Mehr als nur Chatbots: KI strategisch für Unternehmensziele nutzen
Shownotes
In dieser Episode spricht Wolfgang Schoch mit Datenexpertin Lea Petters darüber, warum eine durchdachte Daten- und KI-Strategie für Unternehmen unerlässlich ist. Sie diskutieren, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz gezielt einsetzen können, um ihre Ziele zu erreichen und echten Mehrwert zu schaffen.
Lea gibt spannende Einblicke in praxisnahe Use Cases, die weit über den Einsatz von Chatbots hinausgehen. Freut euch auf inspirierende Beispiele und eine spannende Diskussion darüber, wie KI die Zukunft der Wirtschaft mitgestaltet.
Für diese Folge von Digital Future gibt es ein vollständiges Transkript. Dieses Transkript wurde automatisiert erzeugt und nicht nachbearbeitet oder korrekturgelesen. Es wird daher sicher Fehler enthalten. Das Transkript ist als Ergänzung zu verstehen, um beispielsweise die Inhalte durchsuchbar zu machen. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort aus der Folge.
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Transkript anzeigen
Voiceover: Hallo und herzlich willkommen bei Digital Future, dem Podcast zur Technologie
Voiceover: und Unternehmenskultur.
Voiceover: Mein Name ist Wolfgang Schoch und ich bin Agile Coach bei InnoVex.
Voiceover: Ich habe aber auch schon ein paar andere Sachen gemacht und so die IT-Branche
Voiceover: aus verschiedenen Blickwinkeln kennengelernt.
Voiceover: Zum Beispiel als Softwareentwickler, als Experte für Suchtechnologie oder im Vertrieb.
Voiceover: Ich freue mich, euch in jeder Folge des Podcasts eine Kollegin oder einen Kollegen
Voiceover: vorzustellen und mich mit ihr oder ihm über das jeweilige Fachgebiet zu unterhalten.
Voiceover: So bekommt ihr einen Einblick in unseren technologischen und unternehmenskulturellen Alltag.
Voiceover: In der heutigen Folge spreche ich mit meiner Kollegin Lea Petters.
Voiceover: Lea arbeitet bei uns im Bereich Data Management and Analytics und dort beschäftigt
Voiceover: sie sich viel mit KI-Technologien.
Voiceover: In unserem Gespräch unterhielten wir uns darüber, warum Unternehmen eine Strategie
Voiceover: für den Umgang ihrer Daten und den Einsatz von KI brauchen, um damit wirklich
Voiceover: zielgerichtet zu investieren und am Ende den größten Mehrwert zu bekommen.
Voiceover: Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Zuhören.
Wolfgang: Hallo Lia, wir sind hier heute schon beim dritten Mal gemeinsam im Podcast,
Wolfgang: wenn ich richtig gezählt habe. Und ich freue mich.
Wolfgang: Man sagt ja immer, aller guten Dinge sind drei. Aber ich möchte vorausschicken,
Wolfgang: ich hätte auch nichts gegen eine Nummer 4, 5, 6 und so weiter und so fort.
Wolfgang: Also schön, dass du da bist heute.
Lea: Ja, danke für die Einladung. Ich bin natürlich auch immer sehr gerne da.
Lea: Komme auch gerne nochmal, aber ich glaube, es gibt auch noch viele andere InnoVex-KollegInnen,
Lea: die spannende Themen dabei haben.
Wolfgang: Ja, das auf jeden Fall. Ich meine, wir befinden uns jetzt mit den Folgen so
Wolfgang: ganz kurz vor der Folge 100.
Wolfgang: Das heißt, wenn wir im dreistelligen Bereich sind, dann können wir mal schauen,
Wolfgang: ob wir noch einen weiteren Termin finden.
Wolfgang: Aber jetzt sind wir ja heute hier da mit einem ziemlich coolen Thema und bevor
Wolfgang: wir anfangen, man kennt dich jetzt wahrscheinlich als treue Hörerin des Podcasts,
Wolfgang: aber kannst dich vielleicht trotzdem mal ganz kurz noch vorstellen,
Wolfgang: wer bist du und wie lange bist du schon bei uns und was machst du so den lieben
Wolfgang: langen Tag, wenn du nicht mit mir über spannende Themen sprichst?
Lea: Ja, also genau, ich heiße Lea, bin in Köln, im schönen Köln und jetzt seit ziemlich
Lea: genau fünf Jahren bei InnoVex, also die Zeit verfliegt und arbeite im Bereich
Lea: Data Management Analytics.
Lea: Bin da als Data Scientist in eingestiegen und habe eben dort an verschiedenen
Lea: Projekten im Bereich Daten und KI gearbeitet.
Lea: Mittlerweile bin ich mehr so in einem Projektleitungs-, als Produktmanagerin
Lea: in den Projekten unterwegs,
Lea: aber eben auch in dem Bereich strategische Beratung zum Thema Daten und KI,
Lea: worüber wir heute auch sprechen.
Wolfgang: Ja, du hast es ja schon vorweggenommen. Daten und KI ist unser Thema,
Wolfgang: beziehungsweise wir hatten ja vorab schon mal drüber gesprochen und haben das
Wolfgang: so als Daten- und KI-Strategie festgelegt, unser heutiges Thema.
Wolfgang: Und das klingt super spannend.
Wolfgang: Strategie ist, glaube ich, immer wichtig, wenn man ein Ziel erreichen möchte.
Wolfgang: Und KI ist so ein Thema, was ja omnipräsent ist.
Wolfgang: Und deswegen passt es wahrscheinlich gut zusammen. Ich selbst komme ja so aus
Wolfgang: dem Bereich Suchtechnik und wenn es um Daten geht, bin ich immer so super hellhörig.
Wolfgang: Denn ich habe früher in ganz vielen Workshops meinen Kunden auch immer erklärt,
Wolfgang: dass die ganzen Daten, die so ein Unternehmen im Laufe der Jahre und manchmal
Wolfgang: auch Jahrzehnte ansammelt,
Wolfgang: dass die ja super wertvoll sind, dass da ein richtiger Datenschatz da ist und
Wolfgang: dass es sich lohnt, da mal vielleicht archäologisch ranzugehen und zu schauen,
Wolfgang: was für einen Schatz man da heben kann, was man damit tut.
Wolfgang: Und ja, heute Daten plus KI plus Strategie sind sehr, sehr spannende Themen.
Wolfgang: Wie würdest du denn so dieses Thema Daten und KI-Strategie definieren,
Wolfgang: wenn ich dich jetzt frage?
Lea: Also das Ziel dahinter ist eigentlich, Daten und KI wertstiftend ins Unternehmen
Lea: reinzubringen und es so zu nutzen, dass es einen Beitrag zu den Unternehmenszielen leistet.
Lea: Und dafür möchte man ja im besten Fall sehr gute Daten- und KI-Produkte entwickeln. Und...
Lea: Dafür sollte man eben sich einen Plan machen. Das heißt, wie komme ich da hin?
Lea: Wie identifiziere ich die Produkte und Projekte, die mich dorthin bringen, wo ich möchte?
Lea: Und wo kann ich eben meinen Datenschatz am effizientesten einsetzen,
Lea: um die Unternehmensziele zu unterstützen?
Wolfgang: Würdest du das teilweise so auch ein bisschen als zwei separate Themenbereiche
Wolfgang: sehen, sodass man sich erstmal vielleicht um die Daten kümmern kann oder sollte,
Wolfgang: um so die Grundlage zu bekommen von dem, was man tun kann?
Lea: Gewissermaßen schon, ja. Deswegen definieren wir das auch so und betrachten
Lea: es eigentlich immer gemeinsam, Daten und KI, weil ohne Daten keine KI.
Lea: Auch ChatGPT, auch wenn man aktuell selber nicht viele Daten mit einspeisen
Lea: muss, um trotzdem sinnvolle Antworten zu bekommen, wurde auf extrem vielen Daten
Lea: trainiert und ist auch der Grund für die hohe Qualität.
Lea: Und das gleiche gilt eigentlich in Unternehmen auch.
Lea: Sobald ich, auch wenn es um Large-Language Models geht,
Lea: sobald ich meine eigenen Daten mit dazuspeise, sind solche Modelle eben auch
Lea: in der Lage, sie auf den Unternehmenskontext anzupassen und dafür muss ich erstmal
Lea: meine Datenlandschaft auch aufgeräumt haben, zugänglich gemacht haben und strukturiert haben.
Wolfgang: Ja, und solche Daten können ja auch super unterschiedlich sein,
Wolfgang: oder? Also sowas wie, weiß nicht, ein Unternehmenswiki, was wahrscheinlich viele
Wolfgang: haben, wo allgemeine Daten drinstehen.
