Tech-Ausblick 2026: KI-Agenten, AR & Security

Shownotes

Nachdem sich 2025 der erste KI-Hype gelegt hat und wir eine Normalisierung erleben, steht 2026 der nächste technologische Sprung bevor. In dieser Episode blickt Wolfgang Schoch gemeinsam mit den inovex-Experten Dominik Helleberg und Hans-Peter Zorn auf die IT-Trends des kommenden Jahres.

Im Zentrum der Diskussion steht die Evolution der Künstlichen Intelligenz: Der Weg führt weg vom reinen Chatbot hin zu autonomen Agenten, die komplexe Aufgaben in der Softwareentwicklung übernehmen. Doch nicht nur Software, auch Hardware rückt wieder in den Fokus. Während humanoide Roboter im Alltag noch auf sich warten lassen, mutmaßen die Drei, ob Smart Glasses dieses Jahr ihren echten Durchbruch erleben.

Gleichzeitig beleuchten die Experten die Schattenseiten und Notwendigkeiten dieser Entwicklung. Sie diskutieren, warum IT-Security – getrieben durch KI und Post-Quanten-Kryptografie – zur absoluten Basis-Qualifikation wird und wie Unternehmen im Spannungsfeld zwischen US-Hyperscalern und europäischer Datensouveränität navigieren sollten. Ein Deep Dive in das Potenzial echter Digitaler Zwillinge rundet diesen umfassenden Jahresausblick ab.

Für diese Folge von Digital Future gibt es ein vollständiges Transkript. Dieses Transkript wurde automatisiert erzeugt und nicht nachbearbeitet oder korrekturgelesen. Es wird daher sicher Fehler enthalten. Das Transkript ist als Ergänzung zu verstehen, um beispielsweise die Inhalte durchsuchbar zu machen. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort aus der Folge.

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Wolfgang: Willkommen bei Digital Future, dem Podcast über Technologie,

Wolfgang: Zusammenarbeit und Unternehmenskultur.

Wolfgang: Ich bin Wolfgang Schoch, Software Engineer bei Inovex. Und ich bewege mich seit

Wolfgang: vielen Jahren durch die IT.

Wolfgang: Als Entwickler, Suchtechnologie-Nerd, Berater und auch mal im Vertrieb.

Wolfgang: Kurz, ich kenne die Branche aus mehr als nur einer Perspektive.

Wolfgang: In diesem Podcast spreche ich mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichsten Bereichen.

Wolfgang: Menschen, die täglich an realen Problemen arbeiten, technologisch,

Wolfgang: organisatorisch und kulturell.

Wolfgang: Gemeinsam schauen wir hinter die Kulissen. Wie arbeiten wir eigentlich?

Wolfgang: Was funktioniert gut und was nicht? Und was bedeutet moderne Technologie in

Wolfgang: unserem Alltag wirklich?

Wolfgang: In dieser Folge spreche ich mit unserem CTO Dominik Helleberg und meinem Kollegen

Wolfgang: Hans-Peter Zorn über das Technologiejahr 2026.

Wolfgang: Wir spekulieren gemeinsam über die Entwicklungen und Trends,

Wolfgang: die uns in den nächsten Monaten bevorstehen und dabei wagen wir natürlich auch

Wolfgang: den ein oder anderen Blick in die Kristallkugel.

Wolfgang: Los geht's, viel Spaß beim Zuhören.

Wolfgang: Ja, hallo und herzlich willkommen zum ersten Podcast 2026.

Wolfgang: Wir hatten erst eine kleine Pause, aber wir starten heute ins neue Jahr mit

Wolfgang: einem kleinen Rückblick auf 2025 und mit einem Ausblick auf 2026.

Wolfgang: Und wir haben die guten Kristallkugeln hier am Start, um auch wirklich einen

Wolfgang: vernünftigen Blick in die Zukunft wagen zu können.

Wolfgang: Und bevor wir anfangen, würde ich vorschlagen, dass sich meine zwei Gäste mal

Wolfgang: ein bisschen vorstellen.

Wolfgang: Ihr wart beide schon mal hier zu Gast, aber für alle, die euch noch nicht kennen,

Wolfgang: fände ich es schön, mit einer kleinen Vorstellung zu starten.

Wolfgang: Hans-Peter, magst du vielleicht loslegen?

Wolfgang: Wer bist du und was machst du eigentlich bei uns, wenn du nicht gerade in die Zukunft blickst?

Hans-Peter: Ich bin Hans-Peter, ich bin jetzt...

Hans-Peter: Das ist krass, seit zwölf Jahren bei Ihnen wächst oder sind es schon zwölf oder dreizehn.

Hans-Peter: Ich bin Teamles in der DMA, also da, wo wir uns mit Daten beschäftigen und KI.

Hans-Peter: Ich kümmere mich um die Mitarbeiter dort, um das tägliche Geschäft auch zusammen mit meinen Kollegen.

Hans-Peter: Ich bin aber auch mit Dominik unterwegs, bei uns ein bisschen die technologische

Hans-Peter: Strategie mit zu prägen und ab und zu in die Zukunft zu schauen, wie heute zum Beispiel.

Hans-Peter: Und eben die richtigen Grundlagen zu legen, dass wir uns mit den Dingen beschäftigen,

Hans-Peter: die uns dann auch weiterbringen in den nächsten Jahren oder die wir brauchen einfach.

Hans-Peter: Und da haben wir verschiedene Möglichkeiten bei uns, das zu tun, die ich auch cool finde.

Wolfgang: Sehr schön. Vielen Dank Hans-Peter. Dominik, wie sieht es bei dir aus?

Dominik: Genau, ich bin Dominik, bin jetzt 14 Jahre tatsächlich bei InnoVex.

Dominik: Ich habe seit letztem Jahr eigentlich zwei Haupthüte auf, neben den vielen kleinen.

Dominik: Das eine ist natürlich Teamlead und auch Lead-TL in der AD zu sein,

Dominik: Application Development, und den CTO-Hut zu tragen und für mich wird 2026 dann

Dominik: auch das Jahr werden, wo ich den einen Hut abgebe.

Dominik: Nämlich aus dem operativen Geschäft mich zurückziehe, um dann quasi Vollzeit

Dominik: die CTO-Rolle auszufüllen, wo diverse Aufgaben zufallen.

Dominik: Unter anderem Glaskugeln suchen, polieren, reinschauen und gucken,

Dominik: was denn da drin stehen könnte.

Wolfgang: Das klingt auf jeden Fall sehr, sehr spannend, Dominik. Ja, spannend ist auch,

Wolfgang: Hans-Peter, du bist 13 Jahre dabei, du bist 14.

Wolfgang: 12, bei dir sind es 14, ich glaube, bei mir sind es auch 14 oder 15.

Wolfgang: Da kommt ja schon fast ein halbes Jahrhundert zusammen.

Dominik: Ja, ich hoffe, wir sind nicht zu angestaubt in unseren Ansichten hier,

Dominik: wenn wir schon so lange dabei sind.

Wolfgang: Ja, das mögen natürlich die Leute entscheiden, die uns jetzt zuhören.

Dominik: Ja.

Wolfgang: Wir haben sieben Themen für die Zukunft vorbereitet, aber davor wollten wir

Wolfgang: mal ganz kurz zurückblicken.

Wolfgang: 2025 liegt hinter uns und vielleicht kann ja jeder von uns mal so ganz kurz

Wolfgang: zusammenfassen, wie wir das Jahr erlebt haben, so auf der technologischen Ebene.

Wolfgang: Und ich fange vielleicht gerade mal an.

Wolfgang: Für mich persönlich war schon so dieses ganze KI-Thema so omnipräsent.

Wolfgang: Also 2025 war für mich das Jahr, in dem wirklich jeder Service,

Wolfgang: jedes Angebot und jedes Unternehmen noch irgendwo KI reingepackt hat.

Wolfgang: Und mich hat es ein bisschen erinnert an die 2000er, da gab es mal so einen

Wolfgang: Trend, da war überall Nanotechnologie drin.

Wolfgang: Es war überall Nanotechnologie drin. Du hast irgendwie einen Badeschwamm gekauft,

Wolfgang: da war ein Nanopartikel, der hat deine Haut besser irgendwie bearbeitet.

Wolfgang: Du hast Reinigungsmittel gekauft, da war ein Nanopartikel drin.

Wolfgang: Du hast eine Autopolitur gekauft, da war ein Nanopartikel drin.

Wolfgang: Es war überall Nanozeug drin. Und es gab damals einen Prozess,

Wolfgang: weil irgendjemand hat so eine Firma verklagt,

Wolfgang: weil jemand ist krank geworden und es ging glaube ich ein bisschen in die esoterische

Wolfgang: Ecke und da wurde eine Firma verklagt wegen irgendwelchen Nanopartikeln,

Wolfgang: weil die gefährlich für den Körper sind und die Firma hat dann vor Gericht gesagt,

Wolfgang: also wir sind nicht schuld, dass sie krank geworden sind, denn bei uns ist ja

Wolfgang: eigentlich gar keine Nanotechnologie drin.

Wolfgang: Das ist ja so ein Trend, da wollten wir quasi dabei sein.

Wolfgang: So kam es mir irgendwie 2025 vor. Es gab schon so einige Unternehmen,

Wolfgang: wo irgendwelche KI-Technologien drin waren und wo man das auch gemerkt hat.

Wolfgang: Aber es gab auch für meinen Geschmack super viel, wo es irgendwie gar keinen

Wolfgang: Sinn gemacht hat, da so einen KI-Aufkleber drauf zu machen, außer FOMO, Fear of Missing Out.

Wolfgang: Und das war für mich so 2025, was Technologie angeht. Und jetzt würde mich natürlich

Wolfgang: interessieren, wie ihr das Jahr wahrgenommen habt und vielleicht können wir

Wolfgang: ja bei der Reihenfolge bleiben.

Wolfgang: Hans-Peter, wie hast du 2025 wahrgenommen?

Hans-Peter: Also ich denke, das Jahr haben die Leute unterschiedlich wahrgenommen,

Hans-Peter: je nachdem, ob sie auf der enthusiastischen Seite sind oder auf der skeptischen Seite.

Hans-Peter: Für beide war, glaube ich, das Jahr der Reality-Check enttäuschend.

Hans-Peter: Also die Enthusiastiker haben gesehen, die Fortschritte sind eher inkrementell.

Hans-Peter: Die neuen Modelle, die...

Hans-Peter: Ob wir herausgebracht haben oder andere, waren aus Sicht derjenigen,

Hans-Peter: die jetzt da die großen Schritte erwarten, doch eher zurückhaltend bewertet.

Hans-Peter: Also es ist nicht quasi die allumfassende Intelligenz, die dabei rausgekommen

Hans-Peter: ist, sondern es sind inkrementelle Verbesserungen,

Hans-Peter: die zum Teil in Benchmarks super abscheiden, aber das, was für die Realität

Hans-Peter: nur eingeschränkt Auswirkungen hat.

Hans-Peter: Für die Skeptiker war es aber auch ein Reality-Check,

Hans-Peter: weil diese krementellen Verbesserungen tatsächlich in der Praxis und in der

Hans-Peter: Kombination mit anderen Technologien, also ich beziehe mich da vor allem auf den Tool-Use,

Hans-Peter: das heißt KI nutzt andere Software,

Hans-Peter: um etwas zu erreichen.

Hans-Peter: Dann doch erhebliche Fortschritte gemacht haben. Also gerade,

Hans-Peter: was vielleicht auch ich nicht ganz so auf dem Schirm hatte, was den Impact angeht, ist Code AI.

Hans-Peter: Also ich glaube, das, wo wirklich der größte Mehrwert und die größte Revolution

Hans-Peter: gerade am Gang ist, sind halt nicht, wie du sagst, die AKI in meiner Zahnbürste oder so,

Hans-Peter: sondern das, was für die meisten Menschen,

Hans-Peter: wenn sie nicht in der Softwareentwicklung arbeiten, vielleicht gar nicht so

Hans-Peter: sichtbar ist und deswegen gar nicht so wahrgenommen wird.

Hans-Peter: Aber genau dort passiert gerade das meiste.

Hans-Peter: Und unsere Annahme war da bisher und bleibt sie auch noch,

Hans-Peter: dass das weitgehend eine Assistenz ist und man immer Menschen braucht,

Hans-Peter: die da mit drauf schauen.

Hans-Peter: Das wird auch weiterhin so bleiben, aber die Anzahl an Arbeit,

Hans-Peter: die so ein KI-Agent am Stück machen kann, bevor ich wieder drauf schaue,

Hans-Peter: ist durchaus größer, als ich das Anfang des Jahres erwartet hätte.

Dominik: Genau, also würde ich so zusammenfassen, für mich war es oder ist das ja eine

Dominik: Normalisierung oder vielleicht auch Vereinfachung oder Verbesserung der Diskussion um KI geworden.

Dominik: Also am Ende hatten wir, wenn du dich am Anfang 25 erinnerst,

Dominik: waren die Diskussionen darum noch sehr stark emotional auch aufgeladen und wir

Dominik: waren in viel größeren Extremen unterwegs.

Dominik: Wir schaffen alle EntwicklerInnen ab demnächst, brauchen niemanden mehr bis

Dominik: zu KI wird die Welt zerstören.

