trainings aber auch ich sag mal so privat buchen.
Wolfgang: Wenn ich jetzt eine Firma habe und ich habe zehn Leute und sage,
Wolfgang: die zehn Leute brauchen mal ein Training für Technologie X, einfach das Standardtraining
Wolfgang: hier, dann kann ich das buchen und die kommen einfach vorbei.
Collin: Genau, also das ist das, was wir Inhouse-Training nennen. Also das heißt, das läuft genau so.
Collin: Also das heißt, man meldet sich dann, dann gibt es eben genau auch so eine Vorbesprechung,
Collin: wo man eben guckt, soll das wirklich ein Standard-Training sein?
Collin: Wollen wir irgendwo was noch anpassen, wie ich es gerade erwähnt habe,
Collin: an den Übungsaufgaben? ob wir das irgendwo auf eine bestimmte Domäne oder so
Collin: fokussieren. Das klären wir dann eben mit dem Kunden.
Collin: Und dann kommt dann der Trainer vorbei.
Collin: Das ist vielleicht auch eine ganz gute Überleitung. Wir würden tatsächlich mittlerweile
Collin: bevorzugen bei den meisten Trainingsarten, dass der Trainer vorbeikommt.
Collin: Das heißt, wir machen gerne Trainings wirklich vor Ort und in Person.
Collin: Wir haben auch Trainings remote. Also bei unseren offenen Trainings sind auch
Collin: viele Remote-Termine dabei.
Collin: Aber wir sind mittlerweile der Überzeugung, dass die Vor-Ort-Tradings halt schon
Collin: ein bisschen besser funktionieren.
Collin: Das heißt, wir sagen eigentlich den Kunden immer, wenn es jetzt nicht wirklich
Collin: harte organisatorische Gründe gibt, die dagegen sprechen,
Collin: zum Beispiel weil das Team, was da teilnehmen soll, irgendwie über ganz Europa
Collin: verstreut ist oder so und deshalb einfach viel zu aufwendig wäre,
Collin: an einen physikalischen Ort zusammenzukommen.
Collin: Wenn es sowas nicht gibt, dann macht es wirklich vor Ort.
Collin: Also scheut dann den vielleicht kleineren Aufwand, dass eben alle ins Büro kommen
Collin: müssen oder vielleicht auch mal zwei Stunden Zug fahren müssen.
Collin: Also scheut den lieber nicht, weil der Lerneffekt eben, da sind wir wieder bei
Collin: dem eigentlichen Ziel, dann doch nochmal höher ist als bei einem Remote Training.
Collin: Das heißt aber eben, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen zu negativ für
Collin: Remote-Trainings, das heißt nicht, dass die nicht funktionieren,
Collin: das funktioniert schon auch.
Collin: Also wir haben da auch über die Jahre und dann natürlich insbesondere auch zur
Collin: Corona-Zeit, wo dann ja alle unsere Trainings remote stattgefunden haben,
Collin: haben wir da auch sehr viel gelernt und viele Methoden entwickelt,
Collin: wie man eben auch so interaktive Module eben machen kann, wie man Übungsaufgaben
Collin: gestaltet, wie man zum Beispiel Miroboards nimmt, um auch Spiele zu machen.
Collin: Also zum Beispiel, wir haben auch ein agiles Training, was remote ist,
Collin: wo eben viele von den Spielen und Übungen, die mich damals so begeistert haben,
Collin: dann eben jetzt tatsächlich auch auf einem Miro-Board funktionieren.
Collin: Das geht schon auch, aber bevorzugen würden wir tatsächlich das vor Ort.
Wolfgang: Das sehe ich genauso. Ich glaube, gerade so kreative Sachen oder auch so Dinge,
Wolfgang: wo man was lernt, wo man Interaktion hat, finde ich auch besser, wenn es vor Ort ist.
Wolfgang: Ich kann mich aber auch noch erinnern, als die ganze Corona-Zeit begann,
Wolfgang: ganz am Anfang hat man halt meiner Meinung nach irgendwie alles,
Wolfgang: was man vorher vor Ort gemacht hat, eins zu eins remote gemacht.
Wolfgang: Und ich kann mich auch an so Ganztages-Workshops erinnern, die remote waren,
Wolfgang: wo ehrlich gesagt spätestens ab der Mittagspause niemand mehr was mitbekommen
Wolfgang: hat, weil die Leute einfach wie Zombies vorm Rechner hing und so halb eingeschlafen waren.