Wolfgang: Oder wenn ich jetzt einen großen Online-Shop habe, vielleicht auch Transaktionsdaten, Kundendaten.
Lea: Produktdaten und… Geodaten, also es gibt da so viele verschiedene Formen,
Lea: Videos, also unstrukturierte, also wir unterscheiden eher an unstrukturierten
Lea: und strukturierten Daten.
Lea: Strukturierte Daten sind eben klassisch Tabellen, Zahlen, kann man sich gut
Lea: vorstellen, also auch so transaktionale Daten, die auch in JSON-Formaten,
Lea: also in bestimmten Formaten vorliegen.
Lea: Wären unstrukturierte Daten, da geht es eben eher um Texte, Videos,
Lea: Bilder, Audiodateien, das kann ja alles Mögliche sein.
Lea: Oder auch Geokoordinaten, das sind also auch schon strukturierte Daten in den
Lea: meisten Fällen, je nachdem.
Lea: Teilweise sind auch PDFs, die man dann auch wiederum strukturieren kann.
Lea: Also das ist eine große Varianz an Daten und der Qualität in vielen Fällen auch
Lea: und den Schritten, die man noch machen muss, um die Daten wirklich zugänglich
Lea: zu machen und verwertbar zu machen.
Wolfgang: Ja, mir fällt da so ein Beispiel ein. Ich habe vor vielen Jahren mal einen Kunden
Wolfgang: aus der Automobilbranche gehabt, einen Zulieferer und da gibt es so einen Standard,
Wolfgang: der heißt 8D und zwar, wenn da irgendwelche Fehler auftreten,
Wolfgang: egal ob das kleine Dinge sind oder vielleicht auch was Großes,
Wolfgang: dann gibt es so einen strukturierten Weg, wie man diese Fehler analysiert und
Wolfgang: am Ende purzelt so ein Report raus.
Wolfgang: Der heißt 8D-Report, weil der aus acht verschiedenen Bereichen besteht.
Wolfgang: Da steht sowas drin wie, welche Personen waren verantwortlich dafür,
Wolfgang: was genau ist geschehen, wo ist das passiert, wie möchte man das in Zukunft verhindern.
Wolfgang: Also so ein ganz strukturiertes Vorgehen, so ähnlich wie bei einer Post-Mortem-Analyse
Wolfgang: in der Software vielleicht.
Wolfgang: Und bei diesem Kunden gab es extrem viele solche Reports.
Wolfgang: Das war ein sehr großes Unternehmen und da gab es jetzt nicht ein paar hundert,
Wolfgang: sondern wahrscheinlich eher ein paar hunderttausend solche Reports.
Wolfgang: Und die waren sehr unterschiedlich. Also teilweise waren das PDFs,
Wolfgang: wo man dann auch Text richtig extrahieren konnte.
Wolfgang: Teilweise waren das Word-Dateien, teilweise waren das handschriftliche Sachen.
Wolfgang: Und die waren halt auch weltweit auf irgendwelchen Fileservern gelegen.
Wolfgang: Und das war ein enorm großer Datenschatz. Und wir haben damals einen Prototypen
Wolfgang: entwickelt, um die Daten ein bisschen nutzbar zu machen.
Wolfgang: Das war aber noch so vor dieser aktuellen KI-Ära, möchte man vielleicht fast sagen.
Wolfgang: Und das kann ja auch sowas sein. Und dann hast du vielleicht branchenspezifisch
Wolfgang: noch was, noch was, noch was.
Wolfgang: Und dann ist schon vorstellbar, glaube ich, dass das sehr, sehr wertvolle Daten sind.
Wolfgang: Weil wenn ich jetzt bei diesen Reports in einen Report vielleicht,
Wolfgang: weiß nicht, einen Monat Arbeit reinstecke, dann ist es auch viel Geld,
Wolfgang: das ich da reingesteckt habe.
Lea: Und dieses Wissen dann halt auch wiederum in so eine KI einzuspeisen,
Lea: wäre natürlich extrem wertvoll.
Lea: Wenn du jetzt ein Modell so out of the box, wie es jetzt verfügbar ist,
Lea: nutzt du das, könnte das wahrscheinlich da nichts beantworten.
Lea: Aber wenn du dann die Daten zugänglich hast und mit einspeisen,
Lea: dann ist natürlich das super viel wert und kann das Wissen gut verteilen, weitergeben.
Lea: Also das wäre auch ein super spannender Use Case auf jeden Fall.
Lea: Aber auch hier hängt es halt an der Strukturierung der Daten und dem Weitergabe
Lea: des Wissens an, dann auch solche Modelle.
Wolfgang: Ja, das ist, glaube ich, dann wirklich so eine Hand-in-Hand-Geschichte,
Wolfgang: dass das eine ohne das andere halt keinen Mehrwert irgendwie stiften kann.
Wolfgang: Weil ich glaube, im Unternehmen kommt es schon darauf an, oftmals,
Wolfgang: dass es so sehr zielgerichtet ist. Und sehr kontextabhängig.
Lea: Da gibt es sehr viel spezifisches Wissen in den Unternehmen.
Lea: Wie du auch sagst, teilweise total verteilt noch irgendwo liegt,
Lea: aber wenn man das dann bündeln kann
Lea: und zusammenbringt, kann man enorme Effizienzgewinne dann auch erheben.
Wolfgang: Ja, und in den letzten fünf Jahren gab es halt einfach auch ganz krasse Fortschritte
Wolfgang: mit so einer Technologie, wo du halt heute Dinge einfach tun kannst, die es früher nicht gab.
Wolfgang: Also als ich an diesem Projekt gearbeitet habe, das war glaube ich vor sieben,
Wolfgang: acht Jahren, da war die große Herausforderung, Text aus diesen PDF-Dateien so
Wolfgang: zu extrahieren, dass der Zusammenhang halbwegs erhalten bleibt.
Wolfgang: Und da gab es auch tabellarische Darstellungen und wir haben das hinbekommen,
Wolfgang: aber es war super viel Arbeit.
Wolfgang: Und heute kann ich mir vorstellen, wenn ich so ein strukturiertes PDF irgendwie
Wolfgang: so bei Chat-GPT mal reinkippe und sage, hey, bitte fass mir das mal zusammen,
Wolfgang: dann wird es wahrscheinlich ganz gut sein.
Wolfgang: Also da muss man nicht so viel Handarbeit anlegen, sondern das kommt dann zu Out of the Box irgendwo.
Lea: Ja.
Wolfgang: Okay, super spannend. Wir haben es gerade schon ein paar Mal Chat-GPT gesagt
Wolfgang: und ich glaube, für viele Leute ist das gleichzusetzen mit KI,
Wolfgang: oder? Also das ist mein Eindruck so ein bisschen.
Lea: Ja, zumindest so die letzten Jahre, seitdem dieser, sagen wir mal,
Lea: Hype rund um ChatGPT anhält und ist irgendwie KI mehr oder weniger gleichbedeutend
Lea: mit Generative AI, also generative KI.
Lea: Das heißt, KI, die Dinge neu produziert und in dem Fall jetzt von ChatGPT auch
Lea: eher in die Richtung von Sprache.
Lea: Also generierte Sprache, natürliche Sprache und dann hier in dem Fall ja auch
Lea: dann, dass man in natürlicher Sprache interagieren kann.
Lea: Also das heißt, man kann was reinschreiben und ich bekomme auch wieder Text zurück.
Lea: Und ja, das macht natürlich auch das Ganze viel zugänglicher.
Lea: Das heißt, deswegen ist es so für jemanden, der sich vielleicht auch vorher
Lea: noch nie damit beschäftigt hat, total beeindruckend.
Lea: Und ja.
Lea: Aber tatsächlich gibt es natürlich KI schon viel länger und es gibt auch noch
Lea: ein paar andere Teilbereiche, die KI umfasst.
Wolfgang: Ja, also ich glaube, das ist schon eines der ganz faszinierenden Dinge,
Wolfgang: dass man sich keinen Kopf drüber machen muss, wie man so ein System benutzt.
Wolfgang: Und bei ChatGPT ist es auch völlig egal, wie deine Rechtschreibung ist.
Wolfgang: Also ich habe am Anfang sehr stark darauf geachtet, dass es eine korrekte Rechtschreibung
Wolfgang: ist. Und wenn ich einen Schreibfehler drin hatte, hatte ich ihn korrigiert.
Wolfgang: Bis ich dann irgendwann mal bemerkt habe, ich kann so krass schlecht Rechtschreibung
Wolfgang: da reinpacken, das funktioniert trotzdem.
Lea: Obwohl es natürlich schon auch Tricks und Kniffe gibt, wie man dem Modell dann
Lea: die besten Antworten entlockt. Also alles rund um Prompt Engineering.