Dominik: Und ich glaube, was wir geschafft haben oder was passiert ist in 25 ist,

Dominik: dass alle, die sich damit beschäftigt haben und auch die Unternehmen,

Dominik: die damit planen, in einem halbwegs realistischeren Horizont unterwegs sind.

Dominik: Also die Diskussionen sind meiner Empfindung nach nicht mehr so emotional aufgeladen,

Dominik: weil wir gelernt haben, dass die Extremszenarien nicht mehr so stark eintreten werden.

Dominik: Und wir haben auch eine grobere Einschätzung, wo wir denn rauskommen werden.

Dominik: Es ist nicht mehr so alles offen.

Dominik: Klar, es sind immer noch Leute, die da starke Meinungen zu haben,

Dominik: aber ich glaube, die Extrempositionen, da sind wir uns einig,

Dominik: KI wird nicht morgen den Planeten zerstören und KI wird auch nicht übermorgen

Dominik: dafür sorgen, dass wir alle in der Hängematte liegen und nicht mehr arbeiten müssen.

Dominik: Und das war alles noch im Optionsraum Anfang 25.

Dominik: Und ich glaube, das haben wir schon geschafft zu verstehen, dass das alles nicht

Dominik: passieren wird an der Stelle.

Hans-Peter: Also,

Hans-Peter: Meine persönliche Wahrnehmung ist, dass ich schon zwischen diesen beiden Extrem noch stehe.

Hans-Peter: Also ich nehme das sehr stark wahr, dass Leute auf mich zukommen und sagen,

Hans-Peter: ey, eure Einschätzung, ihr seid nur die Bedenkenträger und warum gehen wir da

Hans-Peter: so skeptisch ran und wie soll ich das denn verkaufen?

Hans-Peter: Und auf der anderen Seite seid ihr wahnsinnig, da brechen ja alle Dämme.

Hans-Peter: Und das ist so das Spektrum und das ist ganz schön herausfordernd,

Hans-Peter: dazwischen zu navigieren.

Wolfgang: Ja, ich finde auch, dass es sehr herausfordernd ist, gerade weil es so starke

Wolfgang: Extreme gibt an beiden Enden.

Wolfgang: Was mir so ein bisschen aufgefallen ist 2025, gerade wo du es auch erwähnt hast, Dominik,

Wolfgang: es gab ja auch so Fälle, dass große Unternehmen dann extrem viele Leute entlassen

Wolfgang: haben, weil sie gesagt haben, hey, wir entlassen jetzt 80 Prozent unserer Leute

Wolfgang: aus der Entwicklung, die brauchen wir nicht.

Wolfgang: Und dann gab es aber so drei, vier Monate später aber auch so Nachrichten,

Wolfgang: die Firmen versuchen wieder Leute einzustellen, weil die Leute weg sind.

Hans-Peter: Oder auch nicht, also weil es einfach ein Strommann war.

Hans-Peter: Also ich glaube, es war einfach ein Overhiring während Corona.

Hans-Peter: Diese Tech-Container haben einfach viel zu viele Leute eingestellt in der Zeit.

Hans-Peter: Und zu dem Zeitpunkt war Code.ai noch nicht so weit, dass es diesen Impact hatte.

Hans-Peter: Und es hat es, glaube ich, auch Standorte nur begrenzt.

Hans-Peter: Und aus meiner Sicht war das ein Stromer in der Ausrede, um den...

Hans-Peter: Um Leute zu entlassen oder schlanker zu werden.

Dominik: Also vielleicht bin ich da auch zu optimistisch, aber genau diese Extremata, die hat man 25 gesehen.

Dominik: Und gerade wenn du auf große Unternehmen schaust, die große Summen bewegen,

Dominik: waren da sehr hektische Ausschläge.

Dominik: Auch Microsoft hat ein paar interessante Moves gemacht. Einmal die komplette

Dominik: Datencenter-Ausbaustrategie zurückzufahren Mitte des Jahres,

Dominik: dann wieder hochzufahren.

Dominik: Was ich wahrnehme, ist, dass wir momentan uns zumindest bei den meisten Playern

Dominik: am Markt, auch da gibt es Ausnahmen, in einem Korridor befinden, der für mich,

Dominik: halbwegs planbar, halbwegs nachvollziehbar und eine halbwegs gute Strategie

Dominik: für die nächsten zwei, drei Jahre hat.

Dominik: Also wir haben, wenn man sich die großen Hyperscaler anguckt,

Dominik: aus meiner Sicht haben wir einen erwartbaren Horizont, was mit KI passieren wird und was nicht.

Dominik: Und da fühle ich mich persönlich schon deutlich sicherer und planbarer als das Anfang 2025 der Fall.

Dominik: Weil du hast immer noch Leute, die dir das Blaue vom Mühl versprechen,

Dominik: kommen wir bestimmt auch später noch zu, was 2026 uns doch alles auf dem Papier

Dominik: passieren wird und in der Realität dann doch nicht.

Dominik: Aber es ist nicht mehr so extrem wie Anfang 25.

Hans-Peter: Wie gesagt, also das, was ich mit dem Sturman rumwende, ich glaube,

Hans-Peter: das ist auf Vergangenheit.

Hans-Peter: Also zu dem Zeitpunkt war das so. Ich glaube, jetzt muss man es auch nochmal anders bewerten.

Wolfgang: Ja, ich meine, es gibt immer noch, glaube ich, keine bedeutende Softwarefirma,

Wolfgang: die nur aus einer Person besteht, wo man dann sagt, hey, ich habe hier 10.000

Wolfgang: Agents, die programmieren für mich, die entwickeln und machen das alles.

Wolfgang: Und es ist eine Ein-Mann-Firma, die jetzt irgendwie signifikant groß ist.

Wolfgang: Wer weiß, vielleicht erwartet uns das ja 2026. Ich weiß es nicht.

Dominik: Wenn man in die Glaskugel, nein.

Wolfgang: Ja, spannend. Ja, sollen wir da mal durchstarten? 2026 und ich schaue mal kurz

Wolfgang: hier auf den Zettel, was wir aufgeschrieben haben an Themen.

Wolfgang: Oh, ganz überraschend auf Platz 1 KI.

Wolfgang: Wie sieht es denn eurer Meinung nach aus 2026? In welche Richtung geht es?

Wolfgang: Und was mich mal von euch beiden Experten interessieren würde,

Wolfgang: wäre auch, was für KI-Bereiche werden denn vielleicht interessant 2026?

Wolfgang: Weil wenn wir über KI sprechen und wenn die Medien über KI sprechen und wenn

Wolfgang: man auf der Straße Leute nach KI fragt, dann sprechen die immer über LLMs.

Wolfgang: Aber KI ist ja ein riesengroßer Bereich.

Wolfgang: Gibt es da links und rechts von LLMs noch andere KI-Bereiche,

Wolfgang: die vielleicht irgendwo interessant sind 2026 oder spielt die nur eine Nebenrolle?

Hans-Peter: Ist aus meiner Sicht schwer zu prognostizieren, weil aktuell ist.

Hans-Peter: Einfach vom Invest hier, der Fokus da. Es gibt diese anderen Bereiche.

Hans-Peter: Ich glaube auch, dass da Potenzial ist, da wird geforscht, also es gibt ja Leute,

Hans-Peter: die dort auch Startups gründen, und so weiter,

Hans-Peter: oder auch versuchen, die Brücke zu schlagen zwischen der,

Hans-Peter: zwischen den LLMs und quasi symbolischen Ansätzen.

Hans-Peter: Das ist aber zum Großteil Forschung und da geht halt auch nicht so viel Geld rein.

Hans-Peter: Gerade deswegen ist der Fortschritt langsamer. Ich glaube schon,

Hans-Peter: tatsächlich, dass jetzt in dem kommenden Jahr,

Hans-Peter: immer noch das meiste in diese LNM-Welt reinfließen wird und das hat dort auch

Hans-Peter: mehr, also das hat dort auch mehr inkrementelle Schritte passieren werden.

Hans-Peter: Auch nicht der große Durchbruch, weil ich glaube auch, dass da,

Hans-Peter: hat man ja vor drei Jahren schon mal drüber gesprochen,

Hans-Peter: dass da quasi so ein Upper Limit ist, weil einfach die LLMs in dieser textuellen

Hans-Peter: Welt leben und nicht diese direkte Verbindung nach außen haben.

Hans-Peter: Und dass das reine Scaling einfach nicht das ist, was uns da die Riesendurchbrüche mehr bringen wird.

Hans-Peter: Aber inkrementelle Verbesserung, also wenn der LLM von einem bestimmten Task kommt,

Hans-Peter: statt 90 Prozent 95 Prozent in 95 Prozent der Fälle richtig machen kann,

Hans-Peter: kann das so eine Schwelle sein, wo plötzlich ein neuer Use Case tatsächlich möglich ist.

Hans-Peter: Also auch inkrementelle Verbesserungen an den Modellen können größere Entwicklungen

Hans-Peter: oder Möglichkeiten bringen in der tatsächlichen Anwendung, weil einfach ein

Hans-Peter: gewisser Schwellwert erreicht wird.

Hans-Peter: Das kennt man auch aus der Spracherkennung, wo ich ja so ein bisschen herkomme.

Hans-Peter: Wenn das Modell früher jedes fünfte Wort falsch verstanden hat, dann habe ich gesagt...

Wolfgang: Großartig. Der Wahnsinn, schon nur noch jedes fünfte Wort falsch.

Hans-Peter: Genau. Oder funktioniert für mich einfach gar nicht, wenn es dann nur noch jedes

Hans-Peter: zwanzigste ist, dann sage ich, ja okay, kann ich wieder arbeiten.

Hans-Peter: Und solche Effekte werden wir sehen.

Hans-Peter: Der zweite Effekt daraus abgeleitet, den ich sehe, ist, dass das Ganze um die,

Hans-Peter: Modelle, LLMs oder nicht, aber in dem Fall werden es LLMs sein,

Hans-Peter: das ganze Drumherum, das Tooling, das was oft auch als der Harness oder die Tools um das LLM herum,

Hans-Peter: bezeichnet wird, das wird immer wichtiger werden und das wird auch das werden,

Hans-Peter: was wirklich den Impact bringt.

Hans-Peter: Ich hatte ja schon gesagt, Code, AI war ein großer um.

Hans-Peter: War ein großer Lied letztes Jahr, auch wenn es nicht der Durchbruch war, den anderer.

Hans-Peter: Also es gibt immer Leute, die noch mehr erwarten.

Hans-Peter: Der Miss Habibis, glaube ich, hatte das gesagt, dass sie am Ende des Jahres

Hans-Peter: keine Entwickler mehr brauchen oder sowas.

Hans-Peter: Kein wörtliches Zitat, aber irgendwas in diesem Stile hat er mal gesagt gehabt.

Hans-Peter: Das ist nicht so, aber es hat sich viel getan und ich sehe da Produktivitätsgewinne.

Hans-Peter: Und diesen Effekt, der wird sich ausbreiten auf Bereiche außerhalb von Code.

Hans-Peter: Das heißt, sobald du in der Lage bist, deine Business-Probleme so zu formulieren, dass sie quasi,

Hans-Peter: kodifizierbar sind, dass du eine Beschreibungssprache hast, was irgendwas tut in der echten Welt,

Hans-Peter: kannst du die genau so umsetzen, wie jetzt der Coding-Agent-Code schreibt.

Hans-Peter: So kann er diese Tools benutzen, um Business-Prozesse zu modellieren.

Hans-Peter: Zum Beispiel habe ich mal als Experiment gesagt, okay, verstehe mir mal das

Hans-Peter: BIM-Format, das eben Häuser beschreibt.

Hans-Peter: Und nutze Tools, die dieses Format verstehen und mache mir da zum Beispiel eine

Hans-Peter: Energiewertberechnung draus für ein Haus.

Hans-Peter: Das funktioniert echt gut. Und ich glaube, in diese Richtung wird es gehen.

Hans-Peter: Da kommt aber jetzt gleich der erste Kavit dazu. Das Problem...

Hans-Peter: Dieser Arbeit ist, nicht das Ausrechnen. Das Problem ist, die Daten sind doof.

Hans-Peter: Also in dem BIM steht nicht drin, was du eigentlich brauchst.

Hans-Peter: Also da fehlen einfach Informationen.

Hans-Peter: Und da geht es dann wieder in der Richtung, wo man sagt, okay,

Hans-Peter: dann wäre es natürlich cool, wenn ich mit meinem Handy durchs Haus gehen könnte

Hans-Peter: und da drauf zeigen. Und die KI sagt, okay, zeig mir mal das.

Hans-Peter: Vielleicht kann ich das ja bewerten, was für ein Material das ist.

Hans-Peter: Und dann sind wir im Bereich Computer Vision.

Hans-Peter: Die können auch wieder VLM sein, muss aber nicht.

Hans-Peter: Also diese Verbindung zur echten Welt, das finde ich spannend.

Hans-Peter: Und dann ist es mir auch egal, ob das ein VLM ist oder ein anderes Computer

Hans-Peter: Vision Modell, was das erkennt.

Hans-Peter: Also wenn du jetzt in Richtung, wo siehst du die Entwicklung,

Hans-Peter: die Modelle sind dann eigentlich sogar gar nicht mehr so wichtig.