Wolfgang: Und da kann ich mich auch erinnern, dass so gerade in dieser Anfangszeit so
Wolfgang: eine Findungsphase stattgefunden hat, wo man dann mehr Pausen gemacht hat,
Wolfgang: interaktive Sachen gemacht hat,
Wolfgang: so Kleingruppenarbeit remote gemacht hat, anstatt so zehn Leute sind zusammen
Wolfgang: in einem großen Videocall und hören irgendwie zu, wie jemand was sagt.
Wolfgang: Da hat sich schon viel getan und deswegen fand ich es gerade auch spannend,
Wolfgang: dass du gesagt hast, dass ihr in der Academy eure Methoden dann auch überarbeitet
Wolfgang: habt für Remote-Geschichten und dann vielleicht auch neu entwickelt habt einfach.
Collin: Ja, also was übrigens dein, das war nochmal ein guter Hinweis,
Collin: dass man den ganzen Tag in so einem Videokorl sitzt.
Collin: Wir würden bei Remote Trainings immer empfehlen, das an halben Tagen zu machen.
Collin: Also das heißt, wenn ein Training eigentlich zwei Tage geht und man das vor
Collin: Ort auch in zwei Tagen am Stück machen würde, das dann in Remote an vier Vormittagen zu machen.
Collin: Das haben wir auch festgestellt das funktioniert deutlich besser und zwar eben
Collin: funktioniert eben besser wieder, der Lerneffekt ist einfach besser, es bleibt mehr hängen,
Collin: weil man es sonst nicht wirklich schafft, da acht Stunden am Stück aufmerksam zu sein Ja.
Wolfgang: So ein halber Tag finde ich ist auch echt noch okay, ich habe sowas auch schon
Wolfgang: gemacht, aber so Ganztages-Remote- Veranstaltungen, also da bin ich abends komplett
Wolfgang: erledigt und das saugt mir die komplette Energie raus.
Collin: Wobei, dass man das schon auch sagen muss, also unsere Trainings sind schon anstrengend.
Collin: Also das haben wir schon öfters als Feedback bekommen, dass man dann nach so
Collin: einem ganzen Trainingstag vor Ort sind die Teilnehmenden schon auch platt.
Collin: Also das heißt, da wird schon eben einiges vermittelt und dadurch,
Collin: dass sie eben auch so interaktiv sind und eben so stark auf Übungen und so sitzen,
Collin: hat man eben nicht so diese, sagen wir mal, Gelegenheit, wie man das bei so
Collin: einem ganz klassischen Training irgendwie kennt, dass man mal so für eine halbe
Collin: Stunde irgendwie so ausruhnt und sagt so, oh ja, ist schön, da werden mir jetzt schöne Folien gezeigt,
Collin: dann kann ich doch mal mich so ein bisschen meine Gedanken schweifen lassen.
Collin: Das gibt es da nicht. Aber das Feedback, was wir eben bekommen,
Collin: ist, es ist quasi eine positive Anstrengung oder eine positive Erschöpfung.
Collin: Du bist ja auch Ausdauersportler. Das heißt, das ist eben so,
Collin: wie wenn man nach einem langen Lauf oder nach einer langen Radtour irgendwie
Collin: dann zufrieden abends quasi nach Hause kommt und dann schön was isst und relativ früh ins Bett geht.
Collin: Also so ähnlich ist das bei unseren Trainings auch.
Wolfgang: Also da kann ich nur sagen, das ist ein gutes Gefühl. Colin,
Wolfgang: was ist denn, wenn jetzt ein Kunde kommt und sagt, hey hier gibt es eine Technologie,
Wolfgang: hier gibt es ein Thema, das für uns super spannend ist,
Wolfgang: könnt ihr da ein Training machen, da bräuchten wir was und du mal schaust und
Wolfgang: merkst, haben wir noch nie gemacht.
Wolfgang: Wie gehst du denn da vor, wenn so eine Situation entsteht? Also wenn es sie
Wolfgang: schon mal gab vielleicht.
Collin: Ja, die gab es oder gibt es regelmäßig, dass wir das machen? Also Also...
Collin: Ich muss ganz ehrlich sagen, wir hatten es jetzt noch nicht mit,
Collin: sagen wir mal, einer komplett neuen Technologie,
Collin: aber was es eben sehr oft gibt, ist, dass gesagt wird, naja,
Collin: also wir hätten zum Beispiel jetzt gerne ein Training für folgende Frontend-Technologie,
Collin: aber wir würden das wirklich sehr stark auf unsere Gegebenheiten hier fokussieren.