Lea: Also ich würde sagen, in neueren Modellen wird es auch immer unwichtiger.
Lea: Also das ist auch nochmal eine Entwicklung. Aber gerade am Anfang hat man dann
Lea: schon auch Unterschiede gesehen, je nachdem, wie man mit dem Modell interagiert
Lea: hat, welche Antwort man bekommen hat.
Wolfgang: Ja, aber das ist auch meine Beobachtung. Schön, dass du das erwähnst,
Wolfgang: dass sowas unwichtiger wird.
Wolfgang: Weil ich kann mich auch erinnern, so am Anfang, vielleicht auch so GPT-3 oder
Wolfgang: so, da gab es ja ganz große Tutorials, dass man dann auch gesagt hat,
Wolfgang: hey, stell dir vor, du bist XY und du musst jetzt Folgendes machen.
Lea: Think Step by Step.
Wolfgang: Ja, ja, genau, genau. Und befolge diese fünf Regeln und dann bitte schau es
Wolfgang: nochmal durch. Und heute geht das, glaube ich, ganz oft so out of the box schon ganz gut.
Lea: Also es gibt ja verschiedene Modelle, die auch für verschiedene Use Cases dann
Lea: nochmal gezielter sind, also spezifischer sind.
Lea: Aber ja, auf jeden Fall, das ist auch meine Beobachtung, dass Prompt Engineering
Lea: immer weniger wichtig wird.
Wolfgang: Erinnerst du dich noch an die Zeit, die liegt sicherlich schon zwei Jahre zurück,
Wolfgang: als es so Stellenausschreibungen in den USA, glaube ich, gab,
Wolfgang: dass Leute, die sehr gut in Prompt Engineering sind, irgendwie schon 250.000
Wolfgang: Dollar im Jahr verdienen?
Lea: Tatsächlich. Also ich wusste nicht, dass ich solche Summen aufrufen konnte,
Lea: aber ich war tatsächlich auch mal in einem Projekt als Prompt Engineer und ich
Lea: glaube, heute kriegen wir keine Anfragen mehr dafür.
Lea: Also das war so ein kurzweiliger Trend.
Wolfgang: Ja, also es fällt mir gerade ein, echt absurd irgendwie. Ja,
Wolfgang: aber jenseits von Chat, GPT und ähnlichen Chatbots, es gibt ja noch viel mehr
Wolfgang: im Bereich der künstlichen Intelligenz und das finde ich immer so ein Ding,
Wolfgang: denn ich glaube viele coole Use Cases, die fallen so ein bisschen runter,
Wolfgang: zumindest mal was den ersten Blick angeht,
Wolfgang: weil halt einfach Chat, GPT und Chatbots so omnipräsent sind.
Wolfgang: Wenn du die Medien anschaust, überall, hier Chat-GPT, hier OpenAI und natürlich
Wolfgang: die ganzen anderen großen Mitbewerber, die es noch gibt, so DeepSeek jetzt so
Wolfgang: in der letzten Zeit, ganz, ganz groß und alle anderen.
Wolfgang: Aber was kennst du denn so aus deiner Praxis vielleicht noch an so anderen Use
Wolfgang: Cases jenseits am klassischen Chatbot, wo man mit moderner KI-Technologie was Tolles machen kann?
Lea: Ja, also gut, wenn man so das Feld Artificial Intelligence sich anschaut,
Lea: da strukturiert sich das auch so eher so in diese, also ist auch immer die Frage,
Lea: wo fängt KI an, wo hört KI auf?
Lea: Also im Endeffekt ist ja vieles auch einfach Statistik. Also ist dann so eine
Lea: einfache statistische Auswertung vielleicht auch schon,
Lea: also zumindest Data Science oder Anfänge von KI, also selbst auch deskriptive
Lea: Analysen können auch schon sehr hilfreich sein für so einen ersten Schritt,
Lea: aber dann auch halt klassischeres Machine Learning, wo wir,
Lea: also wir haben Supervised Learning, das heißt da eine Vorhersage zu treffen,
Lea: zum Beispiel wie viel wird verkauft in der Zukunft, Kommt also so ein klassisches Forecasting,
Lea: aber vielleicht auch ein Labeling, also zum Beispiel Klassifikation von Themen.
Lea: Also zu sagen, ist es jetzt Spam oder ist es kein Spam? Das sind so diese klassischen
Lea: Fälle, die da auch drunter fallen.
Lea: Also das ist eigentlich auch schon Artificial Intelligence.
Lea: Dann gibt es halt auch diese ganzen Bereiche rund um Computer Vision.
Lea: Ich meine, da auch dort...
Lea: Also gibt es natürlich auch Modelle, die jetzt solche Bilder generieren,
Lea: aber auch erkennen in Bildern von Komponenten.
Lea: Auch da gab es enorme Fortschritte in den letzten Jahren.
Wolfgang: Ja, zum Beispiel, dass Stimmungen erkannt werden in Bildern.
Lea: Also so Stimmungsklassifikation, das wäre dann auch so, was ist das ein Positives?
Lea: Also wenn man denkt zum Beispiel in Reviews von, also weiß ich nicht,
Lea: bei Amazon, wenn man das Buch, ist das ein positiver Review,
Lea: ist das ein negativer, kann man, das wäre aber auch eine Anwendung von,
Lea: also klassischerweise wurde es eben mit NLP-Methoden gemacht,
Lea: also Natural Language Processing, also wo man dann halt auch genau anhand von
Lea: einzelnen Wörtern auch eher dann gesagt hat, okay, ist das jetzt eher was Positives,
Lea: ist das eher was Negatives?
Lea: Mittlerweile können natürlich solche Large Language Models sowas auch sehr gut, schon out of the box.
Lea: Das Input ist dann immer die Frage, in welcher Masse man das auch wirklich durchführen muss.
Lea: Kann es dann halt vielleicht effizienter sein, dann ein spezifisches Modell dafür zu haben?
Lea: Aber früher hat man da wirklich auch viel Arbeit in diese ganzen Pre-Processing,
Lea: also das heißt die Vorverarbeitung der Daten investiert. das ist tatsächlich
Lea: durch diese neuen Modelle eigentlich komplett weggefallen.
Lea: Also da kann man sagen, okay, hier ist das Review, der Review gibt mir zurück,
Lea: ist das ein positiver oder negativer, also diese Stimmungsklassifikation und.
Wolfgang: Ja, das ist mega spannend. Also wir hatten mal vor vielen Jahren einen Studenten bei uns.
Wolfgang: Ich glaube, der hat eine Master- oder Bachelorarbeit bei uns geschrieben und
Wolfgang: da habe ich diese Präsentation gesehen.
Wolfgang: Und bei dem Thema, da ging es auch um Computer Vision. Und zwar sollten da die
Wolfgang: Daten von so Fahrzeugscheinen automatisiert erkannt werden. Und beim Fahrzeugschein
Wolfgang: ist es so, ich meine jeder, der einen Fahrzeugschein besitzt,
Wolfgang: weiß, die sind nicht richtig gut gedruckt.
Wolfgang: Man hat da immer noch diesen Nadeldrucker, der ist meistens ein bisschen schief
Wolfgang: dann eingespannt und mit so klassischem OCR ging das damals einfach nicht sehr, sehr gut.
Wolfgang: Es gab damals auch schon so OCR bei der Google Cloud beispielsweise und das
Wolfgang: war nicht so gut und er hat dann quasi ein eigenes System trainiert auf Fahrzeugscheine
Wolfgang: und ich glaube er hatte sich von so einer Mietwagenfirma da viele Fahrzeugscheine
Wolfgang: mal verschafft und konnte die dann halt fotografieren und das Trainingsmaterial
Wolfgang: nehmen und das ging richtig, richtig gut.
Wolfgang: Und ich war neulich im Urlaub und war dann zu einer Kunstausstellung und da
Wolfgang: war von so einem Künstler ein handgeschriebenes Tagebuch auf Spanisch in so einer Vitrine gelegen,
Wolfgang: so ganz krakelig und ich spreche kein Spanisch und ich habe dann ein Foto gemacht
Wolfgang: und habe das mal bei Chachepity reingeworfen und gesagt hey,
Wolfgang: hier ist ein Tagebuch, übersetzt mir das mal und das hat wunderbar funktioniert
Wolfgang: also ich konnte den Text lesen, der hat Sinn gemacht der hat auch zum Exponat
Wolfgang: gepasst und das war halt wirklich eine super krasse Sau glaube ich,
Wolfgang: von einem Künstler trifft natürlich.
Wolfgang: Und da gibt es schon krasse Fortschritte, wenn sowas irgendwie gemacht wird.