Hans-Peter: Es geht darum, wie verbinde ich das und wie mache ich diese Verbindung zu meinen

Hans-Peter: Business-Prozessen, wie kann

Hans-Peter: ich diese Abbildung machen, wie mache ich die Verbindung zur echten Welt,

Hans-Peter: wie kann ich das Modell verbinden mit den Dingen da draußen,

Hans-Peter: dass es versteht, worum geht es eigentlich.

Hans-Peter: Oder auch sich Informationen reinholt.

Hans-Peter: Und wie das dann passiert, ob das jetzt irgendwie ein Riesenmodell ist oder

Hans-Peter: ein kleines, ist mir als der, der das entwickelt, dann tatsächlich auch relativ egal.

Wolfgang: Okay. Wie siehst du es, Dominik?

Dominik: Im Prinzip ähnlich. Ich glaube, wir werden uns dieses Jahr nicht mehr so stark

Dominik: mit Modellen beschäftigen und sagen, das ist jetzt das tolle GPT-Irgendwas,

Dominik: sondern wir werden lernen, wie wir diese Modelle in Produkte so einbauen,

Dominik: dass sie eben das Produkt unterstützen.

Dominik: Und es wird eben nicht ein Chatfenster sein. Das ist wahrscheinlich eher das,

Dominik: was in Zukunft in den Hintergrund treten wird.

Dominik: Und wir werden uns eher überlegen müssen,

Dominik: Wie müssen wir unsere Produkte umbauen, dass sie Technologien benutzen?

Dominik: Das kann ein LLM sein, das wird aber auch immer mehr sein als nur ein LLM.

Dominik: Da wird es Code geben, da wird es Storage geben, da wird es Identity geben und so weiter und so fort.

Dominik: Und das wird uns dieses Jahr beschäftigen an der Stelle und das finde ich eigentlich

Dominik: auch gut, weil das nutzerzentrischer ist. Also die Diskussion letztes Jahr war

Dominik: sehr stark technologiegetrieben.

Dominik: Wir haben eine echt beeindruckende Technologie.

Dominik: Wie kriegen wir die eingesetzt? War eher die Debatte letztes Jahr.

Dominik: Ich glaube, dieses Jahr wird eher die Debatte sein.

Dominik: Wir haben die jetzt ganz grob verstanden. Wie kriegen wir es jetzt an den User

Dominik: und welchen Nutzen können wir daraus ziehen für uns?

Dominik: Und dann kannst du, klar, Coden ist einnutzen, aber zu sagen,

Dominik: ich kann jetzt irgendwelche Prozesse, die ich im Unternehmen habe,

Dominik: unterstützen, dadurch, dass ein Agent bestimmte Arbeitsschritte unternimmt,

Dominik: an welchen Schritten muss wieder der Mensch reingucken und so,

Dominik: das wird uns dieses Jahr beschäftigen.

Wolfgang: Ja, spannend. So zwei Punkte, die mich dann noch interessieren oder wo mich

Wolfgang: eure Einschätzung interessiert.

Wolfgang: Wie seht ihr denn jetzt 2026 die Entwicklung von A, Open Source Modellen und

Wolfgang: B, vielleicht auch den Trend hin zu lokalen Modellen, die auf Devices laufen?

Wolfgang: Ich finde das aus mehreren Gründen sehr interessant.

Wolfgang: Zum einen besteht ja Stand heute schon eine große Abhängigkeit zu wenigen Anbietern,

Wolfgang: die außerhalb von Europa liegen.

Wolfgang: Und ich glaube gerade so die Konzentration auch auf europäische Technologie,

Wolfgang: die ist ja auch letztes Jahr wieder sehr, sehr, sehr laut geworden.

Wolfgang: Und da wollen wir ja später auch noch ein bisschen drüber sprechen.

Wolfgang: Aber bei KI-Modellen, bei LLMs sehe ich persönlich schon so eine sehr,

Wolfgang: sehr starke Konzentration im amerikanischen Markt.

Wolfgang: Glaubt ihr, dass die Open-Source-Modelle dieses Jahr eine noch größere Rolle

Wolfgang: spielen könnten wie 2025?

Wolfgang: Oder glaubt ihr, dass die vielleicht eher weiter abgehängt werden?

Hans-Peter: Beides. Also ich glaube, dass die großen Konzerne haben einfach die Ressourcen,

Hans-Peter: diese Modelle zu machen.

Hans-Peter: Und wir in Europa sind da relativ erbringend.

Hans-Peter: Es gibt einen Player in Frankreich, Mistral, die sind da halbwegs noch dran.

Hans-Peter: Es gibt Initiativen in der EU, wo gerade irgendwie auch Ausschreibungen laufen.

Hans-Peter: Aber das wird dauern, bis da die entsprechenden AI-Factories oder Ähnliches

Hans-Peter: entsteht. und ob das dann alles so funktioniert, weiß man nicht.

Wolfgang: Meine Prognose, nein. Also ich habe ja eine Vergangenheit im Forschungsumfeld,

Wolfgang: im Europäischen, da waren oft große Ambitionen da.

Wolfgang: Der Output war meist überschaubar.

Hans-Peter: Ja, also entweder ist es überschaubar oder wir sind dann irgendwann dort.

Hans-Peter: Aber es hat sich halt in den fünf Jahren, die das gedauert hat,

Hans-Peter: bis wir da sind, herausgestellt, dass die Technologie mittlerweile da für sich

Hans-Peter: schneller angelangt ist.

Wolfgang: Wir haben es hervorragend dokumentiert.

Hans-Peter: Genau.

Hans-Peter: Ja, wir haben eine semantische Submaschine, die dann besser ist als Google.

Hans-Peter: Sorry, das war jetzt wahrscheinlich eine böse Seitenbemerkung.

Hans-Peter: So, China ist natürlich spannend. Da kommen ja direkt die Open Source-Modelle vor allem her,

Hans-Peter: die tatsächlich in bestimmten Bereichen kompetitiv sind, die tatsächlich auch

Hans-Peter: im Gegensatz zu den Amerikanern meiner Meinung nach aufgrund des,

Hans-Peter: äußeren Druckes nicht die Ressourcen zu haben, auch algorithmisch zum Teil mehr

Hans-Peter: Innovationen rausgebracht haben als die Amerikaner, wobei man das natürlich nicht genau weiß,

Hans-Peter: weil die amerikanischen Modelle kennen wir ja nicht im Detail,

Hans-Peter: was OpenAI und Tropic da wirklich macht.

Hans-Peter: Es kann durchaus sein, dass die da auch Innovationen drin haben,

Hans-Peter: von denen wir nichts wissen.

Hans-Peter: Aber so rein von außen drauf schauen, habe ich mehr gesehen,

Hans-Peter: was aus China kam, was tatsächlich an der Modellarchitektur Änderungen hervorgebracht hat.

Hans-Peter: Und diese Modelle kann man auch nutzen und die können wir auch in Europa vielleicht weiterentwickeln.

Hans-Peter: Ist aber der Gefahr, weil man sagen muss, oder weil meine Entsetzung ist,

Hans-Peter: dass China das nicht aus Altruismus freigibt,

Hans-Peter: sondern da eine Strategie dahinter steht, nämlich die Preise zu zeigen oder

Hans-Peter: irgendwas zu erreichen oder den amerikanischen Anbietern Probleme zu bereiten.

Hans-Peter: Also es geht, glaube ich, die Europäer sind da relativ egal,

Hans-Peter: wenn die das nutzen, ist es fein und gut,

Hans-Peter: aber der eigentliche Effekt ist, wir wollen zeigen, dass wir das auch können

Hans-Peter: und wir wollen vor allem es den Platz hier schon schwieriger machen und wenn

Hans-Peter: es rein darum geht, die Preise zu drücken.

Hans-Peter: Und darauf kannst du natürlich nicht bauen, weil wenn dieser.

Hans-Peter: Incentive irgendwann weg ist, dann haben die Technologie, werden sie auch selbst

Hans-Peter: nicht uns zur Verfügung stellen. Das heißt,

Hans-Peter: Das ist natürlich eine Sache, die ich ein bisschen immer gerne ausblende,

Hans-Peter: weil es einfach nicht so unser Turf ist.

Hans-Peter: Ich glaube, wir sind einfach zu klein und es gibt coole Dinge, die wir tun können.

Hans-Peter: Und wir wollen unsere Kunden enablen, die Technologie zu nutzen.

Hans-Peter: Aber wenn man natürlich den Blick aufs Ganze setzt, haben wir natürlich dann

Hans-Peter: ein Problem an der Stelle.

Dominik: Vor allem, weil man darf meiner Meinung nach nicht davon ausgehen,

Dominik: dass wenn man ein Open-Source-Modell verwendet, Dass man dann irgendwie souverän oder unabhängig ist,

Dominik: weil solange wie in der Regel ja die Art und Weise, wie die Modelle trainiert

Dominik: werden, die Trainingsdatensätze und so weiter nicht offen sind,

Dominik: also ich glaube, die einzig populäre Ausnahme, die wir da gerade sehen, ist Nvidia,

Dominik: bist du ja von dem Hersteller des Open-Source-Modells abhängig, wenn du es verwendest.

Dominik: Es ist natürlich besser als ein Closed-Source-Modell, aber du kannst nicht sagen,

Dominik: wir nehmen ein Open-Source-Modell und sind dann digital souverän.

Dominik: Und das ist auch meiner Meinung nach der Grund, warum zum Beispiel Nvidia jetzt

Dominik: sehr stark Richtung Open-Source pusht, weil sie gemerkt haben,

Dominik: okay, wir können das Feld nicht den Chinesen überlassen.

Dominik: Wir müssen eigene Modelle publizieren, weil es auch wieder ein Login,

Dominik: es gibt immer ein Vendor-Login zu dem, der das Open-Source-Modell publiziert.

Dominik: Und den möchte Nvidia gerne bei sich sehen. und wenn es so wäre,

Dominik: dass du es einfach rausgibst und jeder kann es beliebig in allen Dimensionen

Dominik: verwenden, dann wird es auch keiner machen.

Dominik: Das heißt, die Idee zu sagen, wir verwenden Open-Source-Modelle,

Dominik: die sind unabhängig, funktioniert nicht.

Dominik: Ich glaube, es würde Europa schon gut stehen, eigene Open-Source-Modelle zu

Dominik: entwickeln. Passiert ja auch hier und da.

Dominik: Auch wenn die nicht kompetitiv sind, auf allen Ebenen, reicht es vielleicht

Dominik: für bestimmte Use-Cases aus.

Dominik: Ich glaube, die Schweiz macht da auch was. Das ist auf jeden Fall der richtige Weg.

Hans-Peter: Allein um das Wissen aufzubauen und sich damit zu beschäftigen und, äh,

Hans-Peter: Wer weiß, vielleicht klappt es ja. Ich habe selbst den Fehler gerade gemacht.

Hans-Peter: Ich wollte es noch kurz erwähnen.

Hans-Peter: Wir haben immer von Open-Source-Modellen gesprochen.

Hans-Peter: Das ist aber der falsche Begriff. Das sind Open-Weights-Modelle.

Hans-Peter: Manchmal hast du den Code dabei, der das trainiert hat, das ist aber auch nicht mehr der Fall.

Hans-Peter: Und was du fast nie dabei hast, sind die Daten, mit denen die trainiert wurden.

Hans-Peter: Das heißt, du kannst so ein chinesisches Modell in Europa gar nicht replizieren.

Hans-Peter: Selbst wenn du wüsstest, welche Daten da drin sind,

Hans-Peter: Und während dürftest du es aus rechtlichen Gründen gar nicht tun.

Hans-Peter: Das ist meine Einschätzung. Ich weiß ja nicht, was drin ist,

Hans-Peter: aber ich bin mir relativ sicher, wenn du wüsstest, was Diebsegel reinsteckt,

Hans-Peter: dürftest du das in Europa nicht so nachbauen.

Wolfgang: Also auf jeden Fall nochmal eine sehr, sehr gute Ergänzung von dir,

Wolfgang: dass man da unterscheidet zwischen Open Source und so einem Open Ways Modell.

Wolfgang: Ich glaube, das ist eigentlich nochmal wichtig.

Wolfgang: Ja, wird spannend, was passiert 2026 im Bereich KI. Aber es wird auch spannend,

Wolfgang: was passiert im Bereich Roboter.

Wolfgang: Denn ich schaue mir unglaublich gern diese Videos an, wenn mal wieder irgendwie

Wolfgang: ein neuer Roboter, so ein humanoider Roboter vorgeführt wird.

Wolfgang: Und ich schwank so ein bisschen zwischen absoluter Begeisterung und Erinnerung

Wolfgang: natürlich an Terminator und Co.

Wolfgang: Und jetzt war, glaube ich, der letzte humanoide Roboter, der jetzt auf der CES

Wolfgang: vorgestellt wurde. Ich glaube, der war von Boston Dynamics.

Wolfgang: Und das sieht schon sehr, sehr beeindruckend aus, was der Kamerad da so auf

Wolfgang: der Bühne macht. und es gibt ja auch immer wieder mal Berichte,

Wolfgang: dass Roboter schon eingesetzt werden in Fabriken.

Wolfgang: Ich glaube, BMW setzt auch schon Roboter in der Produktion oder in der Forschung

Wolfgang: oder zumindest in schönen Promo-Videos ein.