Collin: Also wir haben zum Beispiel vielleicht eigene Bibliotheken bei uns im Unternehmen
Collin: im Einsatz und wir würden ganz gerne,
Collin: dass nur die in dem Training vermittelt werden oder dass eben gleich schon mitgezeigt
Collin: wird, wie das funktioniert oder dass unsere Infrastruktur verwendet wird.
Collin: Also bei Power BI zum Beispiel, dass man sagt, wir möchten eben,
Collin: dass auch vermittelt wird, wie genau funktioniert Power BI bei uns.
Collin: Also das heißt, wo gibt es irgendwelche Datenquellen, wo kann ich anfragen und
Collin: zugreifen, wie kann ich das Ganze für mich einrichten.
Collin: Und wie wir das eben machen, ist, dass wir dann, das ist dann quasi ein Projekt.
Collin: Also das ist dann eben schon was, was jetzt nicht so in ein,
Collin: zwei Tagen Vorbereitung geht, sondern da gibt es dann eben wirklich ein Projekt.
Collin: Und wie das abläuft, ist, wir setzen uns da auch mit den verschiedenen Stakeholdern
Collin: zusammen, um erstmal auch zu identifizieren, für welche Zielgruppe ist dieses
Collin: Training eigentlich gedacht oder für welche Zielgruppen.
Collin: Manchmal gibt es da auch unterschiedliche und da gibt es vielleicht auch verschiedene
Collin: Ausprägungen Ausprägung so von dem Training und führen dann auch mit Repräsentanten
Collin: von diesen Zielgruppeninterviews, um zu verstehen,
Collin: einerseits, was haben die an Vorkenntnissen, wo kommen die quasi her und was
Collin: ist ihnen eben halt besonders wichtig und dann.
Collin: Gehen wir eben quasi mit unserer didaktischen Expertise und mit unserem didaktischen
Collin: Konzept hin und erarbeiten dann genau die Unterlagen, oft auch dann nicht komplett
Collin: alleine, sondern mit vielleicht noch jemandem von dem Kunden zusammen,
Collin: weil die Kundenspezifika kennen wir natürlich dann nicht.
Collin: Das heißt also dieses Wissen über die Bibliotheken, was ich gerade erwähnt hatte
Collin: oder über die Infrastruktur oder so, das muss dann von dem Kunden kommen,
Collin: aber wir würden dann eben genau helfen,
Collin: das entsprechend aufzubereiten und eben in Übungsaufgaben zu gießen und zu gucken,
Collin: dass da eben dann ein Training mal rauskommt.
Collin: Und dann, wenn das dann einmal entwickelt ist, also dieses Projekt ist dann
Collin: sozusagen abgeschlossen,
Collin: wenn dieses Training in der ersten Version da ist und dann wird das in den Schulungskatalog
Collin: von dem Kunden aufgenommen und ist dann darüber für die Mitarbeitenden da buchbar
Collin: und wir stehen dann eben als Trainer zur Verfügung.
Collin: Machen das natürlich dann auch agil, das heißt also dann werden dann vielleicht
Collin: zwei, drei Trainings durchgeführt, es gibt dann nochmal eine Feedback-Schleife
Collin: und dann werden wir mal eine Retrospektive gucken, was man an dem Training noch
Collin: irgendwie verbessern muss und dann läuft das aber,
Collin: kann das dann weiter in dem Trainingskatalog, oder ist es dann dauerhaft in
Collin: dem Trainingskatalog vorhanden und kann dann immer gebucht werden.
Wolfgang: Aber das erinnert mich schon an so ein ganz klassisches Projekt,
Wolfgang: nur dass man da halt keine Software entwickelt, sondern eben halt ein,
Wolfgang: Trainingskonzept entwickelt für den Kunden, dass da auch maßgeschneidert ist.
Wolfgang: Und wahrscheinlich lohnt es sich dann auch für den Kunden, dass dann dieses
Wolfgang: fertige Trainingskonzept regelmäßiger angewendet wird.
Wolfgang: Wenn man so einen Initialaufwand betreibt.