Lea: Und auch für sowas gibt es Anwendungsfälle in Unternehmen, wo man halt vielleicht
Lea: auch auch, was du vorhin gesagt hast, ist halt Wissen, das irgendwie davor liegt,
Lea: dann halt persistiert und strukturiert.
Lea: Also das wäre eben dann so klassische Computer Vision Use Case.
Wolfgang: Und was so diese ganze Emotionserkennung angeht, ich habe da neulich was gelesen,
Wolfgang: im Bereich von Tiermedizin Medizin oder Tierforschung, dass man Emotionen von
Wolfgang: Tieren quasi mit so einem Modell deuten kann. Und da ging es um Pferde.
Wolfgang: Ich bin kein Pferdeexperte, aber man kann in verschiedenen Merkmalen erkennen,
Wolfgang: ob es dem Pferd gut geht oder ob das gerade Schmerzen oder Stress hat.
Wolfgang: Und jetzt als Tiermedizinerin kannst du das wahrscheinlich gut erkennen.
Wolfgang: Aber mit dem Modell konnte man das auch schon zu einem sehr hohen Grad erkennen.
Wolfgang: Und ich habe mir Bilder angeschaut und für mich sahen die Pferde überall gleich aus.
Wolfgang: Ich habe überall ein langes Gesicht gemacht. Aber das Modell konnte dann sagen,
Wolfgang: okay, dem Pferd geht es gerade nicht gut.
Wolfgang: Und das wäre ja auch cool, wenn ich jetzt Pferdebesitzer wäre auf meinem Pferdehof.
Wolfgang: Kann ich vielleicht einfach mit meinem Handy morgens mal schauen oder ich habe
Wolfgang: eine Kamera und merke, okay, dem Fury geht es vielleicht jetzt nicht gut.
Wolfgang: Jetzt hole ich mal einen Tierarzt, der den mal durchcheckt irgendwie.
Wolfgang: Also das ist dann vielleicht auch nochmal ein ganz cooler KI-Use-Case,
Wolfgang: der sonst halt nicht so gut funktioniert.
Lea: Und dann sonst kennt man halt natürlich auch diese klassischeren,
Lea: in der Medizin sind ja auch solche Tumorerkennungen.
Lea: Und das sind ja alles so Use-Cases, wo man einfach extrem viel Erfahrung braucht.
Lea: Und das ist natürlich auch etwas, wo Maschinen uns vielleicht ein Stück weit voraus sind,
Lea: weil sie einfach sehr viele Aufnahmen aufnehmen können, das Klassifizieren daraus
Lea: lernen können und bis jetzt ein einzelner Mediziner zum Beispiel dieses Erfahrungslevel
Lea: erreicht, dauert das halt ein paar Jahre.
Lea: Und aber auch hier wiederum, damit solche Modelle so gut werden können,
Lea: brauchen wir halt auch die Daten dafür.
Lea: Das heißt, wir brauchen viele Aufnahmen, die dann wiederum das Label dazu haben.
Lea: Also jetzt hier in dem Fall ist jetzt ein Tumor und ein Ja oder Nein,
Lea: den vielleicht auch sogar noch in irgendeiner Form umkreist haben.
Lea: Oder jetzt auch bei den Pferden, dass man vorher klassisch, okay,
Lea: das ist jetzt genau diese Emotion.
Lea: Also da muss ja vorher erstmal dieses Wissen eingespeist werden.
Lea: Aber dann skaliert das natürlich enorm.
Wolfgang: Ja, das ist cool. Und vielleicht noch so ein letztes Beispiel,
Wolfgang: weil ich lese ganz viel immer solche Nachrichten. Ich finde es super spannend, was so möglich ist.
Wolfgang: Da ging es um so historische Schriften.
Wolfgang: Ich bin auch kein Archäologe oder Historiker, wo es letztendlich das Problem
Wolfgang: war, Menschen können solche alten Schriften ganz gut übersetzen,
Wolfgang: aber die brauchen viel Zeit und es gibt wenige Menschen, die das können.
Wolfgang: Und deswegen ist die Menge an so historischem Schriftwerk, das übersetzt werden kann, begrenzt.
Wolfgang: Und da habe ich einen Artikel gelesen, wo halt auch ein Modell darauf trainiert
Wolfgang: wurde, wo dann halt Leute aus dieser Forscher-Community gesagt haben,
Wolfgang: ja das ist halt super cool, denn die KI übersetzt uns die Sachen.
Wolfgang: Und wir als Menschen gehen nochmal ran und lesen da auch nochmal drüber und
Wolfgang: checken, ob das passt, was da drin steht.
Wolfgang: Aber die ganze Arbeit, die wir sonst reinstecken müssten,
Wolfgang: da wird uns super viel abgenommen und wir können uns jetzt so quasi auf die
Wolfgang: schönen Dinge konzentrieren und müssen nicht jetzt vielleicht jedes einzelne
Wolfgang: Schriftzeichen irgendwo deuten,
Wolfgang: sondern haben ja schon eine Unterstützung und wir könnten es nicht skalieren,
Wolfgang: weil zu wenig Leute diese spezielle Archäologie vielleicht irgendwie studieren möchten.
Wolfgang: Es gibt einfach nur begrenzt viele Leute und das finde ich auch echt ein cooler Use Case.
Wolfgang: Und wenn wir beim Unternehmen sind, wenn da vielleicht in den historischen Daten
Wolfgang: irgendwelche alten Handschriften drin sind, die von einem Kollegen sind,
Wolfgang: der das Unternehmen schon vor 50 Jahren verlassen hat, dann kann das sonst auch niemand mehr lesen.
Lea: Ja, mir hat das eine Kollegin im Projekt erzählt vom Kunden,
Lea: die gesagt haben, bei denen ist es auch so, dass halt jetzt wie gerade und das
Lea: ist ja Thema Fachkräftemangel und Boomer gehen jetzt gerade in Rente.
Lea: Das heißt, da gibt es jetzt extrem viele, die sehr, sehr lange im Unternehmen
Lea: waren und jetzt das Unternehmen verlassen und da ist halt eine große Angst,
Lea: dieses Wissen zu verlieren.
Lea: Und dann haben sie wirklich so experimentell angefangen, ich weiß gerade nicht
Lea: mehr genau wie er heißt, aber den Klaus-Chatbot zu trainieren,
Lea: wo eben Klaus dann jetzt in seinen letzten,
Lea: weiß ich nicht, sechs Monaten seines Arbeitslebens dann den Bot trainiert und
Lea: ihm die ganze Zeit erzählt,
Lea: was er macht und welches Wissen er hat und versucht es dem Bot zu übergeben,
Lea: sodass dann später die KollegInnen nicht mehr zu Klaus eben an der Tür klopfen,
Lea: sondern kurz den Klaus-Chatbot anwerfen können und ihn fragen können.
Lea: Wie bestimmte Dinge funktionieren. Also fand ich auch sehr lustig,
Lea: um da das Wissen eben zu persistieren.
Wolfgang: Ja, wenn du hier jetzt diesen Chatbot dann mit einer Sprachsynthese ausstattest,
Wolfgang: dann kann sich der Kollege Klaus auch ganz normal unterhalten.
Wolfgang: Dann macht es vielleicht auch Spaß nochmal, die alten Geschichten der letzten 40 Jahre zu erzählen.
Lea: Dann reproduziert er die Jokes, die Klaus schon seit Jahren erzählt hat.
Wolfgang: Ja, das ist wahrscheinlich. Das ist wie wenn man so einen Papagei zu Hause hat,
Wolfgang: indem man was beibringt dann.
Wolfgang: Lea, angenommen, da ist jetzt ein Unternehmen und dieses Unternehmen verspürt
Wolfgang: vielleicht so ein bisschen Angst, was zu verpassen, was ja nachvollziehbar ist.
Wolfgang: Denn wenn überall was mit KI gemacht wird und bei mir im Unternehmen,
Wolfgang: wir haben keine KI- und Datenstrategie und wir haben vielleicht da einfach noch
Wolfgang: nichts, aber wir haben Angst einfach, da jetzt abgehängt zu werden und haben
Wolfgang: Lust und natürlich auch Budget,
Wolfgang: um was zu tun, denn so im luftleeren Raum lässt es sich ja schwer schaffen irgendwie.
Wolfgang: Was ist denn dann deiner Erfahrung nach ein guter Weg, wie man mal vorgehen kann?
Wolfgang: Also ich weiß nicht, irgendwie, man muss ja sich überlegen oder entscheiden,
Wolfgang: in welche Richtung das mal gehen möchte, weil die Möglichkeiten sind so viele
Wolfgang: und ich merke das bei mir selber.