Wolfgang: Das sieht schon ganz, ganz gut aus.

Wolfgang: Ja, da würde es mich interessieren, was passiert da 2026 vielleicht?

Wolfgang: Weil irgendwie wird ja immer versprochen, es kommen die Roboter entweder in

Wolfgang: die Produktion oder vielleicht auch in den Haushalt.

Wolfgang: Da finde ich es vielleicht ganz praktisch. Es gibt da durchaus Tätigkeiten,

Wolfgang: wo ich es gut fände, wenn der Roboter am Start ist.

Wolfgang: Wäsche zusammenlegen, bügeln, kochen.

Wolfgang: Massage.

Dominik: Wäre schön, wenn er dabei nicht aus Versehen deine Wohnung verwüstet.

Dominik: Das Ding, was wir glaube ich 2026 sehen werden,

Dominik: ist leider wahrscheinlich ein relativ großer Hype und ich nenne es auch mal

Dominik: bewusst Hype, weil der Markt ist natürlich riesig, das Potenzial ist super groß,

Dominik: wenn das funktionieren würde.

Dominik: An dem Konjunktiv weißt du schon, worauf ich hinaus will.

Dominik: Nach meiner Einschätzung stehen wir momentan an dem Punkt, dass Bewegungsabläufe,

Dominik: Aktuatoren, Mechanik, hat uns die KI schon sehr weit gebracht.

Dominik: Also die Bewegungsabläufe von den humanoiden Robotern speziell sind viel smoother

Dominik: als früher, viel kontrollierter.

Dominik: Und das erweckt den Eindruck, dass wir da schon sehr weit sind,

Dominik: was die Steuerung angeht.

Dominik: Und das ist momentan der große Schwachpunkt noch, warum ich glaube,

Dominik: dass wir da gerade intuitiv die Fähigkeiten der Roboter überschätzen.

Dominik: Weil die Fähigkeit völlig autonom und dann auch in der größten Herausforderung,

Dominik: nämlich in einem Haushalt unterwegs zu sein, die werden wir 2026 nicht sehen.

Dominik: Und es werden Firmen geben, die das versprechen, weil sie wahrscheinlich Venture

Dominik: Capital brauchen, weil sie wahrscheinlich auch investieren müssen in das Sammeln von Daten.

Dominik: Aber das wird nächstes Jahr oder dieses Jahr nicht passieren.

Dominik: Erste Einsätze in der Industrie kann ich mir durchaus vorstellen,

Dominik: weil es ein viel einfacheres Umfeld ist als zu Hause.

Dominik: Du hast ein kontrolliertes Umfeld, du hast abgesteckte Bereiche,

Dominik: du kannst darauf gezielt trainieren und der Revenue ist auch viel größer,

Dominik: den du da generieren kannst.

Wolfgang: Das Risiko ist auch viel geringer, aber wenn du eine Fehlfunktion hast, dann ist es versichert.

Wolfgang: Wenn du zu Hause eine Fehlfunktion hast und der Roboter bricht dir auf den Arm,

Wolfgang: dann ist das nochmal ganz was anderes. Dann kannst du dein Business zumachen.

Dominik: Und deswegen, also an die Wäsche zusammenlegen, das wird 2026 nix.

Dominik: Dass wir erste Roboter in Produktionseinsätzen

Dominik: in ganz gezielten Bereichen sehen, ja, das wird passieren.

Dominik: Aber die Challenge ist, und das sagen dir auch viele, die sich da auskennen,

Dominik: wir haben einfach die Daten und Trainingssätze nicht für den Einsatz zu Hause.

Dominik: Und deswegen gibt es gerade Initiativen, dass die die sammeln.

Dominik: Es gibt, glaube ich, einen Roboter, der verkauft wird, wo dann aber auch gesagt

Dominik: wird, wir teleoperaten den bei dir zu Hause. und um Daten zu sammeln.

Dominik: Also du kaufst dir quasi das Produkt und dann musst du davon ausgehen,

Dominik: dass da jemand mit einer VR-Brille ein paar hundert Kilometer entfernt irgendwo

Dominik: sitzt, den Roboter durch deinen Haushalt steuert und ja, dann legt er dir die

Dominik: Wäsche zusammen, also jemand anders.

Dominik: Dafür werden aber die Daten fürs Training der Roboter, also an dem Punkt stehen wir gerade.

Hans-Peter: Genau, also ich glaube, wir sind so ein bisschen an dem Punkt,

Hans-Peter: wo das autonome Fahren zum Zeitpunkt der Grand Challenge war.

Hans-Peter: Also wir haben viele Centrohren und die Autos damals waren dann in der Lage,

Hans-Peter: tatsächlich entsprechend da durchzunavigieren und zumindest ans Ziel zu kommen.

Hans-Peter: Und das war sehr beeindruckend und hat diesen Hype dann ausgelöst.

Hans-Peter: Es ist aber immer noch nicht so, dass die volle Autonomie da ist.

Hans-Peter: Und ich habe letzte Woche einen Podcast gehört.

Hans-Peter: Ich meine, es war bei Hartford. Ja.

Hans-Peter: Da hat jemand, der ein Start-up in dem Bereich hat, das nochmal so eingeschätzt.

Hans-Peter: Was passiert war die letzten Jahre, was so beeindruckend ist,

Hans-Peter: dass die Modelle, die direkt auf die Sense One reagieren, die wurden gut.

Hans-Peter: Und dadurch kannst du halt dieses Ausweichen, Navigieren, Reagieren,

Hans-Peter: Stabilität und so weiter, das war ja früher super schwer und das beeindruckt natürlich jetzt,

Hans-Peter: wenn du den Roboter schubsen kannst und er weicht aus oder fängt sich wieder

Hans-Peter: oder so, das finde ich krass.

Hans-Peter: Weil ich nie gedacht habe, was geht, also verstehe ich nicht falsch.

Hans-Peter: Und auch in gewisser Weise da zu navigieren, aber was mir nicht bewusst war,

Hans-Peter: also laut ihm, ich habe jetzt den Namen nicht mehr im Kopf, ist es relativ neu,

Hans-Peter: dass Vision, also Vision,

Hans-Peter: tatsächlich Video mit in das Modell reinfließt.

Hans-Peter: Also vieles, was die Roboter bisher gemacht haben, war sensuig.

Hans-Peter: Und dieses, ich habe einen Plan und ich verstehe semantisch,

Hans-Peter: ich muss jetzt daraus rumgehen und das macht keinen Sinn, wenn ich über den

Hans-Peter: Tisch drüber steige, das ist noch schwierig.

Hans-Peter: Und das sind wir auch wieder so ein bisschen im Bereich, wo wir bei den LLMs

Hans-Peter: waren, diese Verbindung zur echten Welt.

Hans-Peter: Was ist das jetzt und was bedeutet das? wie muss ich dann planen,

Hans-Peter: damit ich was Sinnvolles tue, ist glaube ich noch schwieriger als man denkt,

Hans-Peter: und ich glaube, das wird noch eine Weile dauern, ist aber auch nicht ganz mein

Hans-Peter: Bereich, aber Bauchgefühl ist, das stimme ich,

Hans-Peter: Dominik zu, das ist ein Hype und da wird es Enttäuschung geben,

Hans-Peter: ich glaube, das wird noch ein paar Jährchen dauern, bis es jetzt kommt.

Wolfgang: Also ich kann mir das auch gut vorstellen, dass wir da vielleicht nicht dieses

Wolfgang: Jahr, aber die nächsten Jahre der Durchbruch in der Industrie was sehen,

Wolfgang: weil es eben halt einfach eine kontrollierte Bedienung ist,

Wolfgang: weil es da keinen Tisch gibt oder ein Modellauto auf dem Boden,

Wolfgang: wo ich vielleicht drüber steigen muss, sondern ich mache einfach die gleichen

Wolfgang: Schritte immer und habe hierdurch eine Automatisierung.

Wolfgang: Ich glaube, Einsatz im Haushalt, neben den ganzen technischen Voraussetzungen,

Wolfgang: hast du ja auch noch ganz andere Challenges.

Wolfgang: Also du musst Menschen ja erstmal dazu bringen, dass sie das Vertrauen überhaupt

Wolfgang: haben, dass sie so eine Maschine zu Hause reinlassen. Und das ist ja nochmal

Wolfgang: was anderes wie ein Staubsaugeroboter.

Wolfgang: Das ist, glaube ich, noch mal was anderes, was man nicht unterschätzen darf.

Wolfgang: Wird sicherlich sehr, sehr spannend.

Wolfgang: Was auch spannend wird, Dominik, wir haben uns, glaube ich, letztes oder vorletztes

Wolfgang: Jahr mal unterhalten über das Thema AR.

Dominik: Ja.

Wolfgang: Und letztes Jahr kann ich mich erinnern, da habe ich das Video gesehen von Meta.

Wolfgang: Die hatten diese AR-Brille, die hieß Orion.

Wolfgang: Irgendwie ein Prototyp, der unglaublich teuer war, der Prototyp.

Wolfgang: Aber der sah aus wie so eine coole Ray-Ban Sonnenbrille und da war aber alles

Wolfgang: mögliche in Technik drin.

Wolfgang: Also mal, um es mir mal einfacher worden zu sagen, halt zwei so Displays,

Wolfgang: hat man aber nicht gesehen, sah aus wie eine Sonnenbrille, kleiner Computer und so weiter.

Wolfgang: Und das sah echt aus nach Science Fiction und das sah vor allem auch so aus,

Wolfgang: wie wir uns da mal unterhalten haben über AR, dass das die Zukunft ist.

Wolfgang: Und jetzt haben wir 2026.

Wolfgang: Ich habe immer noch nicht so eine coole Brille daheim. Mangelsverfügbarkeit, bin ich ganz ehrlich.

Wolfgang: Wie sieht es aus 2026, ich meine wir hatten als großes AR Produkt was mega krass

Wolfgang: gehypt war zumindest bevor es auf den Markt kam war natürlich die Vision Pro

Wolfgang: von Apple die war sehr cool, bevor man die kaufen konnte,

Wolfgang: ich weiß nicht ob die heute noch kaufbar ist ja doch.

Dominik: Die haben wir sogar ein Hardware Upgrade noch rausgebracht mit dem M5,

Dominik: aber das ist ja auch eher eine VR oder eine Mixed Reality Brille und ich glaube was,

Dominik: Meta sehr schmerzhaft gelernt hat und was der Markt jetzt sieht,

Dominik: ist, dass das mit dem Metaverse und dem VR doch irgendwie nicht das Riesending

Dominik: wird, um es mal ein bisschen flapsig zu formulieren.

Dominik: Und das war eigentlich, hatten das mehrere Leute schon vorhergesagt.

Dominik: Interessanterweise auch mal der Tim Cook von Apple hat das auch schon vor ein

Dominik: paar Jahren gesagt, dann haben sie trotzdem eine VR-Brille rausgebracht und,

Dominik: Das Potenzial von AR-Brillen ist einfach so viel größer, haben wir ja damals

Dominik: auch drüber gesprochen, weil du sie eben im Alltag tragen kannst und weil sie

Dominik: dich nicht so beeinträchtigen.

Dominik: Und wir werden 26, das wird der Anfang sein, also ich glaube auch noch nicht,

Dominik: dass das Durchbruch das Durchbruchsjahr wird, dafür ist einfach eine Marktdurchdringung, braucht einfach Zeit.

Dominik: Aber das erste Produkt, was Meta jetzt kommerziell rausgebracht hat,

Dominik: die Ray-Ban mit dem Display drin, zeigt schon das Potenzial.

Dominik: Das ist auch in der Preisrange, die akzeptabel ist. Und du hast dann eben ein

Dominik: Display in deiner Brille gepaart mit deinem Smartphone und es wird dir schon

Dominik: im Alltag ein paar Sachen abnehmen.

Dominik: So vielleicht 10, 20 Prozent der Cases, die du sonst auf dem Smartphone machst,

Dominik: kannst du dann machen, ohne dein Smartphone aus der Tasche zu nehmen.

Dominik: Und was wir sehen werden, ist, dass es weitere Produkte gibt.

Dominik: Google hat welche angekündigt, Samsung hat welche angekündigt,

Dominik: bei Snapchat wird es weitergehen.

Dominik: Bei Apple gibt es wie immer starke Gerüchte, dass die auch eine Brille bringen werden.

Dominik: Und wenn die Produkte im Laufe des Jahres wahrscheinlich erst Richtung Q3,

Dominik: Q4 auf den Markt kommen, dann wirst du das Erste haben, was du immer hast.

Dominik: Du wirst dann sehen, okay, es gibt Leute, die sich da viel vorstellen können.

Dominik: Es wird so ein kleiner Hype darum entstehen, aber in diesem Fall auch aus meiner

Dominik: Sicht berechtigter als bei den VR-Brillen.

Dominik: Weil wenn du irgendwann in der Lage bist, von verschiedenen Herstellern Brillen

Dominik: zu kaufen für einen Preispunkt, der akzeptabel ist, also unter 1.000 Euro.

Dominik: Bei Apple wird es drüber sein, aber das akzeptieren ja auch alle, die Apple kaufen.

Wolfgang: Das sind auch die eyeglasses.