Collin: Genau, auf jeden Fall. Das macht dann eben nicht Sinn, wenn man das Ganze jetzt
Collin: nur ein- oder zweimal machen will, sondern wenn man das eben dann dauerhaft
Collin: in den Katalog aufnimmt und dann auch genug Nachfrage sozusagen hat,
Collin: dass man das regelmäßig durchführen kann.
Collin: Wir sind auch schon mal einen Schritt weitergegangen, also dass wir gesagt haben,
Collin: es geht jetzt hier nicht nur speziell um Training, sondern es geht wirklich
Collin: um eine noch etwas größer gefasste,
Collin: Ausbildung von einzelnen Leuten, also wo dann auch solche.
Collin: Dinge drin vorkommen, wie aufwendigere Hausaufgaben,
Collin: also wo es erstmal mehrere Trainings gibt, die sich eben um verschiedene Themen
Collin: kümmern, wo man eben sagt, wir wollen genau jemanden zu einer bestimmten Rolle
Collin: ausbilden Und dafür sind verschiedene Trainings notwendig.
Collin: Und dann gibt es aber eben ein Konzept, was diese Trainings insgesamt umfasst.
Collin: Also wo es dann eben, wie ich gerade gesagt habe, Hausaufgaben zwischen den
Collin: Trainings gibt, wo es Coaching gibt, wo es vielleicht auch für die Gruppe der
Collin: Trainierenden irgendwo ein größeres Projekt gibt, an dem die quasi begleitet arbeiten.
Collin: Also das heißt, wo unser Trainer dann auch als Coach fungiert und sagt,
Collin: ich gucke mir mal an, was ihr da gemacht habt, ich gebe euch Feedback dazu.
Collin: Wir können das dann auch wieder im Rahmen von einem Training mal thematisieren.
Collin: Ja, also wir können dann hingehen und sagen, okay, ich habe gesehen,
Collin: ihr habt die und die Sachen angewendet, da habe ich aber eben noch ein paar
Collin: Bemerkungen dazu, das können wir uns dann mal näher angucken.
Collin: Das heißt also auch solche Konzepte haben wir schon für Kunden entwickelt und ausgerollt, ja.
Wolfgang: Das ist sehr, sehr spannend. Also ich sehe da so quasi dann so drei große Stränge bei der Academy.
Wolfgang: Das eine sind fertige Trainings, die mal erstellt wurden und die man dann entweder
Wolfgang: so offen anbietet, das heißt ich melde mich an oder ein Kunde bucht sich die
Wolfgang: exklusiv für sein Team, sodass das dann ein Inhouse-Training ist.
Wolfgang: Dann haben wir darüber hinaus diese Customized Trainings, also ich sage,
Wolfgang: okay, wir haben jetzt vielleicht ein Kubernetes Admin Training,
Wolfgang: aber wir passen es jetzt mal an auf die Infrastruktur vom Kunden oder das von
Wolfgang: dir erwähnte Power BI Beispiel,
Wolfgang: dass wir sagen, okay, wir haben Power BI Training, aber wir schauen jetzt mal
Wolfgang: die Daten vom Kunden an, die Use Cases, passen es da an.
Wolfgang: So die mehr oder weniger Standard-Trainings, die es gibt und darüber hinaus
Wolfgang: noch super individualisierte Trainings.
Wolfgang: Wo man wirklich sagt, okay Kunde, du hast Problem XY, das möchtest du durch
Wolfgang: ein Training irgendwie lösen oder du hast hier Wissen, das du vermitteln möchtest
Wolfgang: und wir schauen jetzt, was es ist.
Wolfgang: Wir bauen das für dich ganz individuell auf, sodass wir es dann einfach im Repertoire
Wolfgang: für dich haben und dann regelmäßig auch halten können.
Wolfgang: Ja, sehr spannend. Colin, was mich noch interessieren würde zum Schluss ist
Wolfgang: natürlich der Blick in die Kristallcube.
Wolfgang: Wir haben ja vor allem momentan ein riesengroßes Thema, das große Thema KI.
Wolfgang: Und mich interessieren jetzt nicht, ob es irgendwelche KI-Trainings gibt,
Wolfgang: die gibt es wahrscheinlich oder wird es geben.
Wolfgang: Mich interessiert, wird das große Thema KI deiner Meinung nach irgendeinen Impact
Wolfgang: auf das Thema Trainings haben? Also vielleicht auf die Erstellung von Trainings,
Wolfgang: auf das Halten von Trainings.