Wolfgang: Mich wird sowas, glaube ich, echt erstmal überfordern. So, hey,
Wolfgang: es gibt so viel und ich lese jeden Tag von 10.000 neuen Use Cases und KI,
Wolfgang: KI, KI und ich habe doch nur mein, in Anführungszeichen, kleines Business.
Wolfgang: Wie geht man denn da am besten vor?
Lea: Ja, im besten Fall nimmt man sich ein bisschen Zeit dafür. Also,
Lea: um so eine Strategie zu entwickeln und sich das halt strukturiert auch anzuschauen,
Lea: sollte man sich schon irgendwie zwei bis vier Monate Zeit nehmen,
Lea: um das wirklich strukturiert anzugehen.
Lea: Und also, wenn wir das mit einem Kunden gemeinsam machen, dann haben wir so
Lea: verschiedene Phasen, die wir durchlaufen.
Lea: Wir starten da eher mit so einem Orientierungsworkshop. Wir erwähnen den Nordstern-Workshop,
Lea: wo wir natürlich auch immer auf den Kunden angepasst.
Lea: Erstmal schauen wollen, was ist das eigentlich für ein Kunde?
Lea: Was hat er für eine Unternehmensvision?
Lea: In welchem Bereich arbeiten die?
Lea: Wo wir vielleicht auch im Vorfeld uns dann schon mal in der Branche umschauen,
Lea: welche Use Cases, was gibt es da eigentlich? vielleicht auch ein Stück weit Aufklärung betreiben.
Lea: Was gehört alles zu KI? Was sind da für Möglichkeiten, um so ein bisschen Inspiration zu geben?
Lea: Sodass wir da erst mal auf einer gemeinsamen Grundlage starten und auch eben
Lea: so ein gemeinsames Verständnis erarbeiten können.
Lea: Und so ein Stück weit auch, also
Lea: im besten Fall, halt schon so eine grobe langfristige Vision halt haben.
Lea: Also das heißt, was wollen wir eigentlich mit KI erreichen?
Lea: Was ist da so schon ein Gefühl dafür zu bekommen,
Lea: Was sind so die Bereiche, wo wir wahrscheinlich am meisten Mehrwert schaffen
Lea: können mit KI-Produkten?
Lea: Und dann gibt es erstmal so eine Analysephase, wo wir wirklich mit ganz vielen
Lea: Stakeholdern und Bereichen im Unternehmen auch individuell sprechen,
Lea: um zu verstehen, okay, wo stehen die gerade?
Lea: Was haben sie vielleicht schon? Was gibt es, worauf wir aufbauen können?
Lea: Wo gibt es Bereiche, die vielleicht noch Potenzial haben, wo sie noch nicht so weit sind?
Lea: Wir haben da auch so ein sehr strukturiertes Framework eigentlich,
Lea: da kann ich gleich nochmal drauf eingehen, entlang dem wir so ein Stück weit
Lea: denken und wo wir uns ein bisschen langhangeln, um den Status quo eben strukturiert aufzunehmen.
Lea: Da gucken wir uns an, wie sieht die Datenlandschaft aus? Welche Daten gibt es überhaupt?
Lea: Wo liegen die? Wie sind die strukturiert? Gibt es da schon eine unterliegende
Lea: Architekturmodelle dafür?
Lea: Gucken wir uns aber auch an, gibt es vielleicht schon Daten- und KI-Produkte,
Lea: die schon vorhanden sind? Also auch sowas Klassisches, was viele ja schon machen, so Reportings.
Lea: Also wo stehen die da oder vielleicht haben die auch schon erste Machine Learning
Lea: Modelle, kann auch sein.
Lea: Also je nachdem, da ist es ja sehr individuell, wo die jeweiligen Kunden stehen.
Lea: Und dann aber natürlich auch darüber zu sprechen, was gibt es eigentlich für Potenziale.
Lea: Was sind denn so einerseits, was sind so ein bisschen die Schmerzpunkte?
Lea: Da kann man natürlich mal gut verstehen, okay, da gibt es vielleicht was,
Lea: wo man optimieren kann, also auch Dinge vereinfachen,
Lea: automatisieren, um da eben schon mal zu gucken, okay, gibt es da potenzielle
Lea: Use Cases, die wir unterstützen könnten oder die vielleicht Sinn macht,
Lea: diese Strategie aufzunehmen?
Lea: Und genau, gehen dann in so eine Art Potenzialanalyse, das heißt,
Lea: wir nehmen diese ganzen Use Cases auf,
Lea: strukturieren die auch, also definieren die aus, verstehen dann besser, was bräuchte man dafür,
Lea: also so ein bisschen, um ein gewisses Verständnis für die Komplexität zu erlangen
Lea: auf Basis des Status Quo, weil je nachdem, wo im Unternehmen eben steht,
Lea: sind bestimmte Use Cases auch komplexer oder weniger komplex.
Lea: Und gucken dann eben gemeinsam, welches sind jetzt die, die besonders viel Potenzial haben.
Lea: Einerseits, welchen Mehrwert sie eben generieren können, aber halt eben auch
Lea: vom Komplexitätsgrad so sind, dass sie eben ein Stück weit überschaubar sind.
Lea: Und ja, dann gucken wir natürlich auch, welche Technologien sind dafür notwendig.
Lea: Wenn da Bedarf ist, kann man natürlich auch so eine Art Technologie-Evaluation
Lea: machen, zu schauen, okay, was, je nach den Anforderungen, die jetzt auch aus
Lea: den Use Cases heraus purzeln, welche Technologien werden für den Kunden am passendsten.
Lea: Und dann gehen wir eigentlich auch in diese,
Lea: eigentlich schon in die Strategieentwicklung, wo wir halt sagen, okay,
Lea: wir haben jetzt hier vielleicht zwei bis drei Use Cases priorisiert,
Lea: die wir halt wirklich gezielt angehen wollen in den nächsten Monaten und Jahren vielleicht auch.
Lea: Und wie können wir, welche Schritte wollen wir dann gehen, um diese eben zu
Lea: enablen und zu ermöglichen?
Lea: Umzusetzen, auch zu messen, welchen Impact sie haben.
Lea: Also das heißt halt auch, das wirklich messbar zu machen und zu definieren,
Lea: welche Meilensteine wir entlang des Weges eben gehen wollen,
Lea: um dann halt auch wiederum iterativ immer zu gucken, okay, sind wir noch auf
Lea: dem richtigen Weg, müssen wir es nochmal anpassen.
Lea: Hat es den Effekt auf die Unternehmensstrategie, die wir haben wollen?
Lea: Hat es den Mehrwert und von dort eben weitergehen können? Also das heißt,
Lea: Und da eben sich diese Zeit zu nehmen, einmal ganzheitlich auf das Unternehmen
Lea: und seine Ziele zu schauen und zu gucken, wo können Daten und KI den größten Mehrwert leisten.
Wolfgang: Was bedeutet das für mich als Unternehmen, wenn du mich da jetzt berätst,
Wolfgang: wie viel Zeit und Energie muss ich da investieren? Weil ich meine,
Wolfgang: du kommst von außen, hast einen externen Blick, finde ich immer spannend.
Wolfgang: Das fand ich auch bei meinen Kunden immer spannend.
Wolfgang: Ich habe oft Fragen gestellt, die dann zu sehr interessanten Gesprächen wurden,
Wolfgang: weil man als interner Mitarbeitender oftmals manche Fragen nicht stellt,
Wolfgang: weil man so in Anführungszeichen ein bisschen betriebsblind ist und lange dabei ist.
Wolfgang: Und als Externer bist du ja neugierig und das fand ich immer spannend,
Wolfgang: aber wie groß ist da so das Involvement von den Leuten auf Kundenseite?
Wolfgang: Muss da ständig ein Ansprechpartner dabei sein oder ist das sowas Iteratives
Wolfgang: wie jetzt bei Scrum, dass man so kleine Zyklen immer hat und sich immer trifft?
Wolfgang: Wie läuft das ab in der Praxis?
Lea: Ja, also natürlich wollen wir das gemeinsam entwickeln. Also es ist nicht so,
Lea: dass wir da reinkommen oder das dann entwickeln und am Ende zurückspielen und
Lea: sagen, das ist eure Strategie, sondern das ist natürlich immer ein gemeinsamer Prozess.
Wolfgang: Also kein fertiges KI-Paket, das man kaufen kann. Nein, natürlich genau.
Lea: Das ist halt individuell angepasst und das muss natürlich für den Kunden auch
Lea: eben passen und getragen werden ja dann letztlich auch, weil die Umsetzung danach
Lea: sind wir natürlich auch gerne Partner.
Lea: Aber das ist sozusagen nicht die Voraussetzung, sondern wir sind eine Beratungsleistung,
Lea: die wir hier bringen wollen.