Dominik: Ja, das wären auch die besten, natürlich. Dann hat es das Potenzial,

Dominik: in 2027 zu einem Device zu werden, was durchaus in der breiteren Masse Akzeptanz

Dominik: finden wird, meiner Meinung nach.

Wolfgang: Vielleicht so ähnlich wie damals die Marktdurchdringung von der Smartwatch?

Wolfgang: Ich meine, wir hatten irgendwie ganz frühe Modelle wie die Pebble damals,

Wolfgang: die hatten glaube ich echt nur absolute Early Adopter oder Nerds,

Wolfgang: aber als so die erste Apple Watch rauskam,

Wolfgang: es gab dann später auch von Samsung gab es eine,

Wolfgang: ich glaube von Google direkt auch, das war ja auch vielleicht so eine Zeit von

Wolfgang: vielleicht drei Jahren,

Wolfgang: wo man am Anfang gesagt hat, hä, wer braucht sowas?

Wolfgang: Ich habe doch mein Smartphone in der Hosentasche, ich brauche das doch nicht

Wolfgang: auf der Uhr, bis hin zu, hey, guck mal, es gibt ein neues Modell.

Dominik: Ja, und ich glaube, das ist eine schöne Analogie, weil auch Apple wusste,

Dominik: glaube ich, nicht am Anfang, dass die Smartwatch ein Health-Device wird.

Dominik: Weil das ist es ja de facto heute.

Dominik: Also die meisten Leute tragen das nicht, weil es eine coole Uhr ist,

Dominik: sondern weil es unfassbar viel Daten und Infos liefert zu Sport,

Dominik: deiner Gesundheit und so weiter.

Dominik: Das ist ja der Selling Point von der Apple Watch mittlerweile.

Dominik: Und das war nicht klar. Und ich glaube, das werden wir mit den Brillen auch erleben.

Dominik: Es ist noch überhaupt nicht klar, für was diese Brillen dann primär super geeignet sind.

Dominik: Ist es für Kommunikation, für Videocalls, für Chats?

Dominik: Ist es für Informationsverarbeitung? Ist es für Navigation? Wir werden es rausfinden.

Dominik: Aber ich glaube, dass die Technologie einfach da sein wird und auch usable sein

Dominik: wird, also dass sie dich nicht so stark einschränkt wie eine VR-Brille,

Dominik: dass es genug Leute geben wird, die das ausprobieren.

Dominik: Und natürlich spielt da auch, sorry, muss man auch sagen, KI wieder eine große

Dominik: Rolle, weil die Interaktion über Sprache und auch über das, was die Brille sieht,

Dominik: also Google hat da echt ein paar beeindruckende Demos, ähm,

Dominik: dir relativ viel abnehmen wird. Also Google kann zum Beispiel ja im Prinzip,

Dominik: jetzt kannst du da ein bisschen creepy vom Datenschutz werden,

Dominik: die können die ganze Zeit mitgucken auf dem Videostream, was du so tust.

Dominik: Und dann kann das Modell dir hinterher sagen, wenn du fragst,

Dominik: wo habe ich denn meinen Schlüssel hingelegt? Den hast du auf dem Tisch liegen lassen, in der Küche.

Dominik: Und das ist nicht so weit weg, weil das Processing findet auf dem Smartphone und der Cloud statt und,

Dominik: kannst du jetzt wieder sagen, findest du das creepy oder nicht,

Dominik: aber da steckt auf jeden Fall genügend Potenzial drin, dass es sich in deinen

Dominik: Alltag so integriert, dass es einen Mehrwert liefert und dann kaufen es die Leute auch.

Wolfgang: Oder dass es mir im Meeting immer genau sagt, wer ist mein Gegenüber,

Wolfgang: was für wichtige Punkte gibt es, die ich jetzt noch ansprechen muss,

Wolfgang: was mag der Dominik, was sind vielleicht so Themen, wo er gar nicht gut reagiert, also VR,

Wolfgang: besser nicht ansprechen beim Dominik, AR auf jeden Fall, wenn es sich auch super praktisch.

Hans-Peter: Es gab es ja vor Jahren, als die Google Glass rauskam, schon den Begriff Glass Hole.

Hans-Peter: Für Leute, die quasi sich über die Informationen über das Gegenüber haben einblenden

Hans-Peter: lassen und versucht haben, entweder das auszunutzen oder auszusmarten.

Dominik: Jede Technologie hast du auch da Anwendungsfälle, die möchten wir alle nicht

Dominik: haben und trotzdem wird es jemand ausprobieren.

Wolfgang: Absolut. Ja, wenn wir so viel Technologie haben und auch so viel Daten haben,

Wolfgang: die irgendwo erhoben und prozessiert werden, dann ist natürlich auch das Thema

Wolfgang: Datenschutz super wichtig.

Wolfgang: Datenschutz und so Security, also die Sicherheit von Systemen,

Wolfgang: dass da nicht irgendjemand unbefugt drankommt, ist wichtig, finde ich.

Wolfgang: War bei uns ja auch schon die ganzen letzten Jahre immer schon ein wichtiges

Wolfgang: Thema. Wir haben ja zum Glück auch einige Leute, die sich da dediziert mit beschäftigen

Wolfgang: und da auch immer sehr gewinnbringend in Projekten unterstützen können und beraten können.

Wolfgang: Wenn wir jetzt aber noch mehr Daten haben und noch mehr Daten,

Wolfgang: die vielleicht auch sehr hoch in die Privatsphäre eingreifen,

Wolfgang: Gesundheitsdaten von der Uhr,

Wolfgang: weitere Informationen, dann müssen da unsere Systeme ja immer sicherer werden.

Wolfgang: Oder muss man vielleicht immer mehr investieren, um auch da sicherzustellen,

Wolfgang: dass da möglichst alles getan ist?

Wolfgang: Was seht ihr da für Entwicklungen 2026? Wird es da neue Herangehensweisen geben?

Wolfgang: Gibt es vielleicht komplett neue Bereiche, die wir jetzt noch gar nicht so auf

Wolfgang: dem Schirm hatten, wo wir uns drum kümmern müssen?

Hans-Peter: Also eigentlich wird nichts kommen, was nicht sowieso kümmern.

Hans-Peter: Auf der Handweg, dass das getan werden sollte, müsste.

Hans-Peter: Ich,

Hans-Peter: glaube,

Hans-Peter: overhyped ist das ganze Thema AI für Security,

Hans-Peter: weil das alles quasi Pflaster oben drauf sind.

Hans-Peter: Eigentlich brauchst du Architekturen, die secure by design sind.

Hans-Peter: Und das ist schwer und zum Teil auch gerade im KI-Bereich nicht möglich.

Hans-Peter: Und da wird es super spannend, weil das dann immer ein Trade-Off ist.

Hans-Peter: Und da gehen die Meinungen auch stark auseinander.

Hans-Peter: Also ich bin der Meinung, dass man mit diesem Trade-Off umgehen können werden muss.

Hans-Peter: Aber man muss transparent machen, man muss Guardrails haben.

Hans-Peter: Aber das ist weder ein kompletter Blocker für diese Technologie,

Hans-Peter: noch gibt es die Möglichkeit, das wirklich sicher zu machen komplett.

Hans-Peter: Also es ist ein Trade-off und das macht es immer schwierig.

Hans-Peter: Gerade im Bereich agentische KI gibt es große Herausforderungen.

Hans-Peter: Ich genau diesen Ansatz fahre, wo ich beide Sichten sehe, also wenn man in den

Hans-Peter: Markt reinschaut, ist da großer Wild West.

Hans-Peter: Über Security, Prompt Injection und ähnliche Dinge spricht meiner Meinung nach eigentlich keiner.

Hans-Peter: Ja, was ich wahnsinnig, aber es ist so offensichtlich, dass ich es schon sehr

Hans-Peter: erstaunlich finde, dass es einfach ignoriert wird und sagt so, ja,

Hans-Peter: hoffen wir mal das Beste und ich sage, böses Ellen,

Hans-Peter: machst du nicht, wird das nächste Mal nicht tun und hoffe, dass das hilft. Das ist es nicht.

Hans-Peter: Das finde ich erstaunlich und wir sind da noch nicht so weit,

Hans-Peter: dass wir wirklich die Erfahrung haben, dass wir uns sehr gut durchnavigieren können,

Hans-Peter: was sind denn die Signs, was sind Kontexte, wo man solche Dinge gut und trustworthy betreiben kann.

Hans-Peter: Und das hängt super stark vom Einsatzgebiet an, wie stark ist der User involviert,

Hans-Peter: inwiefern ist das eher ein Backend-Prozess, der irgendwas tut,

Hans-Peter: da kann ich es relativ stark,

Hans-Peter: kontrollieren und kann sagen, okay, ab da habe ich ein Problem,

Hans-Peter: da muss ich es filtern oder muss ich es blocken.

Hans-Peter: Wenn ich den User frage oder so, dann ist es immer so, ach, das ist typischer, wenn ich auf die.

Hans-Peter: Bankend-Seite gehe und er sagt, ja, brauchst halt die Popper.

Hans-Peter: Dann mach doch dann einen Popper-Blocker oder einen Death-Blocker raus.

Hans-Peter: Und dann sag ich, ja, Mist, ist wurscht.

Hans-Peter: Zulassen, zulassen, zulassen. Und dann habe ich natürlich ein Problem.

Hans-Peter: Genau, also das wird auf jeden Fall ein großes Thema sein. Ähm,

Hans-Peter: Und ich glaube halt, es ist nicht schwarz-weiß. Es ist nicht lösbar,

Hans-Peter: aber es ist auch kein kompletter Blocker.

Dominik: Genau, also wir werden es lernen müssen, damit umzugehen. Es ist erstmal wichtig,

Dominik: dass man transparent darüber spricht.

Dominik: Was super spannend werden wird, wir werden so Pseudoprodukte sehen,

Dominik: die das versuchen zu lösen, wie immer bei Security, Stichwort Schlangenöl.

Dominik: Also es wird Leute geben, die dann so Kontextfilter oder Prompt Injection Filtering

Dominik: anbieten und so und das wird alles am Ende höchstwahrscheinlich nicht funktionieren

Dominik: können, aber weil der Demand da ist.

Dominik: Also Leute wollen KI und wollen es sicher und wenn dir dann jemand eine Lösung

Dominik: bietet, dann sagst du geil, dann nehme ich die und das wird eine Debatte 2026 werden.

Wolfgang: Ich notiere mir das direkt mal als kleines Geschäftsmodell für nebenher.

Dominik: Ja, kannst du machen. Aber es wird auch außerhalb von KI noch Dinge geben,

Dominik: mit denen wir uns beschäftigen müssen oder sollten.

Dominik: Ich glaube, das BSI hat tatsächlich jetzt auch mal noch was dazu geschrieben.

Dominik: Also Quantenware Encryption ist ein Thema, das man sich auf jeden Fall 2026 mal anlesen sollte.

Dominik: Bitte ohne irgendwie Druck und Panik, aber einfach, dass man mal schaut,

Dominik: wo macht es schon Sinn, auf Algorithmen zuzugreifen, die ausgereift genug sind,

Dominik: dass man eben schon sicher ist, dass man Dinge so verschlüsselt und über die typischen,

Dominik: RSA und elliptischen Verfahren hinausgeht, dass man da auch darauf vorbereitet

Dominik: ist, wenn in keine Ahnung, wie viele Jahre in die Quantencomputer kommen,

Dominik: dass man dann aber nicht schon genug Daten rumgelegt hat, die dann entkryptet

Dominik: werden können oder decryptet werden können.

Dominik: Das wird auf jeden Fall ein Thema sein, was man sich als Softwareentwickler

Dominik: ruhig mal entspannt 2026 auf die Agenda schreiben kann, wenn man irgendwo was

Dominik: mit Verschlüsselung macht.

Wolfgang: Ja, krass. Dieses Quantencomputing-Thema finde ich super spannend.

Wolfgang: Ich meine, irgendwelche,

Wolfgang: Die Skeptiker stellen ja gerne auch die Frage, was haben wir als erstes,

Wolfgang: Fusionskraft oder Quantencomputer, weiß ich nicht, aber es gibt beispielsweise

Wolfgang: aus Karlsruhe hier auch ein Unternehmen,

Wolfgang: mit dem wir auch mal zusammen gearbeitet haben, die beschäftigen sich mit Quantenalgorithmen

Wolfgang: und die führen die natürlich nicht auf den Quantencomputerausstand heute,

Wolfgang: sondern auf so High-Computing-Systemen,

Wolfgang: so High-Performance-Computing-Systemen, Aber die entwickeln schon Algorithmen,

Wolfgang: die man dann später halt einfach auf dem Quantencomputer draufpacken kann,

Wolfgang: um also heute halt auch schon bereit zu sein, entweder zum Encryption geht oder

Wolfgang: irgendwelche physikalischen Simulationen etc.

Wolfgang: Und das ist ganz, ganz spannend. Und was Security angeht, also gerade so diesen

Wolfgang: Punkt, so agentische Systeme, die ja vielleicht jetzt auch 2026 stark kommen,

Wolfgang: da finde ich es auch super spannend, denn wenn du was automatisierst durch Agenten,

Wolfgang: dann kann da mitunter viel dranhängen und vielleicht hast du aber so eine große

Wolfgang: Menge an Output, dass das ein Mensch gar nicht mehr überprüfen kann.