Wolfgang: Wird es künftig vielleicht irgendwelche KI-Agents geben, die für mich ein Training
Wolfgang: halten, anstatt jetzt irgendwie eine Kollegin, die ein Training hält?
Collin: Ja, also ich glaube, es wird einen Einfluss haben, es wird einen Impact haben,
Collin: aber ich glaube nicht, dass es Trainer ersetzen wird.
Collin: Also was wir, wir hatten tatsächlich bei dieser Frage, werden Trainer ersetzt,
Collin: die hatten wir irgendwie schon so ziemlich kurz, nachdem ich angefangen habe,
Collin: die Academy aufzubauen.
Collin: Und zwar war da so ein bisschen das große Hype-Thema waren diese ganzen videobasierten Online-Kurse.
Collin: Also da gab es diese MOOCs, ja, also diese, wie heißt das, Massively Online
Collin: Open Courseware oder sowas.
Collin: Und es gibt ja mittlerweile auch dann bei Coursera oder auch einfach bei YouTube
Collin: oder so gibt es für ganz, ganz viele auch technische Themen gibt es auch teilweise
Collin: wirklich sehr gut gemachte,
Collin: sehr, sehr aufwendig produzierte Tutorials, Trainingskurse, die genauso Technologien vermitteln.
Collin: Aber das ist eben noch, das ist was anderes, das ersetzt diese Interaktion mit dem Trainer nicht.
Collin: Das kann vielleicht sogar eine Ergänzung sein. Teilweise benutzen wir solche
Collin: Ressourcen, auch wenn wir so Ausbildungsprogramme, wie ich sie gerade skizziert habe, aufbauen.
Collin: Also dass wir sagen, das sind dann auch Bestandteile, wo man sich im Selbststudium
Collin: dann mal bestimmte Sachen beibringen kann. Aber was wir eben merken ist.
Collin: Danach muss man dann aber die Möglichkeit haben, irgendwo interaktiv Fragen,
Collin: die dabei vielleicht entstanden sind, dann irgendwie zu adressieren und zu klären.
Collin: Da kommt dann wieder genau der Trainer ins Spiel. Und das heißt,
Collin: ich glaube, diese Komponente, die wird nicht durch KI ersetzt werden,
Collin: sondern wir werden weiter diese Beziehung brauchen.
Collin: Also das sind die aus dem didaktischen Konzept, was ich erwähnte,
Collin: dieses Connections, also die Beziehung zu anderen Lernenden,
Collin: die Beziehung zum Material und auch die Beziehung zum Trainer,
Collin: das werden wir weiterhin brauchen.
Collin: Was mich tatsächlich gerade so ein bisschen interessiert, wo ich,
Collin: aber muss ich auch ehrlich sagen, eher noch so ein bisschen rumprobiere,
Collin: wo ich noch kein fertiges Konzept habe, ist, was ich mir gut vorstellen kann,
Collin: ist, dass man was diese...
Collin: Was diese Anpassung von Unterrichtsmaterialien auf die jeweiligen Gegebenheiten
Collin: oder die Domäne des Kunden,
Collin: dass man dafür mit KI noch einen Schritt weiter gehen kann und zum Beispiel
Collin: jetzt in einem offenen Training tatsächlich vielleicht einzelne Teilnehmer abholen kann.
Collin: Also wenn ich jetzt zum Beispiel weiß, als Trainer, ich habe morgen ein offenes
Collin: Training und einer der Teilnehmer kommt aus der Automobilbranche,
Collin: dann habe ich jetzt aktuell nicht die Möglichkeit, da hinzugehen und zu sagen,
Collin: ah ja super, dann passe ich jetzt quasi die Übungsaufgaben für den so an,
Collin: dass das genau Beispiele aus der Automobilbranche sind,
Collin: weil ich das ja dann für zehn Teilnehmende oder so machen müsste.
Collin: Und das geht eben aktuell auch nicht mal eben in einer Stunde oder so.
Collin: Mit KI aber vielleicht schon.
Collin: Also vielleicht schaffen wir es, dass wir sagen können, hier sind unsere Übungsaufgaben,
Collin: transformier die doch mal in Übungsaufgaben, die dieselben Lernziele haben,
Collin: aber die eben aus der Domäne XY kommen.
Collin: Und das heißt, wir kommen damit eben vielleicht zu noch individualisierteren
Collin: Trainings und können damit tatsächlich noch passgenauer, noch spitzer die jeweiligen
Collin: Bedürfnisse adressieren.