Lea: Und das heißt, der Kunde muss das genauso mittragen.
Lea: Und ja, also wie gesagt, es sind so ein Rahmen von zwei bis vier Monaten,
Lea: kommt auf das Unternehmen an, auf die Größe, die Stakeholder,
Lea: mit denen wir alle sprechen müssen, die Komplexität, die verschiedenen Systeme, die im Einsatz sind.
Lea: Das heißt, mit wie vielen Menschen müssen wir sprechen, wie viele Dinge müssen
Lea: wir uns anschauen, um das beurteilen zu können. Davon hängt es ein Stück weit ab.
Lea: Und von der Involvierung, also für uns ist es schon so, dass wir uns wünschen,
Lea: dann einen Ansprechpartner zu haben, der halt natürlich immer punktuell verfügbar ist,
Lea: wo wir halt Rückfragen, der uns auch im Unternehmen vernetzt,
Lea: weil, was ich vorher meinte,
Lea: also dass wir mit den ganzen Stakeholdern wirklich sprechen wollen, das ist super wichtig.
Lea: Das heißt, da müssen natürlich die Stakeholder zur Verfügung stehen,
Lea: aber auch eben jemand dabei sein, der uns halt ermöglicht, die richtigen Personen
Lea: im Unternehmen zu finden, mit denen wir sprechen sollten.
Lea: Dann haben wir auch halt immer wieder so Checkpoints natürlich,
Lea: wo wir unseren Stand teilen, wo wir natürlich auch das gemeinschaftlich eben
Lea: nochmal zurückspielen, wo dann vielleicht nochmal Feedback kommt,
Lea: wo wir vielleicht was falsch verstanden haben, vielleicht zuerst.
Lea: Ein bisschen falsch abgebogen sind oder wo man eben nochmal auch zusätzliche
Lea: Anforderungen einspielen kann.
Lea: Das heißt, da gibt es immer wieder so Interaktionen kontinuierlich,
Lea: aber es ist eben jetzt nicht wie in so einem Projekt, klassischeren Projekt,
Lea: wo wir so sonst arbeiten, wo wir wirklich in einem festen Team sind,
Lea: mit dem wir kontinuierlich zusammenarbeiten, sondern es sind immer so,
Lea: dann gibt es halt diese Phase, wo wir diese Interviews führen,
Lea: die ist ein bisschen intensiver, da müssen wir natürlich die Interviewpartner zur Verfügung stellen,
Lea: aber dann halt eher auch wieder punktuell für Rückfragen, für irgendwelche Zwischenpräsentationen,
Lea: Workshops zur Verfügung stehen.
Wolfgang: Das macht schon Sinn, finde ich. Also gerade auch so diese von dir angesprochenen
Wolfgang: Checkpoints finde ich super wichtig, wenn du als externer Berater oder Beraterin da bist.
Wolfgang: Denn ich meine, du kannst ja dann eine total spannende Idee entwickeln,
Wolfgang: wo du von deiner Sicht aus sagst, ja, das ist eine tolle Strategie und dann
Wolfgang: merkst du aber, das zahlt halt vielleicht, oder merkst du im Gespräch mit dem
Wolfgang: Kunden, das zahlt auf seine Ziele gar nicht ein.
Wolfgang: Das ist vielleicht ganz schön, aber es ist dem Kunden vielleicht völlig egal,
Wolfgang: weil es sein Business nicht so trifft.
Wolfgang: Und als Externer bist du ja halt auch nie so ganz, ganz, ganz hundertprozentig drin.
Lea: Das ist eigentlich schon genau dieses Ziel ist, was wir von Anfang an verfolgen,
Lea: wo wir auch in dem Anfangsworkshop eigentlich auch schon mal den Grundstein
Lea: legen, eben genau zu verstehen,
Lea: wo bewegt sich der Kunde, was ist die Vision, dass wir eben diese Vision auch
Lea: gemeinsam entwickeln und dann halt darauf die Strategie auch abstimmen können.
Lea: Und auch dann in der Priorisierung von Use Cases, das ist natürlich auch nichts, was wir,
Lea: also wir sind dann eher die Person, die dann einen Komplexitätsgrad ein Stück
Lea: weit mehr abschätzen kann, während dann aus der Unternehmensseite dann eher
Lea: auch der Mehrwert für das Unternehmen dann beurteilt werden würde.
Wolfgang: Ja, aber dann bist du ja auch so ein bisschen die Vermittlerin zwischen,
Wolfgang: was ist technisch machbar, wie teuer in Anführungszeichen ist,
Wolfgang: also wie viel Arbeit bedeutet was und was kommt dann als Ergebnis raus von der Qualität und ich meine…,
Wolfgang: Die Person auf der anderen Seite muss natürlich dann entscheiden,
Wolfgang: ob das Investment halt gerechtfertigt ist.
Wolfgang: Finde ich aber auch immer super, super spannend, weil du kannst ja,
Wolfgang: wenn du der Business-Experte bist, kannst ja nicht alles wissen.
Wolfgang: Also es ist total wichtig, dass du verlässliche Leute hast, die Dinge irgendwie einordnen können.
Lea: Und das ist halt eigentlich auch das, was wir da mitbringen.
Lea: Wir haben natürlich schon viel Projekterfahrung, haben verschiedene Unternehmen gesehen.
Lea: Wir kennen zum Beispiel auch Technologien, verschiedene Architekturen,
Lea: verschiedene Setups und können halt da mit dieser Außenbrille,
Lea: glaube ich, ganz gut beraten,
Lea: was es für verschiedene Optionen gibt, welche Besonderheiten,
Lea: welche Voraussetzungen gegeben sind, damit die auch erfolgreich sind und das
Lea: eben dann mit dem Kunden gemeinsam zu entscheiden, okay, in welchen Weg wollen wir dann einschlagen.
Wolfgang: Ja, was gerade gesagt hast, so Setups und Technologie ist ja,
Wolfgang: finde ich auch nochmal ein super spannendes Thema,
Wolfgang: denn das Ziel ist ja, dass so ein Kunde so ein System auch irgendwann mal selbst
Wolfgang: managen und betreuen kann und ich meine, der Klassiker ist ja,
Wolfgang: der Kunde hat vielleicht ein paar Leute in der Administration,
Wolfgang: die sich mit Windows auskennen und du kommst jetzt mit so einer komplett abgefahrenen
Wolfgang: Linux, Kubernetes Lösung,
Wolfgang: die die Leute niemals betreiben können, weil ihnen das Wissen einfach fehlt.
Wolfgang: Also das finde ich ist ja auch nochmal was Spannendes, oder?
Wolfgang: Dazu schauen, welche Technologie ist nicht die beste, sondern die beste für
Wolfgang: den Kunden. Auf jeden Fall.
Lea: Das muss für den Kunden passen. Das heißt
Lea: auch, wir haben so eine Art Maturity-Modell, wo wir halt sagen, okay,
Lea: es gibt ja verschiedene Reifegradstufen in verschiedenen Dimensionen auch,
Lea: die wir uns angucken können.
Lea: Und da ist es auch nicht gesagt, dass wir halt immer das Ziel haben,
Lea: in den höchsten Reifegrad zu springen, weil je nach Unternehmen und nach Unternehmenszielen
Lea: ist das vielleicht gar nicht sinnvoll, ist vielleicht auch die Diskrepanz zwischen
Lea: dem aktuellen Status und dem...
Lea: Also das ist viel zu groß. Das heißt, das Initialinvestment wäre so hoch,
Lea: dass wir halt noch gar nicht den Mehrwert daraus generieren können,
Lea: sondern wir gucken dann halt eben, was macht für die spezifische Situation Sinn?
Lea: Wie können wir uns da langsam oder sinnvoll entlang entwickeln?
Lea: Und was ist eine gute Vision gegeben dem Status Quo?
Wolfgang: Finde ich total wertvoll, weil ich habe das oft erlebt, dass man,
Wolfgang: wenn es um technische Lösungen ging, so in der IT, dass man schon auch gern
Wolfgang: das Allerneuste und das Beste und das Krasseste verwendet hat.
Wolfgang: Und man dann aber irgendwann mal festgestellt hat, der Preis dafür war so unglaublich
Wolfgang: hoch, das wird sich niemals rentieren.
Wolfgang: Die Arbeit, der Administrationsaufwand, die Schmerzen.
Lea: Ja, und also irgendwie dann auch Sachen, also so eine Migration zum Beispiel
Lea: ist immer auch sehr schmerzhaft.
Lea: Dann auch, wie du auch sagst, die Kosten teilweise, wenn man jetzt halt das
Lea: neueste und hochskalierteste System haben will, ist ja die Frage,
Lea: benötigt man das eigentlich für die Datenmengen, die man zum Beispiel hat, die man managen möchte?