Wolfgang: Und ich finde so ein gutes Beispiel dafür, das ist die Safe Browsing API von Google.

Wolfgang: Die ist ja, ich sage mal wahrscheinlich so der große Gatekeeper im Internet,

Wolfgang: weil wir benutzen die ja alle.

Wolfgang: Jeder Browser nutzt die und wer es nicht kennt, das ist letztendlich eine große

Wolfgang: Liste, vereinfacht gesagt, mit lauter bösen URLs.

Wolfgang: So, wenn du mit dem Browser auf eine Webseite schaust, wird das abgeglichen,

Wolfgang: dass es halbwegs anonymisiert, dass Google das nicht genau mitbekommt,

Wolfgang: aber da wird quasi geschaut, ist jetzt, weiß ich, innerwex.de auf der Liste und wenn die da

Wolfgang: draufsteht, die URL, dann kriegst du so eine große rote Fehlermeldung und,

Wolfgang: Die ganzen Google-Produkte haben es integriert, so Gmail hat es integriert und

Wolfgang: du kriegst das auch unter dem kommerziellen Namen für deine internen Systeme

Wolfgang: kannst du das auch holen, also im Intranet etc.

Wolfgang: Und Google nutzt da zum Beispiel auch AI-Agents, um Webseiten,

Wolfgang: die gecrawlt werden, zu analysieren.

Wolfgang: Und man hat bei Google, keine Ahnung, so VMs, wo die dann ausgeführt werden,

Wolfgang: wo man guckt, ist da irgendwie Schadcode drin und die setzen auch auf sowas.

Wolfgang: Was wahrscheinlich zu 99 Prozent voll gut ist und Zeit spart.

Wolfgang: Aber das Problem ist halt, wenn deine Business-Website drauf ist,

Wolfgang: dann kann es natürlich schon schwierig sein, wenn die nicht mehr erreichbar ist.

Wolfgang: Wenn es meine Hobby-Seite ist, wo ich was über Dackel publiziere,

Wolfgang: ist wahrscheinlich nicht ganz so schlimm.

Wolfgang: Dackel-Freunde Karlsruhe ist nicht so wild, wie wenn es jetzt zum Beispiel eine

Wolfgang: Unternehmens-Website ist. Und das sind schon so Punkte, wo man sich dann schon überlegen muss.

Wolfgang: Weiß nicht, was macht man da? Schwierig.

Wolfgang: Bei Google Anrufen ist meistens auch sehr schwierig, also sie sind ja bekannt

Wolfgang: dafür, dass sie nicht so die beste Hotline haben, wenn man ein Problem hat.

Dominik: Ja, du bist halt vor allem wieder bei dem Punkt ja eigentlich Zentralisierung,

Dominik: weil die Idee ist ja gar nicht schlecht, der Nachteil oder das Problem ist ja,

Dominik: dass es zentral in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen ist,

Dominik: diese Macht also an der Stelle, weil erstmal zu sagen, wir würden sammeln,

Dominik: welche URLs im Internet gefährlich sind und davor waren prinzipiell keine schlechte.

Dominik: Das ist keine schlechte Sache.

Dominik: Und da bist du wieder genau bei dem Thema Zentralisierung, Abhängigkeit,

Dominik: die du wahrscheinlich, wo du auch wieder europäisch oder unabhängig jetzt nicht

Dominik: viel dagegen zu setzen hast im Moment an der Stelle.

Wolfgang: Ja, es gibt ein ähnliches Produkt von Microsoft, da weiß ich den Namen gerade

Wolfgang: nicht, aber das ist ja genau dasselbe.

Wolfgang: Dann hast du letztendlich dann halt auch ein großes privatwirtschaftliches US-Unternehmen,

Wolfgang: das halt so eine Liste führt.

Dominik: Also was wir auf jeden Fall 2026 noch ein paar Mal sehen werden und ob man sich

Dominik: dann darüber lustig machen möchte oder nicht.

Dominik: Es werden größere Inzidenz mit agentischen Systemen passieren. Punkt.

Dominik: Sei es, dass die irgendwelche Entwickler-Laptops wipen, das ist ja jetzt schon passiert,

Dominik: dass die auch mal über das Git-Repository drüber flügen und da irreparable Schäden

Dominik: anrichten und bei dem zunehmenden Einsatz dann bei Analyse von Produktionssystemen

Dominik: auch da wird es Inzidenz geben.

Dominik: Also auch da wird diese Technologie dann leichtfertig eingesetzt und das wird

Dominik: uns 2026 garantiert an vielen Stellen immer wieder passieren.

Dominik: Aber ich teile Hans Peters Einschätzung, das wird nicht dazu führen,

Dominik: dass wir sagen, wir machen das nicht mehr.

Dominik: Weil jede Technologie birgt Risiken. Du musst die halt managen und meditieren

Dominik: können. Du wirst sie nie ganz wegkriegen.

Dominik: Aber ich glaube, dass wir sie auf einem Level begrenzen können,

Dominik: dass die Technologie auf der einen Seite nutzbar bleibt und auf der anderen

Dominik: Seite das Risiko so gering ist, dass der Nutzen dem Risiko bei weitem überwiegt.

Dominik: Aber das werden wir lernen müssen, wie man das macht.

Hans-Peter: Da sind wir ja so ein ganzes Stück weg, also auch die Kontexte zu identifizieren,

Hans-Peter: bei denen das okay ist. Also wie ich gesagt habe,

Hans-Peter: wird vermutlich sich dieses Code-AI auf mehr, also diese Code-Agenten auf mehr Use-Cases ausweiten.

Hans-Peter: Und das ist jetzt keine besonders beholte Prediction, weil vorgestern hat Atropi genau das gemacht.

Hans-Peter: Es gibt jetzt Code-Work und das ist genau das. Und da würde ich schon sagen,

Hans-Peter: ja, mutig, wenn man das jetzt einfach mal so enabelt auf seinem normalen User-Account

Hans-Peter: und alles freigibt und mach mal.

Hans-Peter: Das kann schon schicken.

Hans-Peter: Das würde ich untermutig ablegen. Genau, also da wird es, also wie gesagt, den Kursen.

Hans-Peter: Ich glaube, in den Griff kriegen ist das falsche Wort.

Hans-Peter: Also wie gesagt, mitigieren, genau überlegen, wo deploy ich das?

Hans-Peter: Wie gesagt, es gibt nicht nur Code AI, es gibt nicht nur diese allgemeinen Agenten.

Hans-Peter: Es wird agentische Systeme geben, das sind eher agentische Workflows als jetzt

Hans-Peter: Agenten, die völlig frei arbeiten, wo relativ klar definiert ist,

Hans-Peter: welche Schritte der Agent ausführen soll, um ein Ziel zu erreichen.

Hans-Peter: Und dann kannst du für jeden Schritt tatsächlich prüfen, was darf ich denn jetzt tun und was nicht.

Hans-Peter: Und wenn du das halt in einem Framework baust, das formal gut ist,

Hans-Peter: dann hast du auch eine gewisse Sicherheit, weil du quasi eine theoretische Grundlage dafür hast.

Hans-Peter: Dann darf der User natürlich nicht die Erlaubnis bekommen, das alles zu overreiten.

Hans-Peter: Aber wenn das irgendwie in deinem Backend läuft und du das fein definiert hast,

Hans-Peter: dann glaube ich, kannst du das tatsächlich gut in den Griff bekommen.

Wolfgang: Ja, ich glaube, man wird sich rantasten müssen. Und wie du gesagt hast,

Wolfgang: Dominik, es wird sicherlich ein paar Fail-Stories dieses Jahr geben.

Wolfgang: Und da wird es sicherlich einige geben, wo man denkt, ui, da hätte ich jetzt

Wolfgang: auch nicht dran gedacht.

Wolfgang: Es wird aber sicherlich super viele Geschichten geben, wo man denkt, Also,

Wolfgang: war vielleicht keine gute Idee hier mit der Produktivdatenbank das jetzt einfach

Wolfgang: mal hier so mit allen Berechtigungen zu machen wird sicherlich so sein.

Wolfgang: Also ich glaube da werden wir sicherlich beide sehen. Ich könnte mir vorstellen,

Wolfgang: dass vielleicht große erfahrene Unternehmen da konservativer rangehen,

Wolfgang: weil sie einfach vielleicht auch ein bisschen mehr Angst haben, dass viel kaputt geht.

Dominik: Ja, auf der anderen Seite bin ich ja schon überrascht, mit welcher Intensität

Dominik: auch gerade große Unternehmen KI auch eingeführt haben.

Dominik: Also da gibt es ja so einen gewissen FOMO auf Management Level manchmal,

Dominik: würde ich mal so attestieren, der dann auch dazu führt, dass da auch eine teilweise

Dominik: doch beeindruckende Geschwindigkeit an den Tag gelegt wird.

Dominik: Und ich glaube auch da wird man an ein paar Stellen merken, dass man vielleicht

Dominik: auch ein bisschen zu progressiv unterwegs war an der einen oder anderen Stelle teilweise.

Wolfgang: Ich habe ja privat noch einen Podcast, wo ich über so IT-Katastrophen etc.

Wolfgang: Geschichten erzähle. Das heißt, das wird vielleicht dann auch ein ganz produktives Jahr für mich.

Dominik: Da wirst du kein Problem haben, an gute Storys zu kommen, bin ich mir absolut sicher.

Wolfgang: Da wird es vielleicht auch viele Sachen geben. Ja,

Wolfgang: zum Ende haben wir noch zwei Geschichten und ich würde vorschlagen,

Wolfgang: dass wir mal mit dem Thema digitale Souveränität und Datensouveränität vielleicht

Wolfgang: anfangen, weil das Thema hatten wir ja schon ein paar Mal angesprochen,

Wolfgang: gerade so in diesem KI-Kontext.

Wolfgang: Wir haben Stand heute nicht wirklich viel in Europa.

Wolfgang: Wir haben Vistral in Frankreich. Wir haben einige eher kleinere Player hier

Wolfgang: in Europa und in Deutschland, die dann aber vielleicht sehr spezialisiert sind

Wolfgang: oder vielleicht auch sehr einfache oder kleine Modelle haben.

Wolfgang: Die aber, wie du gesagt hast, Hans-Peter, durchaus für einzelne Use Cases ausreichend sind.

Wolfgang: Aber was bedeutet 2026 denn für unsere Datensouveränität?

Wolfgang: Und nicht nur meiner Meinung nach, was es vielleicht so das Hintertreffen angeht

Wolfgang: von KI-Technologie, sondern auch so ganz generell.

Wolfgang: Denn ich habe 2025 gelernt, dass es vielleicht doch nicht so gut ist,

Wolfgang: wenn alles irgendwie in den USA liegt.

Wolfgang: Denn ich finde, die USA ist ein tolles Land, aber es ist politisch alles sehr kompliziert.

Wolfgang: Und ich fand es sehr spannend, letztes Jahr so diesen einen Fall von diesem

Wolfgang: Staatsanwalt vom Internationalen Gerichtshof.

Wolfgang: Wo die Regierung in den USA dann gesagt hat, ah nee, also was du jetzt hier

Wolfgang: entschieden hast, das finden wir nicht gut.

Wolfgang: Wir setzen dich auf eine Sanktionsliste und ich habe mal vor zehn Jahren in

Wolfgang: dem Bereich gearbeitet, also nicht internationaler Gerichtshof,

Wolfgang: sondern Sanktionsliste, mich mit dem Themenkomplex beschäftigt.

Wolfgang: Und wenn du auf einer amerikanischen Sanktionsliste bist, dann darf kein amerikanisches

Wolfgang: Unternehmen mit dir Geschäfte machen, sonst kriegen die richtig dicke Strafen.

Wolfgang: Und wenn ich jetzt auf so einer Liste stünde, dann dürfte Google nichts mit

Wolfgang: mir machen, Microsoft und so weiter und dann wäre das vielleicht schon ein bisschen

Wolfgang: schwieriger, vor allem, also ich meine, ich bin IT-affiner Typ,

Wolfgang: ich kann auch trotzdem, glaube ich, noch das Internet benutzen,

Wolfgang: aber wenn ich das nicht bin und ich habe meinen Account bei Microsoft,

Wolfgang: das war, glaube ich, bei dem Staatsanwalt der E-Mail-Account und ich habe hier

Wolfgang: vielleicht noch einen Google Drive und ich habe eine Dropbox und es gibt ja

Wolfgang: super viele solche Unternehmen,

Wolfgang: dann bin ich wirklich, was gibt es denn da jetzt für ein gutes Wort, der Gelackmeierte.

Hans-Peter: Das ist ein schwieriges Thema, weil.

Hans-Peter: Wenn jemand sagt, okay, wir müssen digital zuverrägen werden in dieser Allgemeinheit,

Hans-Peter: dann ist das Stand heute extrem schwierig, wenn nicht unmöglich,

Hans-Peter: ohne dass man seine eigene Innovationskraft und ökonomische Handlungsfähigkeit aufgibt.

Hans-Peter: Und ich würde das dann, also eigentlich muss man sagen, das ist wie in der Security

Hans-Peter: auch, es kommt auf dein Bedrohungsmodell an.

Hans-Peter: Also was will ich denn eigentlich erreichen? In welchem Fall will ich denn souverän sein? Für welche Dinge?