Collin: Das ist was, was ich mir vorstellen kann, was funktionieren könnte.
Collin: Das würde auch eben sehr gut generell zu unserer Zielsetzung und so glaube ich passen.
Wolfgang: Ja, das ist auf jeden Fall spannend. Ich glaube auch so diese Hyperpersonalisierung
Wolfgang: von Dingen mit Hilfe von KI, das finde ich super spannend und KI-Technologie
Wolfgang: hier als leistungsfähiges Werkzeug zu verstehen,
Wolfgang: das finde ich auch ein sehr, sehr spannender Gedanke.
Wolfgang: Und ich glaube, da liegt auch in vielen Bereichen ein super großes Potenzial,
Wolfgang: dass man sich einfach die Arbeit, die man sonst eben selbst machen würde,
Wolfgang: jetzt in dem Beispiel diese Übungsaufgaben zu transformieren,
Wolfgang: dass man sich da unter die Arme greifen lässt und dann als Mensch sich die später
Wolfgang: nochmal anschaut und einen Check macht, ob das auch wirklich stimmt,
Wolfgang: da sparst du halt einfach schon mal sehr, sehr viel Zeit.
Collin: Beziehungsweise das ermöglicht eben, glaube ich, oder würde dann tatsächlich
Collin: eben erst was ermöglichen, was aktuell gar nicht geht. Also weil aktuell ist
Collin: es eben nicht möglich, diese Art von Zeit, die man dafür braucht,
Collin: um es selber zu tun, zu investieren.
Collin: Und das heißt, es ist nicht nur, dass es dann dem Trainer Zeit erspart,
Collin: sondern diese Zeitersparnis ist so groß, dass es tatsächlich überhaupt erst
Collin: was ermöglicht, was aktuell nicht möglich wäre.
Wolfgang: Ja, bin ich gespannt, was da passiert. Bin auch so gespannt,
Wolfgang: Conan, was es sonst noch irgendwie an vielleicht neuen Trainingsthemen dieses Jahr gibt.
Collin: Also XML auf jeden Fall habe ich jetzt gehört, ja.
Wolfgang: Ey, es kommt alles wieder. Es kommt alles wieder.
Wolfgang: Und ja, ich werde mal in den Trainingskatalog reinschauen. Wenn es seitens wirklich
Wolfgang: 30 verschiedene Sachen gibt, dann habe ich wahrscheinlich nicht auf Seite 2 geklickt.
Wolfgang: Und ja, mal schauen, was es da noch für mich vielleicht Interessantes gibt.
Wolfgang: Ansonsten muss ich sagen, ich finde das Konzept echt cool.
Wolfgang: Zum einen ist das sicherlich super spannend für Kunden, die jetzt irgendwie
Wolfgang: eine Weiterbildung suchen.
Wolfgang: Als Mitarbeitender finde ich es aber auch spannend, dass man halt dadurch die Chance hat,
Wolfgang: noch was so neben der eigentlichen Projektarbeit zu machen, also neben dem Arbeitsalltag
Wolfgang: und Wissensvermittlung ist eine coole Sache. Also ich weiß nicht,
Wolfgang: wie es andere Leute sehen.
Wolfgang: Ich finde es immer schön, Leuten was zu erzählen und zu erklären.
Wolfgang: Und ich glaube, das ist für viele Leute vielleicht auch nochmal so ein bisschen
Wolfgang: so eine Bestätigung, dass das, was sie tun, wertvoll ist und gut ist einfach.
Wolfgang: Und dass das ganze Wissen, dass man sich vielleicht im Laufe der Jahre so angearbeitet
Wolfgang: und antrainiert hat durch die klassische Arbeit, dass man das halt auch noch anders verwenden kann.
Collin: Da habe ich nichts dazu zu verliegen.
Wolfgang: Colin, schön, dass du da warst. Vielen Dank für deine Zeit und vielen Dank für
Wolfgang: die schönen Insights in die InnoVex Academy.
Collin: Vielen Dank nochmal für die Einladung, Wolfgang.
Wolfgang: Sehr gerne. Das war mein Gespräch mit Colin. Danke fürs Zuhören.
Wolfgang: Wenn ihr Feedback oder Fragen habt, dann schreibt mir gerne an podcast.innovax.de.
Wolfgang: Die nächste Folge von Digital Future kommt bald und bis dahin macht's gut und bleibt neugierig.
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