Lea: Das ist immer die, also es ist natürlich ein tolles Ziel.
Lea: Man will immer hochskaliert sein, wie möglichst flexibel und individuell,
Lea: Aber das kommt natürlich auch mit bestimmten oder geht mit bestimmten Kosten
Lea: einher und dann ist die Frage, lohnt es sich für das, was man eigentlich umsetzt?
Lea: Also wir haben es in vielen Projekten auch schon gesehen, dass da halt irgendwie
Lea: jahrelang in extrem gut ausgebaute Dateninfrastruktur investiert wurde und dann
Lea: hat es aber an einem anderen Ende gescheitert,
Lea: weil die Produktteams zum Beispiel das gar nicht genutzt haben und vielleicht
Lea: der Fokus und die Ziele der einzelnen Teams ganz woanders waren.
Lea: Das heißt, also das ist jetzt nochmal so ein Thema, oder eine Dimension,
Lea: die wir uns auch immer anschauen, ist halt diese Datenkultur und Organisation.
Lea: Das heißt, das muss alles auch irgendwie zusammenpassen. Das heißt,
Lea: wenn ich da topnotch Architektur hinstelle, aber die Personen nutzen das nicht,
Lea: dann bringt es mich in meiner Strategie und mit meinem Ziel eben auch nicht wirklich weiter.
Wolfgang: Ja, weil du es gerade angesprochen hast mit Dimensionen.
Wolfgang: Du hast vorhin gesagt, du nutzt ein Modell mit vier verschiedenen Dimensionen.
Wolfgang: War das dann jetzt eine davon, die Datenkultur?
Lea: Genau, das ist eine Dimension. Über so einen ganzen Strategieverlauf schauen
Lea: wir uns immer vier verschiedene Dimensionen an.
Lea: Das sind einerseits so ein bisschen die Rahmenparameter, also das ist die Datenarchitektur
Lea: und Infrastruktur, also das heißt alles rund um den Technologien,
Lea: die ich auch einsetze, die Daten, die ich einspeise, die Datenmodelle, die ich habe.
Lea: Alles, was erstmal die Daten verfügbar und zugänglich macht.
Lea: Dann Data Governance, also alles rund um die Rahmenbedingungen,
Lea: die Regeln, die vor allem die Datenqualität sicherstellen sollen,
Lea: die auch Ownerships klären.
Lea: Das heißt, wer hat wie, wo Zugriff auf die Daten.
Lea: Da gibt es ja natürlich auch Themen wie GDPR, gehen da mit einher.
Lea: Das heißt, Privacy-Regelungen, wie werden Daten gespeichert,
Lea: gelöscht, diese ganzen Themen.
Lea: Und dann der dritte Teil ist eben Datenkultur und Organisation.
Lea: Das heißt, wie datenaffin sind die Personen im Unternehmen schon,
Lea: welche Kompetenzen haben sie schon.
Lea: Muss da vielleicht auch, um der Vision näher zu kommen, muss da vielleicht auch
Lea: ein Upskilling stattfinden, vielleicht auch neue Personen mit ins Unternehmen
Lea: eingebracht werden, um das Unternehmen weiterzuentwickeln und auch die Organisationsstruktur
Lea: ist da halt sehr wichtig.
Lea: Wie ist man aufgestellt?
Lea: Hat man zum Beispiel auch cross-funktionale Teams, die dann wirklich an solchen
Lea: Themen arbeiten oder sind es eher so isolierte Teams?
Lea: Das heißt, das erschwert dann auch so eine gemeinsame Entwicklung von einem
Lea: Datenprodukt, das eben verschiedene Enden zusammenbringen muss.
Lea: Und ja, der letzte Teil ist eigentlich ein Stück weit der Kern des ganzen Projekts
Lea: sind Daten und KI-Produkte. Das ist eigentlich da, wo wir ja hinwollen.
Lea: Aber auch dafür braucht man eben bestimmte Strukturen, die das unterstützen.
Lea: Bestimmte Prozesse, die so eine Produktentwicklung unterstützen.
Lea: Und ja, das sind eigentlich so diese vier Dimensionen, die wir uns auch mal angucken.
Lea: Das heißt, wir gucken die uns im Status Quo an, sagen, okay,
Lea: wo steht die da eigentlich, was habt ihr da schon?
Lea: Dann anhand der priorisierten Use Cases können wir dann sagen,
Lea: okay, wo wollen wir eigentlich hin, was benötigen wir in den verschiedenen Dimensionen,
Lea: damit die auch sinnvoll umgesetzt werden können und dann können wir die im Prinzip
Lea: gegeneinander gegenüberstellen und zu sagen, okay,
Lea: welche Lücke wollen wir schließen oder müssen wir schließen,
Lea: um dahin zu kommen und welche Schritte müssen wir gehen, um das eben zu tun.
Wolfgang: Ja, sehr interessant. Wie ist das denn, wenn du in so Projekten fertig bist
Wolfgang: mit dieser ganzen zwei bis viermonatigen Strategie, Findungs- und Entwicklungsphase,
Wolfgang: kommt es dann da auch manchmal zu Überraschungen?
Wolfgang: Also zur Überraschung im Sinne von, man hat angefangen und ein Kunde hatte vielleicht eine Idee,
Wolfgang: vielleicht auch getrieben durch die ganze mediale Berichterstattung und am Ende
Wolfgang: kommt aber dann raus, nee, der Chatbot ist doch nicht das Beste für dich,
Wolfgang: sondern für dein Business wäre folgende KI-Lösung mit deinen Daten halt total
Wolfgang: gut, weil es auf deine Unternehmensziele einzahlt. Also passiert sowas häufig?
Lea: Ja, auf jeden Fall. Also das sind ja auch, also das sehen wir ja auch häufiger, dass halt dieses,
Lea: also du hast ja gesagt, man hat dieses Bild, okay, lass uns doch mal ein Chatbot
Lea: bauen und das ist irgendwie, das wird bestimmt unsere ganzen Probleme lösen
Lea: oder das ist der Schritt, wie wir unseren Fuß in die Tür von KI-Entwicklung bekommen.
Lea: Aber dann gibt es eben noch vielleicht ganz andere Use Cases,
Lea: die eigentlich die großen Kostenthemen zum Beispiel angehen oder vielleicht
Lea: auch irgendwelche Features, die den Umsatz nach vorne treiben.
Lea: Also es sind eigentlich eher so die Dinge.
Lea: Und wenn halt, sagen wir mal so, die Confluence-Suche jetzt nicht der große
Lea: Kostentreiber ist, dann ist es vielleicht auch nicht der Use Case,
Lea: den Confluence-Chatbot zu bauen, nicht der Use Case, der den größten Impact hat.
Lea: Und da, ja, es ist natürlich immer wieder so, dass,
Lea: also hoffen wir natürlich auch, dass wir gerade auch den Entscheiderinnen und
Lea: Entscheidern da nochmal mehr Hintergrundwissen mitgeben können,
Lea: mehr einen breiteren Blick auch auf die ganze Daten- und KI-Landschaft geben
Lea: können, sodass wir, dass sie mehr den Überblick haben, was sind eigentlich die
Lea: Möglichkeiten, die für ihr Unternehmen passend sind, auf jeden Fall.
Wolfgang: Und jetzt sind wir immer als Dienstleister unterwegs oder du als Dienstleisterin natürlich unterwegs.
Wolfgang: Das bedeutet dann aber auch, dass viele Unternehmen keine entsprechenden internen
Wolfgang: Leute mit der Expertise haben, oder?
Lea: Die jetzt eine Datum-KI-Strategie entwickeln. Ja, also das ist einerseits natürlich
Lea: auch wertvoll, jemanden von außen damit reinzunehmen, weil du nicht mit einem
Lea: ganz anderen Blick drauf gehst.
Lea: Du hast vielleicht, hast du ja vorhin schon gesagt, man hat dann eben vielleicht
Lea: schon mal ein bisschen mehr gesehen.
Lea: Man hat nicht diese, ja, ist nicht so betriebsblind, wie man vielleicht ist, wenn man intern ist.
Lea: Das heißt, da wünschen sie sich einfach diese Unterstützung.
Lea: Also das heißt jetzt nicht, dass sie, dass da natürlich keine kompetenten Menschen dort arbeiten.
Lea: In der Regel sind das, die haben sehr viel Wissen auch und das,
Lea: wovon wir auch sehr profitieren, um eben so eine Strategie zu entwickeln.
Lea: Aber genau und dabei, wir gucken natürlich auch darauf, wie sind sie aufgestellt
Lea: und dann halt die Lösung zu entwickeln oder vorzuschlagen in der Strategie, die für sie passt.