Hans-Peter: Also was muss ich tun, zum Beispiel, damit mein E-Mail-Postfach nicht wegfällt?

Hans-Peter: Dass ich dann vielleicht immer keinen Laptop mehr habe, weil die Hardware für

Hans-Peter: die Laptops nicht da ist, wenn die Quelle dafür nicht da ist,

Hans-Peter: ist dann eine andere Ecke, aber zunächst mal bin ich halt, in diesem Fall,

Hans-Peter: habe ich dann eine Lösung, das ist aber, das heißt aber nicht,

Hans-Peter: dass ich digital souverän bin das heißt, ich habe,

Hans-Peter: Vorweg für ein bestimmtes Bedrohungsszenario, das heißt, eine legale Entität

Hans-Peter: im fremden Land veranlasst, dass man E-Mail-Postfach geschlossen wird.

Hans-Peter: Und so muss man da, glaube ich, tatsächlich dran gehen.

Wolfgang: Im Unternehmenskontext könnte das ja bedeuten, wenn jetzt ein Kunde von uns

Wolfgang: irgendwelche heiklen Daten, also Finanzdaten, Medizindaten oder so irgendwo hat,

Wolfgang: dann könnte ja schon auch ein Interesse von diesem Kunden darin bestehen,

Wolfgang: dass diese Daten beispielsweise jetzt in Europa oder in Deutschland irgendwo

Wolfgang: sind, vielleicht aus rechtlichen Gründen,

Wolfgang: vielleicht aber auch aus der Sorge davor, dass natürlich jetzt zum Beispiel

Wolfgang: in den USA da diverse staatliche Akteure auch problemlos Zugriff drauf bekommen

Wolfgang: können und du das gar nicht mitbekommst.

Dominik: Jetzt bist du ja auch tatsächlich eher bei Datensouveränität als bei komplett

Dominik: digitaler Souveränität, weil

Dominik: hat Hans-Peter recht, eine komplette Unabhängigkeit ist nicht erreichbar.

Dominik: Das heißt, du musst dich auf der einen Seite damit abfinden zu sagen,

Dominik: und das ist auch unternehmerisch sinnvoll,

Dominik: Strategien mit anderen Unternehmen zu haben, Abhängigkeiten auch zu haben,

Dominik: ist nichts bewusst oder nicht unbedingt was Schlimmes, solange man eben weiß,

Dominik: was das für Risiken mit sich bringt.

Dominik: Und es ist, glaube ich, auch einfacher, sich erstmal über Daten und Datensouveränität

Dominik: Gedanken zu machen und zum Beispiel zu schauen, wie du sagst,

Dominik: wo lege ich meine Daten hin?

Dominik: Und das ist natürlich auf der einen Seite der Kontinent, auf der anderen Seite

Dominik: aber auch das Unternehmen, weil du ja das Problem hast, wenn du es zu einem

Dominik: amerikanischen Unternehmen legst, wissen wir, dass sie verpflichtet sind,

Dominik: auch wenn die Daten in Europa liegen,

Dominik: sie ihren Geheimdiensten zur Verfügung zu stellen.

Dominik: Und das ist aus meiner Sicht auch der richtige Ansatzpunkt momentan,

Dominik: sich zu überlegen, okay, gibt es Alternativen in Europa und jetzt mal versuche

Dominik: immer ein bisschen positiv auf dieses Thema drauf zu blicken.

Dominik: Der Druck ist ja da und dadurch passieren Dinge.

Dominik: Investitionen werden getätigt, das ist natürlich alles jetzt im Scale im Vergleich

Dominik: zu Amerika klein und trotzdem ist es gut, dass eine Schwarzgruppe und andere

Dominik: Rechenzentren bauen, Dienste anbieten,

Dominik: auch die Services dafür bereitstellen.

Dominik: Wie gesagt, ist alles noch nicht auf dem Niveau und wird wahrscheinlich auch

Dominik: nie auf einem Niveau von einem Hyperscaler sein, aber es gibt Alternativen und

Dominik: wenn du eben eine Risikoabwägung machst und sagst,

Dominik: Mir ist es wichtiger, dass ich die Daten bei einem deutschen oder europäischen

Dominik: Unternehmen habe und ich gehe den Kompromiss ein,

Dominik: für ein vielleicht nicht ganz kompetitives Produkt vielleicht auch ein bisschen

Dominik: mehr zu zahlen, dafür aber eben die Datensouveränität zu haben,

Dominik: hast du immerhin die Option, das zu tun.

Dominik: Und ich glaube, das ist das, mit dem man sich 2026 im Unternehmenskontext als

Dominik: CIO oder CTO beschäftigen muss, zu sagen,

Dominik: wo gehen wir diesen Schritt bewusst in eine europäische Lösung oder in eine lokale Lösung rein,

Dominik: weil das ist immer ein Kompromiss am Ende des Tages.

Dominik: Aber ich finde es erstmal gut, dass Dinge passieren und dass man da überhaupt

Dominik: über Optionen spricht und Optionen schafft für Unternehmen.

Wolfgang: Seht ihr da, dass da vielleicht auch durch die ganzen Entwicklungen im letzten

Wolfgang: Jahr sich nochmal viel getan hat in Europa, was Investitionen etc. angeht?

Hans-Peter: Ich glaube schon, zumindest die Wahrnehmung, wobei da jetzt...

Hans-Peter: Mein Problem damit ist das, was ich vorher gesagt habe, dass dieser Druck halt so diffus ist.

Hans-Peter: Der geht eher in diese digitale Souveränitätsschiene, ohne sich genau Gedanken

Hans-Peter: zu machen, was muss ich denn tun.

Hans-Peter: Also es ist eher so ein diffuses Problem, wo dieser Druck jetzt aufschlägt.

Hans-Peter: Und es ist halt die Frage, wo er sich manifestiert. Ich finde das super,

Hans-Peter: dass eben gerade zum Beispiel eben Stack-It da wirklich auch die Ambition hat,

Hans-Peter: ein Hyperskeller zu sein oder zu werden.

Hans-Peter: Das wird ein bisschen dauern, da stimme ich so zu.

Hans-Peter: Aber ich finde, die Ambition ist gut und wichtig und dass das halt auch im privaten Feld existiert.

Hans-Peter: Ich bin da sehr spätig, weil ich eigentlich denke, dass wir als Gesellschaft

Hans-Peter: da investieren sollten und es auf dem Schirm haben.

Hans-Peter: Ich bin nur aus meiner eigenen Erfahrung in dem Kontext sehr skeptisch,

Hans-Peter: was öffentliche Förderung oder ähnliches angeht.

Hans-Peter: Also wenn jetzt die EU oder die Bundesregierung sagt, wir wollen da was tun

Hans-Peter: und wir machen jetzt Ausschreibungen und wir stecken da richtig viel Geld rein.

Hans-Peter: Ich finde das war gut.

Hans-Peter: Meine Hoffnung liegt aber trotzdem in der Privatwirtschaft einfach aus der Erfahrung,

Hans-Peter: dass so wie wir solche Projekte in Europa angehen,

Hans-Peter: am Ende leider Gottes doch eher,

Hans-Peter: Beton- und Papiertiger dabei rauskommen und weniger kompetitive Business-Modelle,

Hans-Peter: aber toll, toll, toll, jetzt klöpfe ich doch mal auf den Tisch,

Hans-Peter: obwohl du gesagt hast, ich darf nicht.

Wolfgang: Wir bräuchten letztendlich staatliches Venture Capital, das wäre vielleicht

Wolfgang: ganz gut, um da vielleicht ein bisschen was anzuschieben, dass man da vielleicht

Wolfgang: so einen Investitionsfonds hat, wo man sich dafür irgendwie bewerben kann.

Wolfgang: Also ich habe vor 20 Jahren, wie gesagt, so in der Forschung gearbeitet im IT-Bereich

Wolfgang: und das hat Spaß gemacht damals, war direkt nach dem Studium.

Wolfgang: Aber letztendlich ist das alles eingestellt worden.

Dominik: Ich meine, am Ende, ich meine, als privatwirtschaftliches Unternehmen kannst

Dominik: du ja schon entscheiden, ob du dir das leistest oder nicht. Also das ist ja

Dominik: am Ende schon eine Frage.

Dominik: Ich glaube, dieses Thema wird momentan in den Managementrunden viel diskutiert.

Dominik: Und meine These ist, wir werden jetzt mal 2026 sehen, wer wirklich das Geld

Dominik: und den Aufwand in die Hand nimmt.

Dominik: Also ich glaube, es wird oft gesagt, wir wollen souverän sein. Das klingt cool.

Dominik: Das klingt, als hätte man eine gute Idee und eine gute Strategie.

Dominik: Wie viel davon jetzt wirklich dann konkret umgesetzt wird, ist eigentlich die

Dominik: spannende Frage hintendran.

Wolfgang: Ja, ich glaube im Management ist sicherlich aber auch so die Abwägung,

Wolfgang: was kostet es uns und was haben wir davon?

Wolfgang: Und was haben wir davon, hängt vielleicht auch stark mit der Branche zusammen,

Wolfgang: wenn ich es meinen Kunden als Mehrwert verkaufen kann wiederum,

Wolfgang: weil ich sage, hey, schaut mal, das hier sind besonders schützenswerte Daten, die wir haben.

Wolfgang: Und wir wechseln jetzt hier zu einem deutschen oder europäischen Anbieter,

Wolfgang: um euch noch mehr Sicherheit zu bringen und das vielleicht gerade,

Wolfgang: also für mich ist das irgendwie immer Gesundheits- und Finanzbranche,

Wolfgang: wo ich das als Vorteil noch vermarkten kann, dann kann das schon ganz gut aufgehen.

Wolfgang: Weil wenn ich nur draufzahle im Endeffekt und erstmal keinen Benefit habe,

Wolfgang: dann brauche ich schon viel Idealismus irgendwo.

Dominik: Genau.

Hans-Peter: Bei gerade Security oder bei WC,

Hans-Peter: ist eine Sache, wo man wirklich auf dieses Bedrohungsmodell nochmal schauen muss.

Hans-Peter: Weil das ist ein großes Missverständnis oder ein großer Unterschied,

Hans-Peter: ob ich Sorge habe, dass eine Regierungsentität auf meine Daten zugreift oder

Hans-Peter: meinen Account schließt oder ob ich Angst habe, dass ich einen Data Breach habe

Hans-Peter: und meine Daten im Darknet landen.

Hans-Peter: Wenn das mein Bedrohungsszenario ist, dann würde ich sagen, schau dir lieber

Hans-Peter: den Hyperscaler an. der hat vielleicht mehr Mitigations gegen solche Angriffe

Hans-Peter: als ein Startup oder dein eigenes Rechenzentrum im Keller.

Hans-Peter: Und der Fall, wenn du halt sagst, okay, die Regierungsentität oder die Sorge,

Hans-Peter: dass ihm das alles abgeschaltet wird, weil es geopolitisch irgendwie ein Problem

Hans-Peter: ist, wenn das deine Sorge ist, dann fine.

Hans-Peter: Aber wenn du Angst hast, dass ein Hacker da reingeht, dann solltest du dir nochmal

Hans-Peter: überlegen, ob das die richtige Strategie ist.

Wolfgang: Ja, wobei du darfst nicht unterschätzen, finde ich, was so ein irgendwie Made

Wolfgang: in Germany-Siegel in der Außendarstellung vielleicht gerade so im Consumer-Bereich

Wolfgang: oder so einfach ausmacht.

Wolfgang: Also das sieht halt einfach stark aus.

Wolfgang: Made in Europe, das sieht einfach gut aus.

Dominik: TÜV geprüft.

Wolfgang: Ja, TÜV-Siegel, Daten-TÜV. Also für mich ist das absolut Entscheidungs-Kriterium.

Dominik: Ja, also ich glaube, was wir auf jeden Fall machen werden ja dieses Jahr,

Dominik: ist auch, uns zu überlegen, wie man halt Unternehmen beraten kann,

Dominik: weil du natürlich immer, wie du gesagt hast, auch wenn ich irgendwas tun möchte

Dominik: für Datensouveränität,

Dominik: dann ist immer die Frage, was und wie und was kostet das und was sind eigentlich sinnvolle Schritte?

Dominik: Und da spielt dann ja auch Technologie relativ schnell mit rein und das ist

Dominik: ja schon auch was, was wir aus InnoVex-Sicht anderen Unternehmen anbieten wollen,

Dominik: zu sagen, okay, wenn ihr das machen wollt,

Dominik: auf eine europäische Cloud-Lösung zu migrieren, dann bedeutet das übrigens Folgendes an der Stelle.

Wolfgang: Ja, wird auf jeden Fall spannend. Und spannend ist auch unser letzter Punkt

Wolfgang: für heute und zwar digitale Zwillinge oder wie man so schön sagt Digital Twins.

Wolfgang: Bevor wir da einsteigen, wäre es vielleicht ganz cool, wenn von euch jemand

Wolfgang: mal kurz erklären könnte, was das eigentlich ist.

Hans-Peter: Das ist genau das Problem.

Dominik: Danke Wolfgang.

Dominik: Ja, ist alles und nichts. Aber ich glaube, also ich würde es mal einschränken

Dominik: ein bisschen auf Industrie, weil du kannst tatsächlich, wie Hans-Peter,

Dominik: du kannst alles als Digital Twin definieren.

Dominik: Wo aber glaube ich gerade eine Bewegung ist, ist gerade bei Smart Factories,

Dominik: Shopfloor-Automatisierung,

Dominik: da spielt dann auch schon das Thema wieder Robotics mit rein,

Dominik: wenn du es auf dem Shopfloor einsetzen möchtest, brauchst du gute Simulationsumgebungen

Dominik: dafür, um deinen Shopfloor erstmal zu simulieren.

Dominik: Und da glaube ich schon, dass dieses Thema, was uns ja schon lange irgendwie begleitet,

Dominik: das wird auch kein Riesenhype jetzt werden, 26, aber ich glaube,

Dominik: es wird uns häufiger über den Weg laufen in dem Kontext, weil der Need,

Dominik: den Shopfloor, die Prozesse, die da ablaufen, die Maschinen, die da sind,

Dominik: zu replizieren digital und in der Lage zu sein, ein Abbild zu haben,

Dominik: mit dem ich Simulationen fahren kann,

Dominik: mit dem ich Planungsprozesse automatisieren kann,

Dominik: der ist definitiv da und der ist noch größer als die Jahre davor und es gibt,

Dominik: glaube ich, jetzt auch Technologien, die das ermöglichen an der Stelle und wenn

Dominik: du mich fragst, was ist für mich auch ein Unterschied von einem digitalen Zwilling

Dominik: jetzt zu einer reinen Datenbank oder zu einer reinen, sagen wir mal,

Dominik: Datendarstellung von irgendeinem Shopfloor zum Beispiel, Ich glaube,

Dominik: der Unterschied ist, dass ein digitaler Zwilling auch dadurch lebt,

Dominik: dass Code und Logik in diesem Zwilling vorhanden ist.

Dominik: Und das ist so ein Denken, was, glaube ich, noch nicht überall vorhanden ist, dass du sagst.

Dominik: Der digitale Zwilling von der Maschinenhalle ist nicht eine Datenrepräsentation

Dominik: und dann gibt es irgendwo anders nochmal Business-Code, der darauf zugreift,

Dominik: sondern die wichtigsten Logiken,

Dominik: die auf so einem Shopfloor passieren, die leben in diesem digitalen Zwilling.

Dominik: Das heißt, du hast Software-Code, der an den Daten quasi hängt oder an den Entitäten

Dominik: hängt und da ausgeführt wird.

Dominik: Und ich glaube schon, dass da, da steckt auf jeden Fall genug Potenzial drin,

Dominik: dass man da 2026, dass einem das mal im Projekt über den Weg laufen könnte.

Wolfgang: Also letztendlich eine komplette Simulation von einer Maschine oder von so einer

Wolfgang: ganzen Produktionshalle, die du halt dann als Repräsentation in deinem System hast,

Wolfgang: wo du Dinge ausprobieren kannst, wo du vielleicht aber auch schon,

Wolfgang: wenn du entsprechende Sensorik hast, in diesem digitalen Zilling vielleicht

Wolfgang: auch schon sehen kannst, oh,

Wolfgang: hier müssen wir mal aufpassen an den drei Maschinen.

Wolfgang: Da müssen wir mal die Wartung 25.3 durchführen, weil sonst brennt da vielleicht

Wolfgang: demnächst irgendwas durch.

Wolfgang: Das ist unsere Erfahrung, die wir jetzt einfach vielleicht auch auf Basis historischer

Wolfgang: Daten schon gesammelt haben.

Dominik: Genau, oder dass du eben Daten sammelst und dann

Dominik: auf dem digitalen Zwilling Sachen simulieren kannst, wenn du Dinge veränderst.

Wolfgang: Ja.

Dominik: Also, und es muss auch nicht zwingend ein 3D-Modell sein, kann, wenn das notwendig ist.

Dominik: Also wenn du quasi räumliche Informationen brauchst für die Simulation,

Dominik: die du auf so einem Zwilling fährst, dann sind auch 3D-Informationen notwendig.

Dominik: Wenn du nur, in Anführungszeichen, die Sensordaten der Maschinen brauchst,

Dominik: ist es auch völlig legitim.

Dominik: Nur um da auch mal so dieses, muss es immer sofort ein 3D-Modell sein?

Dominik: Nee, muss es nicht. Kann sinnvoll sein.

Wolfgang: Sieht halt cool aus.

Dominik: Sieht halt einfach cool aus. Wenn du dir die Nvidia-Omniverse-Demos anguckst,

Dominik: das sieht einfach immer unfassbar gut aus.

Wolfgang: Ich habe vor ein paar Wochen einen Podcast gehört, da ging es auch um digitale

Wolfgang: Zwillinge und auch zwar aus einem anderen Bereich.

Wolfgang: Da ging es um ein Startup in München oder aus München.

Wolfgang: Die sind im Sportbereich tätig und die haben Software entwickelt als Unterstützung für Trainer.

Wolfgang: Und die speisen quasi dort die ganzen Trainingsdaten von den ganzen Athletinnen

Wolfgang: und Athleten ein und bauen damit auch digitale Zwillinge.

Wolfgang: Und sie sagen halt, naja, als Trainer gucke ich mir das natürlich an,

Wolfgang: irgendwie irgendwelche Trainingsdaten und beurteile die etc.

Wolfgang: Aber wenn jetzt irgendwie mein Schützling hier zwei Stunden irgendwie Fahrrad

Wolfgang: fährt, die ganzen Datenpunkte kann ich mir als Mensch gar nicht anschauen.

Wolfgang: Ich schaue mir dann wie eine Kurve an und so.

Wolfgang: Und die haben auch gesagt, okay, die bauen halt dann quasi auch für jede Person

Wolfgang: einen digitalen Zwilling und das System schafft es natürlich dann jeden einzelnen

Wolfgang: Datenpunkt anzuschauen.

Wolfgang: Zu schauen, gibt es hier eine Korrelation mit dem Herz zum Beispiel, mit der Temperatur,

Wolfgang: mit dem, was weiß ich was, im Wetter und so weiter und schaffen es dadurch ganz

Wolfgang: gute Prognosen zu machen, was für eine Art von Training funktioniert für die

Wolfgang: Person vielleicht besser, um einem Trainer dann auch ein Feedback zu geben und

Wolfgang: zu sagen, hey, schau mal,

Wolfgang: vielleicht könnte hier eine kleine Variation ganz gut sein und um beispielsweise

Wolfgang: auch zu schauen, wie fit ist jetzt

Wolfgang: eine Person? Braucht die Person jetzt vielleicht ein bisschen mehr Ruhe?

Wolfgang: Was man vielleicht sonst gar nicht so sieht und das soll auch ganz gut funktionieren.

Dominik: Ja, also wie gesagt, ich glaube, wir werden da ein paar Sachen sehen.

Dominik: Wird jetzt keine Riesenrevolution, aber,

Dominik: Die Zeit ist dafür da, greift auch tatsächlich wieder ein bisschen in dieses

Dominik: ganze agentische Thema eigentlich ganz gut rein, weil du ja gerne,

Dominik: wenn du jetzt mit KI arbeitest, auch auf solchen Abstraktionsmodellen arbeiten möchtest,

Dominik: dass du sagst, ich habe hier quasi eine Abstraktion meiner Produktion und ein

Dominik: KI-Agent kann erstmal auf dieser abstrakteren Ebene mit diesem ganzen Thema

Dominik: interagieren, bevor wir direkt irgendwie an die Maschinen oder so rangehen.

Wolfgang: Ja, das ist natürlich super praktisch, wenn du da was simulieren kannst,

Wolfgang: erst mal was ausprobieren kannst, ohne dass du das Gerät, die Windturbine dann

Wolfgang: irgendwie umstellen musst und wenn du in deiner Simulation schon merkst, ah,

Wolfgang: das ist ein ganz schwieriger Winkel hier, den sollten wir vielleicht gar nicht

Wolfgang: ausprobieren jetzt bei Windstärke 12, dann ist das auf jeden Fall eine gute Geschichte.

Hans-Peter: Wobei Simulationen auf der Gradularität oder physikalisch-Gradularität sind,

Hans-Peter: glaube ich, schon dann wieder ziemlich herausfordernd.

Hans-Peter: Ich glaube, die meisten digitalen Spillinge, die man im Markt sieht,

Hans-Peter: sind eher eine Tabelle mit Größen und Kaufdatum und solche Dinge.

Hans-Peter: Bis jetzt. Ja.

Dominik: Also ich glaube, wie gesagt, der Unterschied ist, dass, also sonst kannst du

Dominik: immer sagen, ist ein digitaler Zwilling nicht einfach nur eine Datenbank.

Dominik: Ich glaube, ein Unterschied ist schon, dass da auch Eigenschaften drin beschrieben

Dominik: sind und eventuell sogar Code in dem Zwilling läuft.

Hans-Peter: Der Code ist der Unterschied. Ich bin Eigenschaft, also für mich ist das eine,

Hans-Peter: Datenbank gewesen bisher oder eben einfach eine Abstraktion von Modell,

Hans-Peter: also von etwas, was mir die echte Welt repräsentiert oder eine Anlehrung ist

Hans-Peter: und damit sind wir ja schon wieder Richtung Machine Learning,

Hans-Peter: auch da gibt es Modelle, die sind jetzt nicht physikalisch,

Hans-Peter: aber auch die sind quasi eine Abstraktion der echten Welt quasi.

Hans-Peter: Also ich kann nicht was predigen, indem ich was lerne da draußen.

Hans-Peter: Und ein Modell ist natürlich, genauso wie ein digitaler Zwilling,

Hans-Peter: immer unvollständig, weil sonst hätte er ja keinen Nutzen.

Hans-Peter: Sonst würdest du ja die echte Welt nachbauen, da kannst du gleich die echte Welt nehmen.

Hans-Peter: Und damit ist auch immer wieder falsch.

Hans-Peter: Und wenn du dann darauf wieder eine KI trainierst oder so, Das funktioniert

Hans-Peter: mittlerweile besser, als ich das früher erwartet hätte.

Hans-Peter: Aber es ist natürlich immer auch ein Trade-off, weil du natürlich die Unzulänglichkeiten

Hans-Peter: deines Modells, deines Zwillings, mitlernst.

Hans-Peter: Und diese Unzulänglichkeiten, Unvollständigkeiten sind aber zwingend notwendig,

Hans-Peter: weil sonst ist es kein Modell, sondern es eben wieder die richtige Welt.

Wolfgang: Ja, wird spannend, was wir dann jetzt tatsächlich im Laufe des Jahres sehen.

Wolfgang: Vielleicht können wir ja mal Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres einen

Wolfgang: kleinen Rückblick machen und den Reality-Check durchführen und mal schauen, wer richtig lag,

Wolfgang: wer vielleicht richtig in Schwarze getroffen hat und wer, also ich sag mal weit,

Wolfgang: weit, also neben die Dartscheibe geworfen hat.

Wolfgang: Wir haben uns unterhalten über KI, wir haben uns über Roboter unterhalten,

Wolfgang: über AR, da bin ich sehr gespannt auf die AR-Brille, über Quantenverschlüsselung,

Wolfgang: Security, Datensouveränität und über digitale Zwillinge.

Wolfgang: Also irgendwo muss zumindest mal ein Zufallstreffer, glaube ich,

Wolfgang: passen. Rein statistisch, oder Hans-Peter?

Dominik: Also wenn deine Wäsche am Ende des Jahres dann doch von einem Roboter zusammengefaltet,

Dominik: dann war ich auch gerne falsch in der Vorhersage.

Dominik: Da habe ich überhaupt keinen Stress mit. So gerne hätte ich das dann doch auch selber.

Wolfgang: Einfach großer. Haushaltsroboter fände ich gut, weil ich brauche gar keine KI

Wolfgang: für die schönen Dinge, also für kreative Arbeiten und so weiter.

Wolfgang: Das mache ich alles super gern selbst.

Wolfgang: Ich hätte einfach gern so KI und Roboterunterstützung für alles,

Wolfgang: was mir keinen Spaß macht.

Hans-Peter: Ja, da gibt es ein Zitat, also die Erwartung an die KI war, dass sie meinen

Hans-Peter: Haushalt schmeißt und ich dann mehr Zeit habe, kreative Arbeiten zu machen.

Hans-Peter: Was ich jetzt aber rauskam, ist, die KI macht die kreative Arbeit.

Hans-Peter: Du machst eine neue Seite.

Wolfgang: Naja, fast richtig ist halt trotzdem falsch. Ja, vielen Dank für eure Zeit.

Wolfgang: Mir hat es mega Spaß gemacht.

Wolfgang: Bin echt gespannt, was das Jahr bringt an Innovation und Entwicklung.

Wolfgang: Und ja, sollten wir auf jeden Fall mal schauen, wie wir da richtig gelegen haben.

Wolfgang: Hans-Peter, Dominik, schön, dass ihr da wart.

Dominik: Danke für die Einladung.

Wolfgang: Das war mein Gespräch mit Dominik und Hans-Peter. Danke fürs Zuhören.

Wolfgang: Wenn ihr Feedback oder Fragen habt, dann schreibt mir an podcast.innovex.de.

Wolfgang: Die nächste Folge von Digital Future kommt bald. Bis dahin, macht's gut und bleibt neugierig.

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