Lea: Also wir haben jetzt ein Projekt, worüber wir jetzt auch sprechen dürfen,
Lea: wo wir auch eine Case Study online haben, bei den Mainzer Stadtwerken,
Lea: wo wir auch Datenstrategie mitentwickelt haben.
Lea: Und da war tatsächlich so ein Fall, wo sie sich gewünscht haben,
Lea: da Technologien zu nutzen, die mehr Low-Code-Anwendungen eben auch integrieren,
Lea: da sie halt eben selbst nicht mit den Technologien, die vielleicht in anderen
Lea: Bereichen halt genutzt werden, so familiär sind.
Lea: Und deswegen haben wir da eben auch die passende Lösung gefunden.
Lea: Und das fand ich eigentlich ein super schönes Beispiel zu sehen,
Lea: okay, wir gucken immer, was ist wirklich für den individuellen Kunden sinnvoll und, ähm,
Lea: unterstützen eben dabei, das dann auch umzusetzen.
Wolfgang: Ja, ich finde das auch großartig, so was, denn das Problem finde ich,
Wolfgang: wenn du jetzt halt als Dienstleister halt ein Produkt hast, ein eigenes,
Wolfgang: dann versuchst du natürlich, ja logisch, natürlich immer dieses Produkt zu verkaufen.
Wolfgang: Ich meine, wenn ich als Dienstleister irgendwie ein KI-Produkt hätte,
Wolfgang: dann würde ich wahrscheinlich meinen Kunden auch nicht sagen,
Wolfgang: also das ist das Falsche für euch, sorry.
Wolfgang: Also ist nachvollziehbar und ich finde, wenn du halt zur Technologie offen bist,
Wolfgang: hat es dann halt echt Vorteile, zwar für beide Seiten, finde ich, oder?
Lea: Ja, auf jeden Fall. Also das ist dann, wir beraten ja eben dann halt neutral.
Lea: Wir haben keine Provision von welchen bekannten Cloud-Anbietern,
Lea: die auch da die ganzen Technologien bereitstellen, sondern können da eben das
Lea: einfach objektiv anhand der Anforderungen des Kunden beurteilen.
Lea: Passt das, passt das nicht?
Lea: Also genau das würden wir halt in so einer Technologie-Evaluation auch machen.
Lea: Passt das zu den Anforderungen?
Lea: Und ja, was ist dann die optimale Lösung für den Kunden?
Lea: Und wir haben eben halt so ein breites Spektrum an Experten und Expertinnen
Lea: auch bei uns, dass selbst wenn es dann in die Entwicklung geht und Umsetzung,
Lea: dass wir da in der Regel auch jemanden finden, der da schon Erfahrung hat und das unterstützen kann.
Wolfgang: Ja, also das habe ich auch immer in meinen ganzen Projekten immer geschätzt.
Wolfgang: Wenn ich an einem Punkt war, wo ich nicht weiter wusste, da hatte ich immer
Wolfgang: andere Leute, die ich halt nachfragen kann.
Wolfgang: Und die dann auch immer die Zeit hatten, um mal draufzuschauen.
Wolfgang: Lea, im Jahr 2025, kann man da noch ohne eine vernünftige Daten- und KI-Strategie
Wolfgang: als Unternehmer oder Unternehmerin ruhig schlafen?
Lea: Aus meiner Sicht nein. Jedes Unternehmen sollte sich Gedanken darüber machen,
Lea: ob es sich vielleicht die Zeit investieren möchte, eine Daten- und KI-Strategie
Lea: zu entwickeln, Wenn sie sagen, das ist was, was wir eigentlich als,
Lea: und das sagt der Großteil ja, dass es eigentlich ein sehr großes Zukunftsthema
Lea: ist, aber die wenigsten haben tatsächlich so eine Strategie.
Lea: Aber für viele andere Dinge hat man eben auch eine Strategie und warum nicht dafür?
Lea: Und ja, weil auch wenn man Budgets hat und die dann nicht zielgerichtet einsetzt,
Lea: kann eben dieses Budget auch komplett, ja, wie soll ich sagen, verschwendet sein.
Wolfgang: Ja, was halt super schade ist, wenn du halt Geld für was investierst und es
Wolfgang: am Ende halt in die falsche Richtung geht oder dir nicht hilft,
Wolfgang: deinem Ziel näher zu kommen.
Lea: Also KI ist ja kein Selbstzweck, sondern sollte halt immer dann,
Lea: sollte eben genau die Unternehmensziele auch unterstützen.
Wolfgang: Ja, sehr, sehr spannend. Ich fand das super interessant.
Wolfgang: Ich glaube auch, dass es immer lohnenswert ist, sich mit so Themen zu beschäftigen
Wolfgang: und ich finde diesen Ansatz, so eine Strategie zu entwickeln und vielleicht
Wolfgang: auch, bevor man die entwickelt,
Wolfgang: erstmal in so eine Analyse reinzugehen und sich klarzumachen,
Wolfgang: was ist jetzt eigentlich das Richtige für mich,
Wolfgang: den finde ich generell halt so super, super wichtig.
Wolfgang: Und das ist auch was, was mich durch ganz viele Projekte auch jetzt jenseits der KI so begleitet hat.
Wolfgang: Ich weiß nicht, ob du das auch kennst, höchstwahrscheinlich.
Wolfgang: Ich habe das oft gehabt bei Kunden, dass man zum Anfang über Projekte spricht
Wolfgang: und ein Kunde auch teilweise eine ganz konkrete Vorstellung hatte,
Wolfgang: was er möchte oder was sie möchte.
Wolfgang: Und man im Gespräch aber festgestellt hat, okay,
Wolfgang: ich verstehe, warum du das möchtest, aber mit der Technologie,
Wolfgang: die wir haben, könnten wir auch noch eine andere Herangehensweise hier in Betracht
Wolfgang: ziehen und die ist vielleicht schneller, günstiger oder aus anderen Gründen besser für dich.
Wolfgang: Und der Kunde kam halt nicht drauf, weil ihm halt diese Expertise fehlt.
Wolfgang: Der Kunde hat meistens ja die mega große Expertise von dem ganzen Fachdomäne
Wolfgang: und das ist auch das, was ich vorhin meinte.
Wolfgang: Diese Kunden haben super viel Expertise mit ihrem täglichen Business,
Wolfgang: aber halt meistens dann halt nicht dieses Spezialwissen vielleicht in so einer
Wolfgang: technischen Ecke, weil das Daily Business nicht so relevant ist und du kannst
Wolfgang: ja auch nicht alles wissen.
Wolfgang: Und sowas fand ich oft super, super spannend, wenn man dann sagen kann,
Wolfgang: hey, wir können aber hier eine Abkürzung nehmen und dann funktioniert es so.
Wolfgang: Und das ist ja hier dann wohl genau das Gleiche.
Lea: Ja, für uns macht es eigentlich auch viel mehr Spaß,
Lea: da früh mit den Kunden halt zu interagieren und an so einer eben schon bei der
Lea: Lösungsfindung halt mit dabei zu sein und die gemeinsam zu definieren und dann
Lea: im besten Fall vielleicht auch gemeinsam umzusetzen,
Lea: aber eben genau diese Beratungsleistung auch zu bringen und den Kunden unser
Lea: Wissen zu nutzen, um den Kunden bestmöglich zu beraten,
Lea: was die richtigen Produkte, Lösungen, Technologien wirklich für den Kunden dann auch sind.
Wolfgang: Ja, das ist auf jeden Fall eine gute Sache. Lea, ja, vielen,
Wolfgang: vielen Dank für deine Zeit.
Wolfgang: Es war so toll, dass du zum dritten Mal heute schon hier warst im Podcast.
Wolfgang: Ich bin gespannt, was unser Thema bei Nummer vier sein wird,
Wolfgang: vielleicht nächstes Jahr.
Wolfgang: Aber das war auf jeden Fall super. Lehre euch jetzt das Thema Daten und KI-Strategie.
Wolfgang: Und ja, ich glaube, dass das weiterhin ein großes, großes, wichtiges Thema bleibt.
Wolfgang: Und ganz großen Glückwunsch an den tollen Namen Nordstern-Workshop war es,
Wolfgang: glaube ich. Finde ich großartig.
Lea: Sehr gut.
Wolfgang: Danke für deine Zeit.
Lea: Danke auch.
Voiceover: Das war das Gespräch mit Lea. Ich hoffe, dass es euch Spaß gemacht hat.
Voiceover: Wenn ihr Feedback habt, dann erreicht ihr mich per E-Mail unter podcast.innovex.de.
Voiceover: Wir hören uns in der nächsten Folge wieder. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß und eine gute Zeit.
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